Jahresabschlussübung des Löschzuges Winningen
Feuerwehr zeigte Einsatz!
Winningen. Folgendes Szenario war von den verantwortlichen aktiven Kameraden Jens M. und Jörg K. vorbereitet worden: Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Rhein-Mosel, Löschzug Winningen. Nach Aussage der Leitstelle handelte es sich um einen Wohnhausbrand in der oberen Bachstraße des historischen Weinortes. Personen würden sich gemäß Aussage eines Anwohners offensichtlich noch im Gebäude aufhalten. Brandursache anscheinend Arbeiten an einer Heizungsanlage im straßenseitigen Vorderhaus. Bei Eintreffen des Löschzuges - der Einsatzort war durch starke Rauchentwicklung gekennzeichnet - wurde nach kurzer Erkundung der Lage umgehend mit den erforderlichen Maßnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung begonnen.
Allein der Einsatz einer hauseigenen Nebelmaschine ließ die unter PA (Atemschutz) arbeitenden Trupps nur äußerst langsam in den noch vollständig möblierten Wohnräumen vorankommen. „Das Gerät „verraucht“ ein Wohnhaus so schnell und dicht, das ist sehr nah an der Realität und bringt so unsere Männer und Frauen dazu sich wie im Ernstfall zu verhalten,“
so von Seiten der Wehrleitung. Auch die Menschenrettung, es sollten sich vier Personen im Gebäude in unterschiedlichen Räumlichkeiten aufhalten, gestaltete sich teilweise als nicht gerade einfach, wurde jedoch professionell abgearbeitet .
Resümee bei der anschließenden Abschlussbesprechung: Es ist erkennbar, das die regelmäßigen Übungen und der Besuch von Lehrgängen, Erfolg zeigt. So auch, das die Kameraden/innen frisch Erlerntes an die Mitstreiter/innen weitergeben. Auch dankte man dem Eigentümer für die Zurverfügungstellung der Immobilie, denn dies unterstütze die Wehrmänner und -frauen, wenn immer wieder an abwechselnden Objekten geübt werden könne.
Vor dem Einrücken ins (Noch-)Gerätehaus am Marktplatz von Winningen hat es sich ein aus einer überaus misslichen und lebensbedrohlichen Lage aus einem Weinberg geretteter Winninger Mitbürger nicht nehmen lassen, den Florianern persönlich seinen Dank auszusprechen. (Zitat:) „Als ich hörte, dass die Feuerwehr anrückt, dachte ich, jetzt wird alles gut.“ Es wurde betont, welch hohen Stellenwert die Mitglieder freiwilligen Wehren im öffentlichen Leben darstellen, was jedoch oftmals verkannt würde.
„Dennoch ist die Personaldecke immer noch dünn,“ so Wehrführer Th. Pelzer. „Durch Wegzug auf Grund eines Studiums, Schichtarbeit etc. fehlen uns aktive Kräfte. Interessierte im Alter zwischen 16 und 50 sind uns jederzeit willkommen. Die Arbeit bei der Wehr ist zwar kein Ponyhof, doch geben wir, scherzhaft gemeint gerne zur Einführung einen Kuschelkurs.“
In den letzten Jahren konnte der Nachwuchs überwiegend aus den Angehörigen der Jugendfeuerwehr herangezogen werden. Auch hier wirbt die Wehr verstärkt um weitere Mitglieder.
