Orbachleuchten setzt erneut Zeichen der Gemeinschaft
Fackeln, Licht und Hoffnung
Odendorf. Am Abend des 18. Januar 2026 wird der Orbach in Swisttal-Odendorf bereits zum fünften Mal von mehr als 60 flackernden Fackeln erleuchtet. In einer besonderen Stunde, die den Bach in sanftes Licht taucht, kommen Menschen zusammen, um nach den schweren Ereignissen vor fünf Jahren erneut ein Zeichen der Zusammengehörigkeit zu setzen. Die Veranstaltung hat ihren Ursprung im Gedenken an das Starkregen- und Flutereignis vom 14. Juli 2021 und ist inzwischen zu einem Symbol des Miteinanders geworden. Sie erinnert an die Stärke der Gemeinschaft und macht auch in schwierigen Zeiten Positives sichtbar: einen Moment, in dem der Orbach nicht nur ein Bach ist, sondern ein Ort des Lichts, der Hoffnung und des Zusammenhalts. Ab 18.00 Uhr entsteht entlang der Orbachstraße ein eindrucksvolles Bild, wenn die Fackeln eine Atmosphäre aus Wärme und Licht schaffen, die zum Innehalten einlädt. Die Johanniter-Hochwasserhilfe unterstützt die Veranstaltung auch in diesem Jahr und bietet die Möglichkeit, bei einem warmen Getränk über vergangene Herausforderungen zu sprechen und neue Kraft zu schöpfen. Luisa Mertens, Leiterin der Hochwasserhilfe, betont die Bedeutung kontinuierlicher Unterstützung: „Unser Team in Odendorf wird auch 2026 weiter vor Ort sein und Betroffene unterstützen. Wir bieten psychosoziale Beratung, finanzielle Hilfen durch Spendenanträge sowie Entlastungs- und Gruppenangebote für die, die unsere Hilfe brauchen.“ Initiatorin Ilona Wehrmann aus Swisttal beschreibt den Gedanken hinter dem Orbachleuchten so: „Es geht nicht um große Worte oder Taten, sondern darum, gemeinsam zu erleben und zu spüren, was uns verbindet“, erklärt sie. „Die Flammen symbolisieren nicht nur die Erinnerung, sondern auch das Leben und die Hoffnung, die wir auch in schwierigen Zeiten miteinander teilen.“ Die Veranstaltung lebt vom Gemeinschaftsgefühl, niemand steht allein. Eine Beteiligung ist in unterschiedlicher Form möglich, etwa durch musikalische Beiträge, poetische Darbietungen oder kreative Gesten. Entscheidend ist, einen Moment der Freude einzubringen, der andere berührt. So wird der Orbach zum Leben erweckt und der Abend zu einem Zusammenspiel aus Licht, Klang und Wärme. Bereits ab 17.00 Uhr geben die Johanniter in der Orbachstraße, im Hof des alten Klosters, kostenlose warme Getränke aus. Dort entstehen Gespräche, Erinnerungen und Austausch. Der Kern der Veranstaltung liegt im Miteinander. Auch fünf Jahre nach der Flut bleibt der Orbach an diesem Tag ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung, getragen von der klaren Botschaft gegenseitiger Unterstützung in guten wie in schweren Zeiten.BA
