Diözesankönigswürde bleibt in Meckenheim
Feierliche Messe zur Übergabe der Diözesanstandarte
Meckenheim. Es kommt äußerst selten vor, dass es einem Schützenkönig gelingt, gleichzeitig auch die Diözesankönigswürde zu erlangen. Im vergangenen Jahr gelang dies erstmals in der rund 500-jährigen Geschichte Reiner Arenz von der Meckenheimer St. Sebastianus-Schützengesellschaft. Umso größer die Überraschung, dass Helga Klein von der St. Sebastianus-Schützengesellschaft in Ersdorf-Altendorf in diesem Jahr das gleiche Kunststück fertig bracht und somit der Titel innerhalb Meckenheims verbleibt. Trotz alledem ging die Standarte der Diözese Köln, welche mit dem Emblem des Kölner Doms geschmückt ist, in diesem Jahr von Meckenheim nach Altendorf. Gefeiert wird immer in der abgebenden Kirche, sodass Präses Stefan Ehrlich in der Meckenheimer Pfarrkirche diese besondere Messe feiern konnte. Zahlreiche Majestäten aus der gesamten Diözese und auch von außerhalb waren gekommen, um dem Gottesdienst beizuwohnen. In seiner Ansprache bedankte sich Präses Stefan Ehrlich zunächst bei Reiner Arenz und dessen Gattin Petra für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die neue Königin Helga Klein das ebenfalls genau so gut machen würde, vor allem dank der tatkräftigen Unterstützung durch ihren Prinzgemahl Christian Klein, der ja auch gleichzeitig als Brudermeister in Altendorf wirkt. Vom Präses gab es für die neue Majestät neben einer Bibel auch einen „Hirschkuss“, dabei handelt es sich um einen Magenkräuterbitter. In seiner Predigt forderte er auch, angesichts des Festes „Erntedank“ die Mitglieder der Schützengesellschaft auf, sich zu engagieren. Die gesellschaftlichen Probleme lassen sich nur bewältigen, wenn regionale und nationale Egoismen überwunden werden. Dies sei auch die Basis für Zusammenhalt und dauerhaften Frieden.
Standartenübergabe
Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck ging in einer Meditation auf den Begriff „Heimat“ in seinen vielfältigsten Formen ein und betonte, dass Heimat Vergangenheit und Zukunft, Hoffnung, Familie und Tradition bedeute. Damit interpretierte er überaus modern den Wahlspruch der Schützen „Glaube-Sitte-Heimat“. Anschließend hieß es dann für die Standartenträger aus Meckenheim und Ersdorf-Altendorf antreten am Altar und unter der Leitung von Wolfgang Kuck wechselte die Standarte von Meckenheim nach Ersdorf-Altendorf. Mit dem „Te deum“ endete der feierliche Gottesdienst, bevor es anschließend im Jubelzug zum Schützenhaus ging, wo der Nachmittag in geselliger Runde ausklang. STF
Mit vielen Fahnen zogen die Schützen in die voll besetzte Kirche ein. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Die Standartenübergabe wurde feierlich in der Heiligen Messe vollzogen. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
