Bundeswehrfeuerwehr des Fliegerhorst Büchel und Freiwillige Feuerwehr Düngenheim übten gemeinsam
Explosion in der Biogasanlage
Einheiten mussten mit umfangreichem Unfallszenario zurechtkommen - Ergebnis mehr als zufriedenstellend
Düngenheim. Eine gemeinsame Übung der Bundeswehrfeuerwehr des Fliegerhorstes Büchel und der Freiwilligen Feuerwehr Düngenheim fand an der Biogasanlage der „Horst Agrarservice & Bioenergie“ in Düngenheim statt. Hier galt es, für die ungewöhnliche Kombination der beiden Feuerwehreinheiten verschiedene Szenarien abzuarbeiten. Die Bundeswehrfeuerwehr übt einmal jährlich mit einer örtlichen Feuerwehr. Da der Übungsleiter Mike Kaiser selbst aktives Mitglied der FFW Düngenheim ist, waren Partnerwehr und Übungsort schnell gefunden. Angenommen wurde eine durch Schweißarbeiten ausgelöste Verpuffung mit vermissten Personen. Durch den Knall hatte sich ein Gabelstaplerfahrer erschreckt, der daraufhin in einen Tank mit 20.000 Liter Diesel fuhr. Dieser wurde dabei so stark beschädigt, dass große Mengen Kraftstoff ausliefen. Im Übungsszenario waren die normalerweise hinzugerufenen lokalen Feuerwehren mit entsprechender Ausrüstung aber mit einem Paralleleinsatz beschäftigt, sodass die Leitstelle Koblenz die Kameraden der Bundeswehrfeuerwehr zur organisationsübergreifenden Hilfe alarmierte. Das stürmische und regnerische Wetter war zwar nicht geplant, trug aber zur Komplexität der Übung ebenfalls bei.
Für die ersteintreffende Feuerwehr aus Düngenheim galt es zunächst, die Vermissten zu suchen und zu retten. Hierzu rüsteten sich zwei Trupps mit schwerem Atemschutz aus und begannen im stark verrauchten Werkstattbereich mit der Brandbekämpfung sowie der Menschenrettung. Hierbei zeigte sich der große Nutzen der vor einiger Zeit mit Hilfe der Horst Agrarservice & Bioenergie angeschafften Wärmebildkamera. Schnell konnten die „Verletzten“, gespielt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Düngenheim gerettet und in Sicherheit gebracht sowie der Brand bekämpft werden. Die übrigen Düngenheimer Feuerwehrmänner stellten währenddessen die Wasserversorgung über eine Saugstelle an einem Löschwasserbehälter mit 30 m³ auf dem Betriebsgelände her.
Die inzwischen eingetroffene Bundeswehrfeuerwehr dichtete den auslaufenden Tank mit speziellen Luftkissen ab, damit der Inhalt anschließend umgepumpt werden könnte. Um sich vor dem austretenden Stoff zu schützen, wurde hier ebenfalls mit Atemschutzgeräten und zusätzlich unter speziellen Schutzanzügen gearbeitet. Zusätzlich wurden Maßnahmen ergriffen, um ein Eindringen des Diesels in die Kanalisation zu verhindern und den Schaden zu begrenzen. Die eingesetzten Kräfte wurden anschließend in einer extra eingerichteten Auffangwanne dekontaminiert.
Bei der Nachbesprechung zeigten sich Mike Kaiser (Übungsleiter und stellv. Wehrleiter der VG Kaisersesch, Markus Neukirch (Wehrführer FFW Düngenheim), der Zugführer der Bundeswehrfeuerwehr sowie Matthias Horst (Horst Agrarservice & Bioenergie) insbesondere zufrieden mit der reibungslosen Zusammenarbeit der Einheiten bei der Übung. Diese lieferte für alle Beteiligten wichtige Erkenntnisse für eventuell echte Alarmierungen.
Pressemitteilung
Feuerwehr Düngenheim
Die Löschwasserversorgung wurde sichergestellt.
ALle Einsatztruppen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf und dem Erfolg der Übung.
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