Allgemeine Berichte | 15.10.2018

Das Gymnasium im Kannenbäckerland informiert

Exkursion zu „Cinéfête“

Film über die schwierige Reise zweier verfolgter jüdischer Jungen von Paris nach Nizza bewegte die Schüler

Schüler der achten, zehnten und zwölften Klasse nahmen an der Exkursion teil. Privat

Höhr-Grenzhausen. Im September machten insgesamt 81 Schüler des Gymnasiums im Kannenbäckerland im Rahmen des französischen Schulfilmfestivals „Cinéfête“ einen Ausflug ins Kino nach Koblenz. Diese Exkursion war von Frau Szymanski, Frau Kronauer und Frau Bernhard organisiert worden und wurde zusätzlich von Frau Antweiler und Frau Petry begleitet. Die Schüler der Jahrgangsstufen 8, 10 und 12 schauten sich zwei verschiedene Filme in französischer Sprache an. Vor Filmbeginn hatte jeder noch Gelegenheit, sich mit Popcorn und Getränken für ein perfektes Kinoerlebnis zu versorgen.

Während die Zwölf- und Achtklässler sich den emotionalen Film „Un sac de billes“ anschauten, sahen die Schüler der Stufe 10 die Komödie „Cherchez la femme“. Der Film „Un sac de billes“ spielt zur Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich im zweiten Weltkrieg und erzählt die wahre Geschichte Joseph Joffo, der aufgrund seiner jüdischen Religionszugehörigkeit vor der Verfolgung der Deutschen fliehen musste. Zusammen mit seinem älteren Bruder machte sich der zehnjährige Joseph auf die gefährliche Reise von Paris nach Nizza, also von der besetzten in die freie Zone. Der Film thematisiert die schmerzhafte Trennung der Kinder von ihren Eltern, brüderlichen Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage während der Nazi-Verfolgung und viele weitere Themen. Zudem bekommt man einen guten Einblick in den Alltag während der Besatzungszeit, aber auch eine Vorstellung von den verschiedenen Akteuren in dieser Zeit: Widerstandskämpfer, Kollaborateure, zivile Helfer, Milizionäre. Auf diese sehr realistische Darstellung reagierten viele Schüler emotional, denn der Film ist sehr spannend, hat aber auch traurige und ergreifende Szenen.

Die Komödie „Cherchez la femme“ jedoch spielt in der heutigen Zeit. Der Film handelt von der muslimischen Studentin Leila, die ihrem französischen Kommilitonen Armand zusammen ist. Ihr Bruder, Mahmoud, der nach langer Zeit aus dem Jemen zurückkehrt, ist nun streng muslimisch und verbietet ihr weiteren Kontakt. Dazu verschluckt er die Sim-Karte ihres Handys und lässt Leila nicht mehr aus dem Haus gehen. Daraufhin verkleidet sich Armand mit einer Burka als Muslimin und nennt sich Scheherazade, um sich mit Leila treffen zu können. Allerdings verliebt sich Mahmoud in Scheherazade, weil sie genauso gläubig wie er selbst zu sein scheint.

Nachdem er mehrfach versucht hat, um ihre Hand anzuhalten, fliegt der Schwindel auf. Zwar ist Mahmoud zunächst erzürnt, gesteht sich dann aber ein, dass sein Handeln falsch war. Der Film endet damit, dass Leila und Armand, wie von Anfang an geplant, nach New York reisen, um dort ihr Studium fortzusetzen.

Der Film kam gut an und war sehr lustig.

Die Schüler möchten sich ausdrücklich bei den Lehrerinnen für diesen unvergesslichen Ausflug bedanken – es war eine Abwechslung vom Unterrichtsalltag und eine sehr gute Erfahrung, einen Film ganz auf Französisch zu schauen.

Melosha Puspathasan,

Lara Jacuzzi und Caroline Weiler

Schüler der achten, zehnten und zwölften Klasse nahmen an der Exkursion teil. Foto: Privat

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