Lions Club Meckenheim-Wachtberg
Faszinierende Benefiz-Romanlesung
Mit Udo Weinbörner und Anne Labus
Meckenheim. Der Meckenheimer Bürgermeister Holger Jung freute sich als Schirmherr dieser Veranstaltung, dass auf diese Weise vielen Menschen Kunst und Kultur unterhaltsam und kenntnisreich vermittelt werden sollte. Auch der Wachtberger Bürgermeister fand in einem Grußwort lobende Worte für diese digitale Lions-Benefiz-Aktion. Weinbörner las kurzweilig in Dialogform mit seiner Frau, der Schriftstellerin Anne Labus, aus seiner Neuerscheinung „Der lange Weg nach Weimar/der Schiller Roman Zweiter Teil“, eine mitreißende Schilderung aus Schillers Leben, seinen Liebschaften, der schwierigen Freundschaft zu Goethe und den Geschichten um Beethovens 9. Symphonie bis hin zu Schillers Exhumierung in Weimar 1826. Dabei wechselte Weinbörner zwischen Erzählen und Lesen. Die Texte von den Frauen, die in Schillers Leben eine Rolle spielten, wurden von Weinbörners Ehefrau Anne Labus übernommen. Diese verteilten Rollen haben dazu beigetragen, dass die Lesung immer wieder neue Aufmerksamkeit weckte.
Vieles aus Schillers Leben dürfte für die Zuhörerschaft neu gewesen sein und manche überraschende und spannende Ausführung beeindruckte sicher auch diejenigen, die sich nur ungern an Schillers Werke in der Schule erinnern. Und wer geglaubt hatte, er würde sich in Schillers Leben auskennen, konnte etliches erfahren, was ihm vorher nicht bekannt war.
Die als musikalische Einlage gesungene selbst komponierte Ballade im Bluesstil „Ode an die Freude“ haben daran erinnert, dass der Text von Friedrich Schiller stammt und das „Abendlied“ (Theodor Fontane) dürfte zum Ausklang des literarischen Livestreams doch einige Emotionen beim Zuhörer hervorgerufen haben. Es waren berührende Texte und spannende Momente genau wie Weinbörner es im Vorfeld zur virtuellen Lesung versprochen hatte.
Die Nutzung von youtube war sowohl für die Lions als auch Udo Weinbörner und Anne Labus eine neue Erfahrung. Es ist ungewohnt, mit einem Laptop als Gegenüber, statt mit einem lebendigen Publikum eine Lesung zu bestreiten und es bleibt zumindest doch auch gewöhnungsbedürftig. Alles wirkt ein wenig steril. Die Interaktion mit dem Publikum, die Reaktion auf gelesene Passagen, das Mienenspiel und Lachen, der Applaus, die nachdenklichen Gesichter und auch Tränen, wenn eine geschriebene Passage zu Herzen geht und gelungen ist, fehlt. Die Diskussion nach der Lesung und auch die Möglichkeit, Bücher zu signieren und den Kontakt zu den Leserinnen und Lesern zu halten, entfällt . Doch die Freude des Autors, auf seine Bücher und Arbeit aufmerksam zu machen und den Kontakt zur Leserschaft zu halten, überwiegt. Es wurden sogar Leser erreicht, die nicht in der Lage gewesen wären, an einer Lesung teilzunehmen. Die Resonanz der Zuhörerschaft zeigte, dass es eine Reihe überregional interessierter Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ältere Literaturliebhaber/innen gab, die spät abends keine Veranstaltungen mehr besuchen können. Weinbörner hat im Nachgang zu der Lesung „wunderbare Mails und Schreiben als Reaktion erhalten, die dies deutlich machen.“
So hofft das Schriftstellerehepaar gemeinsam mit den Lions, dass nach dieser rundum gelungenen Benefizaktion großzügig für den guten Zweck, nämlich für die „Inklusive Freizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim“ und die Jugendarbeit der Gemeinde Wachtberg inklusive der Wachtberger Ferienfreizeit gespendet wird.
Spendenkonto Lions Förderverein Meckenheim-Wachtberg e.V.: IBAN DE10 3706 9627 0035 8660 19; BIC GENODED1RBC; Kennwort: „Jugendarbeit 2021“
Pressemitteilung
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