„Zintemaat“ 2018 war eine große Erfolgsstory
Festliche Stimmung in der Altstadt
Besucherinnen und Besucher trotzten dem schlechten Wetter
Meckenheim. Die Woche vor dem „Zintemaat“ gestaltete sich schwierig. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte gegen den verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des „Zintemaats“ geklagt und eine einstweilige Verfügung gegen die Genehmigung der Geschäftsöffnung erwirkt. Am Mittwoch vor dem „Zintemaat“ hatte das Verwaltungsgericht Köln dann der einstweiligen Verfügung von Verdi stattgegeben. Der verkaufsoffene Sonntag konnte also nicht stattfinden.
Der Meckenheimer Verbund hatte aber sehr schnell reagiert und beschlossen, dass die Geschäfte am Samstag und Montag bis 20 Uhr geöffnet bleiben. Verbunden war das Ganze mit einer Verlosungsaktion. So versuchte man, aus einer schwierigen Situation noch das Beste zu machen.
Deutlich schwieriger gestaltete sich die Situation mit dem Wetter, statt Schnee und Sonnenschein gab es tristes Novemberwetter, und das am 2. Advent. Das konnten weder Bürgermeister Bert Spilles noch Willi Wittges-Stoelben vom Meckenheimer Verbund einfach weglächeln. Aber es gilt ja der Grundsatz: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Und die Meckenheimer machten das Beste draus.
Musikalischer Beginn
So kamen am Freitagabend zahlreiche Besucher und erlebten erst Mick Ginster mit kölschen und besinnlichen Weihnachtsliedern und -texten und im Anschluss die Gruppe „Some Folks“.
Am frühen Samstagmorgen hieß es dann für die Bundenbetreiber leichte Regenschäden ausbessern und die Kannen für den Glühwein anschmeißen. Der Lions-Club schenkte Apfelpunsch aus und die heißen Waffeln dazu waren ebenso gut nachgefragt wie selbst gemachte Strümpfe. Das historische und nostalgische Kinderkarussell war vor allem von den allerkleinsten Kindern stets umschwärmt. Es gab nicht nur „kölsche Tön“ auf der Bühne, sondern auch rheinisches Essen wie frische Reibekuchen mit und ohne Grafschafter Goldsaft, aber stets mit frischem Apfelmus aus Meckenheimer Äpfeln.
Die Meckenheimer St. Sebastianus-Schützen hatten hierzu fünf Zentner Kartoffeln geschält. Die Reibekuchen waren ausgesprochen lecker und gingen im wahrsten Sinne des Wortes weg wie „warme Semmeln“. Für warme Getränke sorgten auch die Mitglieder des Meckenheimer Prinzenclubs. Die Prinzengarde hatte Albino-Glühwein im Ausschank, der deutlich weniger süß ist und aus weißem Wein hergestellt wird, dazu gab es leckere Würstchen aus einem Meckenheimer Betrieb. Und weil man bei den ganzen Kunsthandwerkern von nah und fern schnell mal stehen blieb, um sich das in Ruhe anzusehen, sorgte der VfL Meckenheim ebenfalls mit Glühwein dafür, dass man nicht erfrieren musste. Für den guten Zweck, nämlich die Abifahrt, sammelte das Konrad-Adenauer-Gymnasium an seinem Stand, wo man seine CD-Sammlung auf den neuesten Stand bringen konnte oder sich mit Lese- und Spielestoff versorgen konnte. Das alles wurde von einem bunten Bühnenprogramm unter der Leitung des fantastischen Moderators Friedel Groß von der Prinzengarde begleitet.
Den Auftakt machte jedoch der Chor der Katholischen Grundschule, der gemeinsam mit den Besuchern „Ihr Kinderlein kommet“ sang. Karin Weiss verzauberte als Märchenerzählerin sofort das Nachwuchspublikum und Mick Ginster gab auch am Samstagabend eine Kostprobe seiner „kölschen Tön“. Mit einem weihnachtlichen Jazzkonzert endete der Abend. Der Sonntag fing dank Dauerregens am Vormittag eher verhalten an, aber spätestens ab 15 Uhr hatten sich die Kinder aus Meckenheim eingefunden, um gemeinsam mit Friedel Groß auf der Bühne auf den Nikolaus zu warten. So wussten sie bestens Bescheid über Mitra und Bischofsstab und der Heilige Mann belohnte die Kinder mit dem „Zintemann“. Dreihundert „Zintemänner“ hatte die Bäckerei Mauel gespendet und der Nikolaus hatte nun das Vergnügen, diese an die Kinder zu verteilen, wobei die Helfer in den Buden auch beschert wurden. Doch vor dem Naschwerk musste der Nikolaus begrüßt werden. Gemeinsam sang man „O Tannenbaum“ und den modernen Weihnachtsklassiker „In der Weihnachtsbäckerei“. Da gibt es zwar viele Möglichkeiten von Texthängern, aber das ist kein Problem, wenn Peter Zachow im Hintergrund stets die richtigen Zeilen einwirft.
Post ans Christkind
Über das gesamte Wochenende hatten die Kinder die Möglichkeit, ihren Wunschzettel an das Christkind in einem speziellen Briefkasten zu deponieren. Dieser wurde dann auch vom Nikolaus geleert und er versprach, die Briefe sofort an das Christkind weiterzuleiten, sodass alle Kinder noch vor Weihnachten entsprechende Post bekommen werden.
Musikalisch endete der „Zintemaat“ mit einem Platzkonzert vom Fanfaren-Corps der Prinzengarde sowie dem Blasorchester der Stadtsoldaten. Am Ende gab es trotz vieler Widrigkeiten viele zufriedene Gesichter, vor allem für die Kinder war der Besuch sicherlich ein unvergleichliches Erlebnis, und wenn Weihnachten und Advent den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zauben, dann haben die Verantwortlichen mehr erreicht, als man das in Zahlen und Paragraphen ausdrücken kann.
STF
Leckere Reibekuchen gab es bei den Meckenheimer Schützen. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Gute Stimmung herrschte bei den Damen vom Lions-Club. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Weihnachtliche Klänge auf Kölsch mit Mick Ginster. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
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