Deutsches Rotes Kreuz Ahrweiler veranstaltet Azubi-Ausbildungstag bei der Sinziger Feuerwehr
Feuerwehr und Rettungsdienst trainierten Zusammenarbeit bei Unfällen
Sinzig. Die gute Zusammenarbeit und das Können der Einsatzkräfte entscheidet bei Verkehrsunfällen oft darüber, wie der Patient die Folgen eines schweren Crashs übersteht. Glücklicherweise gehören solche Einsätze auch nicht zum Alltagsgeschäft, umso wichtiger ist es sich intensiv auf diese Szenarien vorzubereiten. Aus diesem Grund fand der letzte Praxistag für die Auszubildenden im Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverbandes Ahrweiler e.V. bei der Freiwilligen Feuerwehr Sinzig statt. Insgesamt neun Rettungsassistenten im Praktikum und angehende Notfallsanitäter lernten den kompletten Samstag lang alles zum Thema medizinisch-technische Rettung Verletzter aus Fahrzeugen. Kompetente Hilfe für die Ausbildung kam dabei von Angehörigen der Sinziger Wehr.
Zu Beginn des Tages wurden den Rettungsdienstlern in einem kurzen Vortrag die Arbeitsweise der Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall vorgestellt und wertvolle Tipps zur Zusammenarbeit gegeben. Nach einem kurzen gemeinsamen Frühstück stand dann sehr viel Praxis auf dem Programm, insgesamt sechs Unfallfahrzeuge konnten dafür an den Stationen eingesetzt werden. An einer ersten Ausbildungsstation trainierten die Teilnehmer verschiedene Möglichkeiten eine Person schonend aus einem Fahrzeug auf die Trage des Rettungswagens umzulagern. Nachdem dies an einem normalen Auto gekonnt gemeistert war, wechselte man das Übungsobjekt zu einem LKW. Auf der speziellen Rettungsplattform, welche die Feuerwehr vor ihrem Löschfahrzeug platziert hatte, stehend wurde diese Aufgabe nun schon deutlich kniffliger. Richtig anstrengend wurde es dann bei der Simulation eines Verkehrsunfalls mit einer eingeklemmten Person. Je ein Team von Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiteten gemeinsam an der Befreiung des Verletzten. Während die Azubis unter den wachsamen Augen ihrer Praxisanleiter sich um die medizinische Versorgung des Patienten im PKW kümmerten, nahmen die Feuerwehrleute schweres technisches Gerät vor, um das Fahrzeug, um den Insassen herum, fachgerecht zu zerlegen. Hierbei waren ständige Absprachen und die Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen gefragt, um sicher in dem beengten Raum arbeiten zu können. Für die Auszubildenden war es wichtig die Möglichkeiten der Feuerwehr im Bezug auf Rettungstechniken und vorhandenen Werkzeugen kennen zu lernen , sowie die Vor- und Nachteile aus medizinischer Sicht für den Patienten abschätzen zu können. Nur dadurch ist es bei kommenden Einsätzen möglich „eine gemeinsame Sprache zu sprechen“ und zusammen den besten Weg für die Rettung des Verletzten zu finden. Während der Nachbesprechung zeigten sich die zuständigen Praxisanleiter des DRK um Boris Linden hochzufrieden mit der geleisteten Arbeit der Azubis. Auch von Feuerwehrseite aus sprachen die Ausbilder Thomas Meyer und Andreas Trog von einer sehr lehrreichen Erfahrung für beide Seiten. Während dem gemeinsamen Grillen zum Abschluss des Tages waren sich dann alle einig, dass dies ein sehr gelungener Ausbildungstag war, der gerne wiederholt werden darf.
Pressemitteilung
Freiwillige Feuerwehr Stadt Sinzig
Die Auszubildenden konnten während des Trainings die Möglichkeiten der Feuerwehr bzgl. der Rettungstechniken kennenlernen.
Zukünftig sollen Rettungsdienst und Feuerwehr während ihrer Einsätze eine „gemeinsame Sprache“ sprechen.
Die schonende Umlagerung aus einem Fahrzeug auf eine Trage war ebenso Bestandteil des Trainings.
Hier wurde das Szenario einer eingeklemmten Person nach einem Verkehrsunfall simuliert.
