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25 Jahre Förderverein Brohltal-Klinik St. Josef

Feierstunde anlässlich des Jubiläums verbunden mit einer Mitgliederversammlung

01.10.2019 - 10:47

Brohltal. Als sich 1994 der Förderverein Brohltal-Klinik St. Josef in Burgbrohl gründete, durchlebte das damalige St. Josef-Krankenhaus schwere Zeiten. Hieran erinnerte Krankenhausoberin Gaby Frömbgen bei ihrer Begrüßung zu der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Fördervereins.

Zu dieser Feierstunde konnte sie neben dem Vorstand und den Mitgliedern des Fördervereins auch die Klinikleitung sowie den Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies (MdL) und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Johannes Bell, willkommen heißen. Man hatte als Ort der Feierstunde den Eingangsbereich der Brohltal-Klinik unter dem Bild des Hl. Josef gewählt. Das Wandbild, das den hl. Josef als Lebensspender zeigt, wurde von der Künstlerin Beate Heinen geschaffen, die auch stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins ist.

Mit einer einfühlsamen Wortgottesfeier eröffnete man die Feierstunde. Mit den Liedern „Du bist da“ und „Du brauchst einen Traum“ ging man sinnbildlich auch auf die Darstellung des Wandbildes vom hl. Josef ein. Unter dem Mantel des hl. Josef sollen alle geborgen sein. Menschen, die sich hier behandeln lassen, sollen Schritt für Schritt Besserung erfahren. In der Predigt wurde dargelegt, das der Mantel des hl. Josef einen schützenden Ort darstellt, unter dem sich Leben entwickeln kann. Der hl. Josef als Lebensspender habe sich schützend für das Leben eingesetzt.

Krankenhausoberin Frömbgen, wie auch der Burgbrohler Ortsbürgermeister Walter Schneider, der Vorsitzende des Fördervereins, erinnerten, gingen auf die Geschichte ein. Das Burgbrohler Akutkrankenhaus (es war zuletzt ein Fachkrankenhaus für Innere Medizin) wurde 1997 geschlossen. In der Folgezeit wurde es umgebaut und saniert und 1999 als Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation neu eröffnet.

Diesen Schritt, den damals viele nicht so recht verstehen konnten, sei rückblickend betrachtet aber eine „gute Entscheidung“ gewesen, fasste der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Johannes Bell, in seinen Grußworten stellvertretend für alle Redner in der Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen des Fördervereins fest.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Walter Schneider, erinnerte an die Gründer und hier besonders an den Gründungsvorsitzenden Manfred Rhodius, der auch heute noch als Ehrenvorsitzender den Verein unterstütze. Im Förderverein seien viele Entscheidungen zum Wohle der Patienten getroffen worden. Er sprach die Hoffnung aus, auch zukünftig noch hilfreich tätig sein zu können. Er erinnerte aber auch an Tage, „an denen die Sonne nicht immer schien“.

Der Förderverein umfasse heute rund 80 Mitglieder und leiste nach den Worten von MdL Horst Gies, dem Ersten Beigeordneten des Kreises Ahrweiler, mit seinem „gelebten bürgerschaftlichen Engagement“ einen wichtigen Beitrag für die geriatrische Versorgung in der Brohltal-Klinik. Er unterstütze das Haus materiell wie ideell. Nicht zuletzt durch die Mithilfe des Fördervereins bestätige sich seit Jahren der gute Ruf der Brohltal-Klinik in konstanter Weise, wofür dem Förderverein bereits im Jahre 2015 mit der Ehrenplakette des Kreises eine der höchsten Kreisauszeichnungen verliehen wurde.

Bereits seit 1994 sorgt der Förderverein dafür, dass in der Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation auch außergewöhnliche Vorhaben realisiert werden können. „Wir wollen beim Helfen helfen“, beschreibt der Burgbrohler Ortsbürgermeister und Vorstandsvorsitzende Walter Schneider die Ziele des Vereins und greift damit auch die Absichten des Gründungsvorstands Manfred Rhodius auf. Und es sind nicht nur die Menschen, die sich mit Weitsicht und großem Engagement für die Klinik einsetzen, es sind auch ortsansässige Firmen, die Projekte und Maßnahmen bewusst und gezielt fördern. Walter Schneider nannte beispielhaft die Firmen Heuft und Rhodius. Wobei Letztere zusammen mit dem Förderverein bereits 2006 ein wegweisendes Projekt auf den Weg gebracht hat: Beide finanzieren jeweils eine Stelle, damit ein junger Mensch im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres Einblick in die Berufswelt gewinnen und für sich abschätzen kann, ob ein sozialer Beruf für ihn oder sie in Frage kommt.

Ansonsten kommen die Spenden den Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen zugute. Ob beispielsweise Motorschienen, die in der Physiotherapie zum Einsatz kommen oder spezielle Aufstehhilfen für Patienten – das sind Investitionen, die sinnvoll und notwendig sind, die sich aus dem klassischen Budget der Klinik aber nicht finanzieren lassen. Denn, und das betonte Standortleiterin Claudia Häfner in ihrer kurzen Ansprache, angesichts einer alternden Gesellschaft werde die Geriatrische Rehabilitation als Baustein der Gesundheitsversorgung immer wichtiger, wirtschaftlich allerdings führe sie ein absolutes Schattendasein. Deshalb werde das Engagement des Fördervereins immer wichtiger.

Eindrucksvoll wurde auf einer Stellwand dargestellt, wie vielfältig die Unterstützung des Förderverein in den letzten 17 Jahren war. Mit über 105.000,00 Euro konnte die Brohltal-Klinik zu den verschiedensten Maßnahmen unterstützt werden. So wurden nicht nur Aufstehhilfen, die den Patienten helfen, mobil zu werden und die Mitarbeiter entlasten, angeschafft, sondern auch zahlreiche Musikinstrumente für die Musiktherapie finanziert. Außer-dem kümmert sich der Förderverein um die wohnliche Gestaltung der Patientenzimmer, unter anderem mit farbenfrohen Grafiken, und spendete behindertengerechte Gesellschaftsspiele, die die Patienten vom Krankenhausalltag ein wenig ablenken, aber auch ich kognitiven Fähigkeiten fördern. Zudem wurde im Garten der Brohltal-Klinik ein Pavillon aufgestellt, der Patienten, Angehörige und Mitarbeiter zum verweilen einlädt. Ebenfalls sponsert der Förderverein eine komplette Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung berichtete der Vorsitzende Walter Schnei-der zunächst über die Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr, bevor die Schatzmeisterin im Kassenbericht über eine solide finanzielle Basis sprechen konnte. Die beiden Kassenprüfer Hermann Fink und Klemens Meurer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, die keine Beanstandungen zuließ. Auf ihren Antrag wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt, bevor Claudia Häfner den Bericht der Geschäftsleitung vortrug, in dem sie über den Klinikbetrieb und Neuerungen im Geschäftsbetrieb informierte.

Nach kurzer, harmonisch verlaufener Mitgliederversammlung konnte man sich dem gesellschaftlichen Teil der Veranstaltung widmen.

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Kommentare
S. Schmidt:
Was macht ihr denn wenn sich die AfD eurem Antrag anschließt?
Andrea Müller:
Die Probleme der "Party Szene" in Frankfurt, Stuttgart und anderen Städten wie Koblenz sind Hausgemacht. Die Polizeiberichte sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach Corona werden unsere Städte leider nicht friedlicher werden. Ganz im Gegenteil. Diese wirklichen Hintergründe will Altmaier und Co. nicht benennen.
Herbert Kaufmann:
Diese Haltung der Stadtspitze in dieser Frage ist ignorant und in der Sache fehlerhaft. Nachdem der OB Langner ja bereits bei der Frage des Tragens von AntiFa Symbolen im Stadtrat Führungsschwäche gezeigt hat und seine Haltung durch den Brief von Bundestgasvizepräsident Kubicki ad absurdum geführt wurde kann man dieses neueerliche Versagen auch als Opportunismus gegenüber der "Partyszene" bezeichnen. Es geht ja nicht nur um Corona sondern auch seit Jahren schon um das Einhalten von Immissionsvorgaben. Der möglichen Handlungsweisen gibt es viele, von der Veränderung der seit der BuGa verkürzten Sperrzeiten ( diese wurden nicht mehr zurückgenommen! ) aufgrund des Immissionsgesetzes bis hin zum Verbot von Mitbringen von Alkohol, denn das ist ganz bestimmt kein Grundrecht.
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.

Lkw vollkommen ausgebrannt

Gabriele Friedrich:
Woher kam das Fahrzeug? Es sieht jedenfalls aus wie eine alte Schüssel aus Rumänien oder sonst etwas. Ein paar mehr Informationen hätte man als Leser schon gerne.
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