Allgemeine Berichte | 01.04.2014

Fairtrade-Steuerungsgruppe Rheinbach möchte Plastikmüll senken

„Faire Masche - unsere Tasche“

Im Café Rheinbach wurden die ersten Netze gehäkelt. privat

Rheinbach. Im Rahmen der Anerkennung Rheinbachs als Fairtrade-Stadt möchte die Fairtrade-Steuerungsgruppe den Gedanken des fairen Handelns gegenüber der Umwelt und den nachfolgenden Generationen weiter denken und danach handeln.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 5,3 Milliarden Plastiktüten verbraucht, das sind pro Minute mehr als 10.000 Stück. Diese Zahlen nennt die deutsche Umwelthilfe (www.duh.de). Die Mehrheit des Einzelhandels gibt die meisten Plastiktüten kostenlos ab. Dadurch wird den Kunden kein Anreiz für einen schonenden Umgang mit den Ressourcen geboten. Die meisten Plastiktüten, gerade die dünnen an den Obst-und Gemüseständen, dienen nur dem kurzzeitigen Transport und werden dann weggeschmissen, in den Müll oder in die Umwelt. Plastikmüll vergeht nicht oder nur sehr langsam. In allen Ozeanen schwimmen bereits riesige Plastikmüllinseln, zum Teil mehrfach größer als die Bundesrepublik. Im Endeffekt landen diese Abfälle, die auch giftig sein können, in der Nahrungskette und damit auch in den Menschen selber.

Eine Umkehr dieser Verschwendung von Rohstoffen kann nur durch einen Bewusstseinswandel kommen.

Dieser Gedanke trägt auch das Fairtrade Konzept. Die einzige Alternative zur Einwegtüte ist die Mehrfachtragetasche. Diesem Ziel fühlt sich die Steuerungsgruppe verpflichtet. In Rheinbach sollte jeder Haushalt ein Einkaufsnetz haben und benutzen.

Ende März trafen sich im Café Schlich in Rheinbach 16 Frauen, die sich gleich gut verstanden und anfingen, Netze zu häkeln. Das Grundmodell des Einkaufsnetzes ist schnell in wenigen Stunden gearbeitet. Die Anleitungen dazu sind spätestens ab 11. Mai, dem Tag der Überreichung der Urkunde zur Anerkennung Rheinbachs als Fairtrade-Stadt, auf der Internetseite von Rheinbach zu sehen. Das bunte Einkaufsnetz findet in jeder Tasche Platz und man braucht keine Plastiktüten mehr zu kaufen. Das nächste Treffen der Einkaufsnetz-Häkelrunde ist am Freitag, 2. Mai um 15.30 Uhr im „KunstRaum am Lindenplatz“, Lindenplatz 3 in Rheinbach, geplant.

Anleitung für das Einkaufsnetz

Benötigt werden 50 Gramm Baumwolle, circa 20 Gramm Baumwolle für die Henkel, passende Häkelnadel.

Sechs Luftmaschen (Lfm) häkeln und mit einer Kettmasche zum Ring schließen; erste Runde: In den Ring elf feste Maschen (fM) häkeln, Kettmasche; zweite Runde: in jede fM zwei fM häkeln, Kettmasche; dritte Runde: Drei Lfm, eine fM, wiederholen bis zum Rundenende (22 Bögen), Kettmasche; vierte Runde:

Fünf Lfm, eine fM in den Bogen der Vorrunde, dann keine Kettmasche, sondern alle weiteren Runden: Acht Lfm, eine fM in den Bogen der Vorrunde häkeln, spiralförmig weiterarbeiten, bis das Garn aufgebraucht ist. Den Faden gut vernähen.

In die oberen Schlaufen kann eine feste Schnur, zum Beispiel ein Band aus der Strickliesel, eingeschlungen werden. Der Rand kann auch feiner gearbeitet werden: Dazu zwei kleine Bögen von je sechs Lfm über einen großen Bogen häkeln, also einmal in die fM stechen, einmal den Bogen umhäkeln. Es muss eine gerade Anzahl von Bögen entstehen.

Oder man arbeitet Henkel: Erste Runde: Um jeden Bogen sieben fM häkeln; zweite Runde:Eine fM in jede Masche; dritte Runde: 40 oder 50 Lfm häkeln (darunter drei Bögen auslassen), neun Bögen lang fM häkeln, wiederholen; vierte und fünfte Runde: Eine fM in jede Masche (in die Lfm einstechen oder sie umhäkeln).

Im Café Rheinbach wurden die ersten Netze gehäkelt. Foto: privat

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