Allgemeine Berichte | 04.04.2018

Hinter den Kulissen von „Rheinbach Classics“

Event strahlt weit über die Grenzen der Stadt hinaus

Heinz Haubrichs (v. r.), Vorsitzender von „Rheinbach Classics“ e.V., Gewerbevereinsvorsitzender Oliver Wolf und der Leiter der Rheinbacher Wirtschaftsförderung Hans Eberhard Dorow freuen sich bereits auf die kommenden Rheinbach Classics.  EICH

Rheinbach. Das erste „Unternehmer-Bierchen“ des Gewerbevereins Rheinbach in diesem Jahr war ein Treffen mit einer besonderen Themenstellung. Der Vorsitzende des Vereins, Oliver Wolf, freute sich, dass der Vorsitzende des „Rheinbach Classics e.V.“, Heinz Haubrichs, im GTZ einen Blick hinter die Kulissen seines Vereins und dessen Veranstaltung gab. Vor allem, da die Veranstaltung „schon seit über zehn Jahren jedes Jahr Zehntausende von Besuchern aus ganz Deutschland und Europa anlockt. Ein Anziehungsmagnet, von dem auch das heimische Gewerbe von partizipiert und der die Stadt Rheinbach über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat“, so Haubrichs.

Auf einer großen Leinwand im Foyer des Gründer- und Technologiezentrums erläuterte Haubrichs anhand von Grafiken die Hintergründe der Großveranstaltung: „Bei den Classics geht es nicht nur um alte Autos, und auch nicht nur um Musik. Es ist eine Zeitgeistveranstaltung, die die 50er- und 60er-Jahre feiert. Und diese Mischung macht uns aus!“

Angefangen hat alles 2006 mit der Vereinsgründung und der Festlegung des Namens „Rheinbach Classics – Musik, Motoren, Petticoats“. Der Verein besteht heute aus 30 Mitgliedern, davon 17 Unternehmen, der Stadt Rheinbach (geborenes Mitglied), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, dem Gewerbeverein Rheinbach und zehn natürlichen Personen sowie etwa 20 Personen, die aktiv bei der Planung und Vorbereitung der Veranstaltung mitwirken. Heinz Haubrichs und Lars Prior bilden den Vorstand.

Vorbereitungen dauern rund ein Dreivierteljahr

Kaum sind die Rheinbach Classics beendet, starten normalerweise auch schon Anfang Oktober die Vorbereitungen für die kommende Auflage. „Nach den Rheinbach Classics 2017 stand die Veranstaltung auf der Kippe“, so Haubrichs. Im Lauf der Jahre hätten einige, die aktiv an der Planung und Vorbereitung der Veranstaltung beteiligt waren, aufgehört, sodass die von Jahr zu Jahr gestiegenen Aufgaben auf immer weniger Personen verteilt werden mussten und die Hauptverantwortung sich auf einige wenige konzentrierte, was bei diesen zu einer extremen Belastung führte.

Aufgeteilt sind die Vorbereitungen auf fünf Arbeitsgruppen. Organisation (fünf Personen), Oldtimer (zwölf Personen), Unterhaltung, Bühnen, Gastronomie (vier Personen) Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (zwei Personen) und Externe (Sicherheitskoordinator, Marktorganisation). Die Arbeitsgruppen tagen unregelmäßig und arbeiten autonom. Die Abstimmung aller AG-Leiter geschieht einmal im Monat. Wichtig war es Haubrichs, darauf hinzuweisen, dass alle Mitwirkenden ehrenamtlich tätig sind und nur in Ausnahmefällen gegen Nachweis eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Hauptsäule zur Finanzierung der Veranstaltung sind zu einem erheblichen Teil die Werbeeinnahmen. Eintritt, Oldtimer-Startgelder und die Standmieten der Händler und Gastronomen sind der kleinere Teil der Finanzierung. „Ohne die Werbeeinnahmen und Sponsoren wäre eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen“ so Haubrichs. Allein die Hauptbühne und das Programm verschlingen mehr als die Hälfte der Einnahmen. Vor allen Dingen seien die Sicherheitsauflagen und die damit verbundenen Kosten in all den Jahren „exorbitant“ angestiegen.

Größte Veranstaltung in der Glasstadt

Die Bedeutung für die Stadt Rheinbach hob der Vorsitzende besonders hervor. Mit rund 25.000 Besuchern sind die Rheinbach Classics die größte Veranstaltung in Rheinbach und die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland. Der Bekanntheitsgrad der Stadt wurde über ihre Grenzen hinaus gesteigert, Hotels in Rheinbach sind weit im Voraus ausgebucht und bescheren der gesamten Gastronomie ein Wochenende mit dem absolut höchsten Umsatz des Jahres. Um diese Großveranstaltung auch in Zukunft durchführen zu können, sei es wichtig, dass Politik und Verwaltung weiterhin zu 100 Prozent hinter der Veranstaltung stünden und die regionalen Wirtschaftsunternehmen als Werbepartner die „Rheinbach Classics“ unterstützten, führte Haubrichs aus. Auch sei es wichtig, dass die Bevölkerung auch in Zukunft die Beeinträchtigungen durch eine solche Großveranstaltung, wie beispielsweise die Innenstadtsperrung, toleriere.

Eine Ikone der 70er- und 80er-Jahre auf der Bühne

Es ist inzwischen gute Tradition, dass das rheinische Oldtimerspektakel am Freitagabend von „Legends in Concert“ eröffnet wird. In diesem Jahr können sich die Besucher auf ein Doppelkonzert mit Bonnie Tyler und Bosstime freuen. Die walisische Rockröhre Tyler feierte in den Achtzigerjahren mit „Total Eclipse of the Heart“ und „Holding out for aHero“ Welterfolge, die bis heute unvergessen sind. Auf ihrer „40 Years ‚It’s a Heartache‘ Tour“ macht Bonnie Tyler am 20. Juli Station in Rheinbach und wird natürlich alle ihre Tophits zu Gehör bringen.

Mit Bosstime konnte zudem eine der etabliertesten Bruce-Springsteen-Coverbands gewonnen werden. Die achtköpfige Formation um Frontmann Thomas Heinen wurde 2003 gegründet und zollt dem Spirit und der Energie des „Bosses“ Tribut wie keine zweite.

Die „Rheinbach Classics Rocknacht“ findet statt am Freitag, 20. Juli, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), am Himmeroder Wall in Rheinbach. Tickets im Vorverkauf sinderhältlich über www.bonnticket.de, Tel. (02 28) 50 20 10 oder E-Mail kontakt@rheinbach-classics.de und in Kürze auch direkt vor Ort als Hardtickets beim FIRST Reisebüro und der Raiffeisenbank Voreifel e.G., beide im Raiffeisenhaus Rheinbach, Hauptstraße 36-46.

Wer Spaß daran hat, eine solche Großveranstaltung ehrenamtlich und unentgeltlich mit zu organisieren, kann sich gerne bei Heinz Haubrichs melden.

Heinz Haubrichs (v. r.), Vorsitzender von „Rheinbach Classics“ e.V., Gewerbevereinsvorsitzender Oliver Wolf und der Leiter der Rheinbacher Wirtschaftsförderung Hans Eberhard Dorow freuen sich bereits auf die kommenden Rheinbach Classics. Foto: EICH

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