Theodor-Heuss-Realschule
Festakt zum 40-jährigen
Rektor i.R. Heinz Ludwig erinnert an die Anfänge
Meckenheim. Mit einem großen Festakt wurde das 40-jährige Bestehen der Theodor-Heuss-Realschule in Meckenheim gefeiert. Festlich wurde den Ehrengästen der Schule jeweils eine Rose von einem Schüler überreicht. Die erste Rose bekamen Bürgermeister Bert Spilles sowie seine Stellvertreterin Heidi Wiens. Schulleiterin Claudia Hessler eröffnete den Festakt unter dem Motto „THR in Bewegung“ und konnte auf ein umfangreiches Programm verweisen, welches von den einzelnen Schülern gestaltet wurde.
Karsten Belkot hatte in der Aula als ehemaliger Schüler vor Jahren auch schon begonnen, eigene Musik zu komponieren und diese wurde jetzt vom Jungen Streichquartett aus Bonn aufgeführt. Das Musical „Elecs Geheimnis“ von Lothar Becker wurde von der Klasse 6a aufgeführt und die Projektgruppen der Klassen 5 und 6 beschäftigten sich mit den Themen Zirkus und Cheerleader.
Einer der Höhepunkte des offiziellen Festaktes war jedoch die Ansprache des ehemaligen Rektors Heinz Ludwig, der an die Anfänge im Jahre 1976 erinnerte. Damals ging es am 30. August für 68 Mädchen und Jungen im Feuerwehrgerätehaus in Altendorf los. Es gab damals schlicht keine anderen Räume. Es gab lediglich zwei Klassen und zweieinhalb Lehrerstellen. „Aller Anfang ist schwer“, so Heinz Ludwig, der daran erinnerte, dass es natürlich auch keine Sportstätten gab und der Sportunterricht daher immer draußen stattfinden musste.
Von Altendorf ging es dann nach Merl, wo man Untermieter der Katholischen Grundschule Merl wurde. Anschließend ging es in die Räumlichkeiten im Ruhrfeld, welche heute als Sitzungssaal für den Rat genutzt werden. Fast zehn Jahre musste man dort mit den Räumlichkeiten vorlieb nehmen, die um Fallhäuser, Bungalows oder auch Baracken ergänzt wurden. Die Schülerzahlen waren zwischenzeitlich explodiert und erreichten vorerst mit 576 Schülern in 19 Klassen ihren Höhepunkt.
Danach ging es dann allerdings erstmal bergab, was auch daran lag, dass die Eltern die Räumlichkeiten am Ruhrfeld nicht mehr akzeptierten. Endlich ging es dann am 13. September 1988 in die neuen Räumlichkeiten. Zum Jubiläum wollte man damals eine Zeitung herausbringen, nur mit dem Foto hatte man so seine Probleme. Dieses Problem, so erinnerte sich Heinz Ludwig, konnte aber dank eines jungen Mitarbeiters in der Stadtverwaltung gelöst werden, der über ein hervorragendes zeichnerisches Talent verfügte - der jetzige Bürgermeister Bert Spilles. Später entwickelte sich die Schule bis zur Rekordzahl von mehr als 700 Schüler im Jahre 2003.
Bürgermeister Bert Spilles betonte in seiner Ansprache, dass Generationen von Heranwachsenden die Schule besucht haben und hier auf das weitere Leben vorbereitet wurden. Dass die Schule sich so gut entwickelt habe, werde auch daran deutlich, dass sehr viele ehemalige Schüler sich an der Jubiläumsfeier beteiligt haben. Bert Spilles betonte, dass Schule ein Ort sein müsse, wo das Lernen gelernt wird. Er sieht dies sogar als die wichtigste Kompetenz an, die Schule heute vermitteln kann. Sein Credo. „In der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft können sich nur diejenigen gut behaupten, die es gelernt haben, sich neue Kenntnisse anzueignen und die Spreu vom Weizen zu trennen. Lebenslanges Lernen wird deshalb mehr und mehr zu einem Grundpfeiler unserer Existenz.“
Die Stadt Meckenheim habe als Schulträger dabei stets versucht, optimale Bedingungen zu schaffen für Schüler und Lehrer. Spilles fuhr fort, dass die THR sich in Meckenheim einen guten Ruf erworben hat, der unverzichtbar sei, da Eltern sich heute sehr genau ansehen, auf welche Schule sie ihr Kind schicken. Die Theodor-Heuss-Realschule hat dabei aus Sicht des Stadtchefs ein unverwechselbares Profil entwickelt. Die Zusammenarbeit mit Hauptschule und Gymnasium am Schulcampus ist beispielhaft und gewährleistet ein hohes Maß an unbürokratischer Durchlässigkeit für die einzelnen Schüler. Unter starkem Applaus betonte Bert Spilles: „Die Stadt Meckenheim hat sich seit jeher für das dreigliedrige Schulsystem und seine Vorteile entschieden und sieht darin auch die Zukunftsfähigkeit des Meckenheimer Schulcampus.“ Der Campus stehe auch für die Bildungsoffensive und Familienfreundlichkeit der Stadt Meckenheim. Er betonte, dass an der THR von den Schülern etwas verlangt werde, diese aber auch gefördert würden und sich um jeden einzelnen Schüler bemüht würde. Nur in diesem Geist konnte Schule auch ein Ort der Begegnung werden und auch Bert Spilles sah es voller Wohlwollen, wie viele ehemalige Schüler sich an dem Schulfest beteiligten. Dem trug auch die Politik Rechnung, denn neben Bert Spilles war auch dessen Stellvertreterin Heidi Wiens und der erste Beigeordnete, Holger Jung, sowie Vertreter aller im Rat vertretenen Parteien zu dem Festakt erschienen. Sie genossen die beste Unterhaltung mit Musik der verschiedensten Genres.. Ebenfalls sehr sehenswert war eine Wanderausstellung über das Leben von Theodor Heuss, dem Namensgeber der Schule. STF
Mit einer Rose wurde die Verwaltungsspitze der Stadt Meckenheim beim Festakt begrüßt. Fotos: -StF-
