Hochwasser der Wied hätte zwei Attraktionen des Weihnachtsdorfs gefährdet – Adventskranz und Krippe ans Ufer verbannt
Fackelumzug mit rund 130 Bürgern eröffnete das Weihnachtsdorf
Waldbreitbach. Ans Ufer verbannt hatte das Hochwasser der Wied den schwimmenden Adventskranz und die Krippe. Beim Eröffnungsrumzug Weihnachtsdorf Waldbreitbach erklärte dazu Waldbreitbachs Ortsbürgermeister Martin Lerbs, dass die starke Strömung der Wied die beiden Attraktionen aus der Verankerung reißen könnte. Wenn die Wied normal fließt, kämen Krippe und Adventskranz wieder in die Flussmitte.
Etwa eineinhalb Stunden vorher hatte Lerbs auf dem zentralen Platz „Am alten Kreuz“ rund 130 Bürger begrüßt, die mit brennenden Fackeln den Eröffnungsumzug bildeten. Die Fackeln hatte der Gewerbeverband Waldbreitbach gespendet, der mit seinen 65 Mitgliedsbetrieben am 2. und 3. Adventswochenende den Christkindchenmarkt organisiert.
Apropos Christkind: Das hat gewechselt und ist jetzt Anna Haakert aus Waldbreitbach, die in Neustadt zur Schule geht. Und wie es zu dem Wechsel kam, erklärte Florian Fark, Geschäftsführer des Touristik-Verbands Wiedtal, gegenüber BLICK aktuell: „Die bisherige hat die Schule beendet und zieht bald weg. Das hat sich im Dorf rumgesprochen und wir haben Anna gefragt und sie hat direkt ja gesagt.“
Ansonsten war die Eröffnung des Weihnachtsdorfs wie „alle Jahre wieder“, das unter anderem auch von dem begleitenden Musikverein Wiedklang unter Leitung von Peter Fischer gespielt wurde. Die Bürger besuchten unter anderem die Freilandkrippe an der „Alten Schmiede“, die Weihnachtspyramide, das romantisch beleuchtete Fachwerkhaus des Touristikverbands, das Glockenspiel am Rathaus, die Schwibbogenkrippe auf dem Marktplatz, den schwimmenden Adventskranz, die noch am Ufer liegende Krippe und sahen den Wanderweg „Stern von Bethlehem“ und die 10.000 LEDs am Zunftbaum auf dem Platz „Am alten Kreuz“. Stets gab es informative und fachliche Erläuterungen von Krippenführerin Hildegard Ambros, die gemeinsam mit Martin Lerbs die Kinder zählen ließen zum Einschalten des Lichts.
Neu ist der Adventskalender an zwei Seiten des historischen Handwerksmuseums neben der Ölmühle am Wiedufer. Die Türchen zeigen sechs Felder mit den Attraktionen des Weihnachtsdorfs, dann unbekannte Weihnachtsbräuche aus Deutschland und der Welt. Für die Gestaltung hatte der vor einem Jahr gegründete Verein Weihnachtsdorf Waldbreitbach den Grafiker Martin Schmitz beauftragt. Die Gesamtkosten für die Gestaltung, Produktion, Metallkonstruktion und Aufbau liegen bei 40.000 Euro, die Hälfte davon kommt von der „LEADER Raiffeisen-Region“. Durch Aushängen der 24 Platten, hierzu sind auch Kindergärten eingeladen, werden die LED-beleuchteten Türchen geöffnet. Das erste zeigt das Waldbreitbacher Wappen und den „Stern von Bethlehem“.
Nach Dankesworten von Martin Lerbs an alle Beteiligten, vor allem an die Feuerwehr, die den Eröffnungszug gesichert hatte, ließen die Bürger sich den Döppekooche und den Glühwein vom Gewerbeverband schmecken.
HEP
Auf Kommando der Kinder wurde das Licht der Freiluftkrippe eingeschaltet.
Martin Lerbs und Hildegard Ambros erläuterten den neuen Adventskalender am Handwerksmuseum.
