„Es ist wunderbar zu sehen, wie unsere Einrichtung unterstützt wird“
Fast 100 schwerstkranke Menschen begleitet
Neuwied. Vor fast einem Jahr wurde das Rhein-Wied Hospiz u.a. im Beisein des rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch, dem Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig, Landrat Achim Hallerbach, Schirmherrn Fürstin zu Wied und anderen zahlreichen Unterstützern feierlich eröffnet. Mittlerweile ist das erste stationäre Hospiz im Kreis Neuwied gut in der Gemeinde Niederbieber angekommen.
„Es ist wunderbar zu sehen, wie unsere Einrichtung unterstützt wird“, schauen Hospizleiterin Manuela Götz und Pflegedienstleiter Marvin Maur dankbar auf das erste Jahr zurück. Seitdem hat das Team um Götz und Maur fast 100 schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg begleitet.
Das Rhein-Wied Hospiz liegt am idyllischen Aubach im Neuwieder Stadtteil Niederbieber und bietet in 12 Gästezimmern schwerstkranken Menschen professionelle und liebevolle Begleitung auf ihrem letzten Lebensweg. Diese letzten Tage werden ganz im Sinne der Gäste und ihrer Angehörigen gestaltet. Bei Bedarf steht auch ein Angehörigenzimmer zur Verfügung. So werden im Rhein-Wied Hospiz nicht nur Feiertage wie Ostern oder Weihnachten ganz besonders gestaltet und gefeiert. „Bei uns ist jeder Tag ein kleiner Feiertag“, erläutert Marvin Maur. „Wenn ein Gast es sich wünscht, backen wir Waffeln oder starten den Tag auf einer unserer wundervollen Terrassen und lauschen dem Wind und den Vögeln“, ergänzt er. Ideen und Projekt gibt es im ersten stationären Hospiz im Kreis Neuwied viele. „Im letzten Jahr gab es verschiedene kleine Wohnzimmerkonzerte, wir hatten ein Frühlingsfest, Ehrenamtliche richteten ein festliches Abendessen aus und noch so viel mehr“, erinnert sich Götz.
Manuela Götz, Marvin Maur und ihr gesamtes Team sind dankbar für die große Unterstützung für ihr Hospiz und das enorme Interesse an ihrer Arbeit. Verschiedenste Gruppe und Institutionen besuchten das Rhein-Wied Hospiz, um mehr über die Hospiz- und Palliativarbeit zu erfahren. „Besonders dankbar sind wir über die Unterstützung durch die Spenden“, freut sich Pflegedienstleiter Marvin Maur. „Denn fünf Prozent unserer Betriebskosten müssen wir durch Spenden erwirtschaften“, erläutert Götz. Und viele der wunderbaren Projekte für die Hospizgäste und ihrer Angehörigen wären ohne die Spenden nicht möglich.
Das Rhein-Wied Hospiz hat auch für das kommende Jahr viel vor für seine Gäste. Ende September wird es einen Basar zu Gunsten des stationären Hospizes geben und auch die Advents- und Weihnachtszeit wird wieder auf ganz besondere Weise gestaltet werden. „Und nicht zu vergessen unsere Gedenkfeiern, die dreimal im Jahr stattfinden“, gibt Manuela Götz einen kleinen Ausblick. Hier kommen Mitarbeitende sowie An- und Zugehörige zusammen, um noch einmal den Verstorbenen zu gedenken.
Bei der jährlichen Gedenkfeier für die verstorbenen Menschen des vergangenen Jahres, gaben Mitarbeitende sowie An- und Zugehörige letzte liebe Worte mit auf die Reise. Foto: Steffanie Hein
