Die Pflanzenwelt am Bausenberg
Floristische Exkursion des NABU-Ahrweiler
Teilnehmer lernten die lokale Flora kennen
Kreis Ahrweiler. Vor Kurzem trafen sich 25 interessierte Teilnehmer auf dem Mitfahrerparkplatz in Niederzissen (A61) zu einer botanischen Exkursion, um die Flora des Bausenbergs kennenzulernen. In diesem Jahr wurden die krautigen Pflanzen etwas in den Focus gerückt. Besonderen Wert legte die Leiterin Andrea Brinkhoff dabei auf die Unterscheidungsmerkmale verschiedener Arten einer Gattung. Die Veilchenarten nebst mannigfaltiger Hybriden am Wegesrand boten reichlich Anschauungsmaterial. Auch die verschiedenen Hahnenfuß- und Taubnessel-Arten des Gebietes wurden ausführlich besprochen.
Eine besondere Herausforderung für die Teilnehmer waren die verschiedenen Kreuzblütengewächse auf einer offenen Fläche am oberen ehemaligen Steinbruch. Mauer-Felsenblümchen, Frühlings-Hungerblümchen, Behaartes Schaumkraut, Acker-Schmalwand und Durchwachsenblättriges Hellerkraut zu unterscheiden und sicher im Gelände anzusprechen war ein weiteres Ziel dieser Exkursion.
Natürlich wurden auch einige Besonderheiten der Bausenbergflora gezeigt. Das Männliche Knabenkraut erfreute mit seinen offenen Blüten schon zu Beginn der fünf Kilometer langen Wanderung die Herzen der Teilnehmer. Von der Vogel-Nestwurz konnten nur die alten Samenstände begutachtet werden, dafür fand man aber große Bestände des Dunklen Lungenkrauts und der Frühlings- Schlüsselblume. Über den kleinen Bestand des Atlantischen Hasenglöckchens wurde rege diskutiert. Der Genfer-Günsel konnte mit einem Prachtexemplar des Kriechenden Günsels verglichen werden. Gegen Ende der etwa vierstündigen Führung wurde als krönender Abschluss noch ein kleiner Bestand des Knöllchen-Steinbrechs gezeigt. War diese Art in früheren Jahren noch auf einigen Wiesen verbreitet, so gibt es heute leider nur noch einen kleinen Restbestand.
Pressemitteilung des
NABU Kreis Ahrweiler
