Allgemeine Berichte | 14.07.2022

Ausstellung im Roentgen-Museum Neuwied eröffnet

Exotischer Farbenglanz

Braunschweiger Perlentische und andere Corallenwaaren

von links: Kreisbeigeordnete Birgit Haas, Museumsdirektor Bernd Willscheid, Musikerin Ela Zagori, Kataloglayouter Sandra Meifarth und Manfred Bogner. Foto: Wolfgang Tischler

Neuwied. In Vertretung von Landrat Achim Hallerbach eröffneten Kreisbeigeordnete Birgit Haas und Museumsdirektor Bernd Willscheid die Ausstellung „Exotischer Farbenglanz – Braunschweiger Perlentische und andere Corallenwaaren“. Birgit Haas erwähnte, dass das Roentgen-Museum immer wieder Sonderausstellungen zur Wohnkultur bzw. zu einem historischen Thema veranstalte. Die Ausstellung mit den Glasperlen-Objekten sei vor allem den Restauratoren Gerd Hermann und Vera Röser und der Familie Eric Leonhard zu verdanken. Dass die Hochschule Hildesheim sich an der Ausstellung beteiligt habe, sei ebenfalls begrüßenswert. Studentinnen beschäftigten sich ein Semester lang mit der Technik der Herstellung von Perlenmosaiken und präsentieren ihre Ergebnisse in der Ausstellung. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm Ela Zagori mit Violine. Das Roentgen-Museum Neuwied zeigt in dieser Ausstellung beeindruckende Glasperlen-Objekte aus verschiedenen Zeitepochen. Bekannt sind die 1755-72 hergestellten Tische der Braunschweiger Manufaktur des Johann Michael van Selow, die den Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Gerd Hermann verdeutlichte in seiner Rede, dass die Tischplatten dieser stilistisch überwiegend dem Rokoko zuzuordnenden Möbel Mosaike aus auf Schnüren aufgezogenen farbigen Glasperlen zeigen, die in eine auf einem Holzträger aufgebrachte, noch weiche Kittmasse eingedrückt wurden. Als Motive dieser Glasperlenmosaike finden sich Rocaillen und Blattranken, Papageien, Kakadus und einheimische Vögel, chinesische Szenen, Landschaften, Architektur- und Gartenansichten. Vorlagen der Motive waren meist Illustrationen in zeitgenössischen deutschen oder englischen Fachbüchern zur Ornamentik, Ornithologie oder Gartenkunst. Neben den Braunschweiger Glasperlentischen werden in der Ausstellung Tee- und Tabaksdosen, Geldbeutel, Briefmappen, Handtaschen, Handschuhe, Brillenetuis und Bilder - aus dem 17. Jahrhundert, über die Biedermeierzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert - gezeigt, die ebenso mit farbigen Glasperlen und teils exotischen Motiven geschmückt sind. Bei diesen zahlreichen Exponaten handelt es sich um Leihgaben aus Museen, so aus dem Städtischen Museum Braunschweig, und Privatsammlungen. Es erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Öffnungszeiten: Di. – Fr. von 11-17 Uhr, Sa. + So. von 14-17 Uhr, montags geschlossen, Samstag Eintritt frei.

von links: Kreisbeigeordnete Birgit Haas, Museumsdirektor Bernd Willscheid, Musikerin Ela Zagori, Kataloglayouter Sandra Meifarth und Manfred Bogner. Foto: Wolfgang Tischler

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