„Alter“ Bürgermeister zum Bürgermeister ernannt
Feierstunde in der Rheinhalle für Björn Ingendahl
Remagen. Da hatten sich aber die Mitglieder des Remagener Stadtrates, der Ortsbeiräte und der Remagener Gremien „in Schale“ geschmissen. Diese Art der Stadtratssitzung findet nur alle acht Jahre statt: Ernennung des Bürgermeisters zum Bürgermeister der Stadt Remagen. Ein festliches Programm hatten sich die Organisatoren der Stadt um Büroleiter Marc Göttlicher dazu einfallen lassen. Musikalische Eröffnung mit dem „Contabile“ aus dem D-Dur-Flötenkonzert von Antonio Vivaldi, interpretiert von Andreas Wahl am Marimbaphon, am Klavier Dr. Michael Hagemann mit „Yellow after the Rain“ und mit der Querflöte Frank von Häfen als musikalischer Ausklang das Adagio in G – von Tomaso Albinoni.
Die verantwortungsvolle Aufgabe der Vereidigung und der einführenden Worte lag vor vollem Haus bei der Ersten Beigeordneten Andrea Georgi. Die Gattin des „Exbürgermeisters“ Herbert Georgi ging in einfühlsamen Worten auf die erste Amtsperiode von Björn Ingendahl ein. Betonte das Vertrauen, das ihm bei seiner Wahl im März durch die 66,9 Prozent des Wahlergebnisses bei zwei Gegenkandidaten durch die Bürger ausgesprochen worden war. „Vor Ihnen liegen wichtige Entscheidungen, große Herausforderungen und zugleich die Chance, Remagen gemeinsam mit dem Rat, der Verwaltung und der Bürgerschaft nachhaltig zu entwickeln“, sagte Georgi. Sie benannte die wichtigen Aufgaben für die 18.000-Einwohner-Stadt am Rhein: Infrastruktur, Bildung, Klimaschutz und Mobilität seien in Remagen für die Zukunft zu verbessern. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen käme es darauf an, Menschen mitzunehmen, zuzuhören und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, forderte die Erste Beigeordnete. „Vor allem wünsche ich Ihnen, dass Sie sich die Freude an Ihrem Amt bewahren und Remagen auch in den kommenden Jahren mit Weitsicht, Engagement und Herz gestalten“, so Georgi, bevor sie die Ernennungsurkunde unter dem Beifall des Publikums überreichte.
Für die Fraktionen sprach die Fraktionsvorsitzende der CDU, Rita Höppner, die Glückwünsche zur erneuten Wahl aus und betonte das Vertrauen, das die Bürger Ingendahl durch die Wahl zum Ausdruck gebracht hatten. Auch ihre Worte waren durch die Gemeinsamkeit zwischen Rat und Verwaltung geprägt. Sichtlich gerührt trat Ingendahl ans Mikrofon und ließ die vergangene Amtszeit Revue passieren. „Das stand nicht in meiner Stellenbeschreibung.“ Mit diesen Worten ging er auf die drei großen, unverhofften Krisen in den acht Jahren ein: die Ahrflut, Corona und den russischen Angriffskrieg. Ereignisse, die breite Auswirkungen auf die Kommune hatten, nicht vorhersehbar, nicht einschätzbar.
Ingendahl sprach über die Erfahrungen, die ihn in einigen Punkten zum Umdenken in seinem Amt gebracht hätten. Aber vor allem betonte er immer wieder das Miteinander in der Stadt, Miteinander von Bürgern, Ehrenamtlern, Rat und Verwaltung. Er sei stolz auf „seine“ Stadt, betonte der alte und neue Bürgermeister. Er ginge seiner neuen Amtszeit trotz der großen Herausforderungen mit Freude entgegen. Und sein Dank galt allen Ehrenamtlichen, seinen Mitarbeitern und vor allem seiner Frau Verena, „der starken Frau an meiner Seite“.
Der Ausklang der Veranstaltung fand bei einem vorzüglichen Büfett im Freien statt. AB
Die verantwortungsvolle Aufgabe der Vereidigung von Björn Ingendahl und der einführenden Worte lag vor vollem Haus bei der Ersten Beigeordneten Andrea Georgi. Foto: AB
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