Lob für SPNV Nord und Deutsche Bahn wegen Zugverstärkungen
Fahrkartenautomaten bleiben ein Problemfeld
Größere Züge fahren auch am 7. und 8. Dezember zum Recher Luzia-Markt
Dernau. In den besucherträchtigen Monaten September und Oktober sowie beim Recher Luzia-Markt hatte es in der Vergangenheit regelmäßig hoffnungslos überfüllte Züge der Ahrtalbahn- und damit verbunden- jahrelange heftige Fahrgastkritik gegeben. Auf diese Situation hatte der Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr Rheinland-Pfalz (SPNV) Nord) als Zugbesteller dann reagiert: Seit September 2015 wurden die Zugleistungen im Regelverkehr verstärkt. Beim Zwischentakt Dernau-Remagen (RB 39) verkehren jetzt in September und Oktober samstags und sonntags statt der sonst hier eingesetzten Coradia LINT Triebwagen 54 DNK (VT 622) größere Fahrzeuge der Reihe Lint 81 DNK (VT 620). Während der zweiteilige Lint 54 DNK über 180 Sitz- und 204 Stehplätze verfügt, hat der dreiteilige Lint 81 DNK insgesamt 300 Sitz- und 306 Stehplätze. Dieser Zug hat dann insgesamt drei Abteile. Beim Takt Ahrbrück-Bonn (RB 30) sind es vier (zwei Traktionen). Das sind dann doppelt so viele, wie sonst im Zwischentakt Dernau-Remagen verkehren. Seitdem hat sich die bis dahin chaotische und für die Bahnbenutzer untragbare Situation fast schlagartig verbessert. Und es gibt allenthalben Lob für den SPNV, aber auch für die Deutsche Bahn. Denn trotz hoher Auslastung gerade in den Schönwetterzeiten verkehren die Züge weitgehend stabil. Beschwerden hingegen gibt es nur noch in seltenen Fällen. Diese Regelung gilt auch am 7. und 8. Dezember beim Recher Luzia-Markt. Jedoch Dauerthema: Wegen Überlastung und oftmals defekter Fahrkartenautomaten entgehen der DB regelmäßig nicht unerhebliche Einnahmen. Zudem ist gerade in den hoch frequentierten Zeiten nur ein Fahrkartenautomat wie etwa in Dernau einfach zu wenig. Darüber hinaus stehen die Automaten völlig ungeschützt im Freien, und bei Sonnbestrahlung ist das Bildschirmfeld dann nicht sicht- beziehungsweise bedienbar.
