Meckenheim feiert 50. Rosenball
Feierliche Eröffnung der Jungholzhalle
Volle Tanzflächen beim 50. Rosenball.Fotos: StF
Meckenheim. In der 50. Auflage feierte die Stadt Meckenheim am vergangenen Wochenende den traditionellen Rosenball. Gleichzeitig wurde mit dieser Veranstaltung auch die neu erbaute Jungholzhalle ihrem ersten Praxistest unterzogen. Der Rosenball hat in der Apfel- und Rosenstadt Meckenheim eine lange Tradition. Ursprünglich entstand dieser Gedanke einer Vereinigung auswärtiger Gärtnergehilfen, welche zur Weiterbildung in den diversen Baumschulen in Meckenheim unterwegs waren und stets privat untergebracht wurden. Diese trafen sich immer Freitags zum geselligen Beisammensein und als Dankeschön für die Meckenheimer Gastfamilien wurde der Rosenball ins Leben gerufen. Damit war aber auch der Zeitpunkt fixiert, denn die Rosen mussten ja blühen und somit war dies erst nach dem Ende der Veredelungszeit möglich. Bedingt durch die Kriegszeit fand dies jedoch ein Ende und es war an der Prinzengarde Meckenheim, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. In den 70er Jahren war der Andrang zu dieser Ballnacht des Jahres besonders groß, es war für Bürgermeister, Landrat und die führenden Köpfe der Stadt eine Selbstverständlichkeit den Rosenball zu besuchen. Aber die Frage nach den Räumlichkeiten sollte sich sehr schnell stellen und im Jahre 1979 wurde die Jungholzhalle in der ersten Form eröffnet. Damals wie heute mit dabei Meckenheims Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer, die voll des Lobes für die neue Halle war, sich aber gerne auch an viele Veranstaltungen in der alten Halle erinnert. Und gemeinsam mit dem Bürgerverein Meckenheim will die Prinzengarde hier an alte Traditionen anknüpfen und so bot sich mit der Einweihung der neuen Halle auch an, die 50. Auflage des Rosenballs durchzuführen. Dafür hatten sich alle Beteiligten ins Zeug gelegt, denn die neue Jungholzhalle ist eine Mehrfunktionshalle, dort können nicht nur Bälle, sondern auch große Ausstellungen oder Sitzungen durchgeführt werden.
Eine alte Tradition in modernem Dekor
Alle Tische und Stühle waren festlich eingedeckt, überall gab es Rosen, vor der Bühne war eine festliche Kutsche aufgestellt worden und die Besucher wurden mit einem Glas Sekt begrüßt. Die Besucher selber waren allerdings auch dem Anlass entsprechend gekleidet. Die Herren kamen überwiegend im dunklen Anzug oder gar im Smoking und viele weibliche Besucher hatten sich in schicke Abendgarderoben geworfen. Über das eine oder andere mehr oder minder gewagte Outfit mag man da noch länger sprechen, aber das ist ja auch ein Ziel einer solchen Veranstaltung. Für eine gute Weinkarte war ebenfalls gesorgt und der Abiturjahrgang des Konrad-Adenauer-Gymnasiums hatte es übernommen, die mit 370 Gästen ausverkaufte Halle zu bedienen. In seiner Begrüßungsrede hielt Bürgermeister Bert Spilles dann auch alle an, kräftig in die Trinkgeldkasse des Gymnasiums zu spenden, denn mit den Erlösen wird unter anderem die Abifahrt finanziert. Vor dem Bürgermeister war es jedoch am 1. Vorsitzenden der Prinzengarde Sven Schnieber die Gäste zu begrüßen, ein besonderer Gruß galt dabei den rund 80 Besuchern aus der Partnerstadt Le Mée-sur Seine aus Frankreich, an der Spitze der stellvertretende Bürgermeister Denis Didierlaurent.
Ein stolzer Stadtchef
Bürgermeister Bert Spilles hielt eine kurze Rede und begrüßte neben zahlreiche Ehrengästen auch die amtierenden Majestäten, darunter den neuen Diözesankönig Rainer Arenz. Sichtlich stolz vermerkte der Stadtchef, dass es die Schützengesellschaft in Meckenheim seit dem Jahre 1501 gebe, aber erst in diesem Jahr erstmals der Diözesankönig aus Meckenheim stammt. Die charmanteste Begrüßung gab es für Blütenkönigin Lea Schönenberg und Bert Spilles eilte von der Bühne um diese an ihrem Platz abzuholen. Gemeinsam legte man dann zu den Klängen der „New-Barbados-Showband“ den Eröffnungstanz auf das Parkett und zahlreiche sehr tanzwütige Besucher folgten dem mit großem Elan. Viel tanzen kann hungrig machen, die Meckenheimer Caterer vom Team Interludio hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und ein kalt-warmes Buffett der Extraklasse aufgebaut. Da blieben keine Wünsche offen, lediglich die Raucher wurden ins freie gebeten. Dorthin mussten auch die Freude des Kaffees, aber dank einer großzügigen Spende der Kreissparkasse stand dort ein italienischer Barrista mit seinem Dreirad und es gab Kaffee und Espresso in bester Qualität.Ganz viel fürs Auge gab es natürlich auch auf der Bühne, so traten die Tip Toes, die Showtanzgruppen des Meckenheimer Sportvereins unter der Leitung von Trainerin Monika Süsser auf und die Prinzengarde hatte mit ihrer Showtanzgruppe natürlich ein Heimspiel. Das Thema „James Bond 007“ wurde hervorragend umgesetzt und es gab viel Applaus. Abgerundet wurde der Abend durch eine Trompeter- und Lasershow des Künstlers Lutz Kniep, der in der eigens für diesen Abend komponierten Show viele Meckenheimer Themen aufgriff und umsetzte. Der Dank von Bert Spilles galt den vielen Helfern und Organisatoren von allem bei Prinzengarde und Bürgerverein sowie den zahlreichen Sponsoren ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchzuführen ist. Wobei diese als rundum gelungen bezeichnet werden darf, denn die Besucher sollten bis weit nach Meckenheim in der neuen Jungholzhalle feiern und damit für eine Einweihungsparty als Geburtsstunde sorgen, welche der Halle mehr als angemessen ist und über die man dann auch noch in 50 Jahren sprechen kann. STF
