Filmdreharbeiten auf der Brexbachtalbahn
Fahr mal hin – am besten mit der Brexbachtalbahn
Bendorf. „Fahr mal hin“ heißt eines der Erfolgsformate im Südwestfernsehen. Es versteht sich als filmischer Reiseführer durch das Land. Vorgestellt werden Regionen und Städte mit historischer Identität, Besonderheiten, attraktiver Natur und Geschichten von und über Menschen, die etwas Besonderes leisten und sich für und in dieser Region engagieren. Auch kulinarische Spezialitäten oder die örtlichen Feste werden in bewegten Bildern präsentiert. Die Sendung will dazu anregen, die beschriebene Gegend einmal zu besuchen. Die Frage, die sich daraus natürlich ergibt: wie fahre ich dort hin? Oder: welchen Möglichkeiten der Anreise bietet mir die Region in Zeiten von Klimanotstand und der Notwendigkeit, auch die eigenen Reisegewohnheiten zu hinterfragen und die Dinge anders, neu zu denken. Besonders attraktiv und zukünftig unerlässlich ist deshalb für Kommunen der Anschluss an das europäische Bahnnetz, an den ÖPNV und an nachhaltige, möglichst diverse Mobilitätsangebote. Das war neben allen landschaftlichen Höhepunkten, die die Strecke der Brexbachtalbahn zu bieten hat, dann auch das Hauptthema während der Dreharbeiten an der Strecke. Welches Ziel hat der Verein, wie und wann werden diese Ziele erreicht und warum blockieren Land, Kommunen und DB seit vielen Jahren diese weitsichtigen und sinnvollen Zukunftsarbeiten, die für die Dekarbonisierung des Verkehrs, aber auch für den Tourismus, unerlässlich sind? Ob Kulturpark Sayn, die Burgen Sayn und Grenzau, die Geschichte von Römern, Eisengießern und Kannenbäckern, der Naturpark Westerwald-Nassau, zahlreiche Wanderwege, der ICE-Bahnhof in Montabaur und der ländlicher Raum im Westerwald insgesamt – all´ das wird mit der Brexbachtalbahn vernetzt und angeschlossen. Viele neue Möglichkeiten also, Geschichte, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verbinden und neuen Angebote und Vermarktungsmöglichkeiten zu schaffen. Der aus Berlin angereiste ARD-Regisseur und sein Filmteam waren jedenfalls total begeistert – nicht nur von dem, was die aktiven Vereinsmitglieder vor Ort seit Jahren ehrenamtlich leisten, sondern auch von der Perspektive, die sich mit der Bahn für die Region ergibt. Das, so seine Erfahrung mit ähnlichen Projekten in Deutschland, zeigt sich überall dort, wo Bahnen bereits wieder reaktiviert wurden und für wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung sorgen. Was das Resümee der Filmaufnahmen auf der Brexbachtalbahn sein wird, können aller Fernsehschuhschauer im Dezember in der genannten Fernsehreihe im SWR sehen. Auf jeden Fall ist es beste und kostenlose Werbung für die Region Grenzau-Bendorf-Unterwesterwald, ermöglicht durch aktiv handelnde Bürger.
