Flüchtlingshilfe Brohl und Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V. luden ein
Ferienabschluss im Neuwieder Zoo
Ausgedehntes syrisch-afghanisch-deutsches Picknick zum Abschluss des gelungenen Ausflugs
Brohl. Sonnenschein, ein Kleinbus und acht Pkw, das waren die Zutaten zu einem sommerlichen Ausflug der Flüchtlingshilfe Brohl und dem Dt. Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V. in den Zoo Neuwied. Der Besuch eines Tierparks ist für Groß und Klein immer eine Attraktion, dachten sich die Flüchtlingshelfer. Und sie hatten sich nicht verschätzt. Fast alle Familien mit Fluchterfahrungen, aus Brohl sowie auch zwei afghanische Familien aus Bad Breisig, waren der Einladung gefolgt. Und nicht nur diese. Einige Familie brachten auch gleich noch Freunde oder Verwandte mit. Eine Herausforderung für die Organisatoren Karin Drewlani vom Deutschen Kinderschutzbund und Volker Gringmuth, Flüchtlingshilfe Brohl, die sich aber auf ihre Mitstreiter voll verlassen konnten. Und so standen statt eigentlich geplanter sieben plötzlich neun Fahrzeuge am Treffpunkt in Brohl. Keiner der 40 Zoofreunde musste somit zurückbleiben.
Erwartungsvoll stürmten schließlich 26 Kinder mit ihren Eltern auf das Gelände und hielten Ausschau nach den ersten Tieren. Doch die Sonne brannte schon und viele Vierbeiner hielten ihre wohlverdiente Mittagsruhe, oft versteckt im Schatten oder unter Büschen. Doch Kinder sind findig. Und so wurden mit der Zeit immer mehr Tiere aufgespürt und mit Handyfotos festgehalten. Besonders die putzigen Katzenbären, die trotz Hitze genüsslich ihr Mittagsmal verputzten, wurden schnell zum Fotomodell. Und natürlich die Löwen, die hinter einer dicken Glasscheibe beeindruckten.
Löwenwelpen zum Anfassen
Höhepunkt für viele Kinder, die überwiegend aus Syrien und Afghanistan stammen, war jedoch der ungeplante Besuch der Löwenwelpen, die im September 2016 geboren wurden. „Vier kleine Löwen waren da, und wir durften sie alle streicheln“ schwärmte die kleine Alissar später auf dem Spielplatz. So endete ein schöner Sommertag viel zu schnell, auch wenn das gemeinsame syrisch-afghanisch-deutsche Picknick schließlich kaum enden wollte.
„Danke, dass Sie uns mitgenommen haben. Ist voll geil hier!“ So äußerte sich ein elfjähriges Mädchen aus Syrien begeistert gegenüber einem der Helfer. „Ein schöneres Kompliment für alle Helfer und Unterstützer kann ich mir kaum vorstellen“, so Volker Gringmuth. Und deshalb planen wir schon bald an einem weiteren Ausflug, der im Herbst stattfinden soll.
Doch ohne die finanzielle und begleitende Unterstützung des Kinderschutzbundes, der evangelischen Kirchengemeinde Bad Breisig, die ihren Kleinbus zur Verfügung stellte, und der teilweise spontanen und unerwarteten Hilfe von Bürgern und Sponsoren hätten wir den Ausflug mit fast 50 Personen kaum bewerkstelligen können, bringt es Karin Drewlani gegenüber unserer Zeitung auf den Punkt. Aber es hat sich gelohnt!
GedankenaustauschFoto: privat
Ausruhen im Bollerwagen des ZoosFoto: privat
Viel Freude hatten die Kinder beim Streicheln der TiereFoto: privat
