Allgemeine Berichte | 20.02.2016

Workshop des RheinAhrCampus mit Geflüchteten und Studierenden

Flüchtlinge wollen 2016 zu ihrem besten Jahr machen

Persönliche Ziele im Detail definieren und konkrete Handlungsschritte benennen

Alle Teilnehmer profitierten von den gemeinsamen Erfahrungen und starten motiviert ins neue Jahr. privat

Remagen. „Das hat uns viel gebracht“, war die einhellige Meinung, als sich am RheinAhrCampus über 20 Flüchtlinge, die Remagen ihre neue Heimat nennen, zusammen mit sechs Studierenden zu einem Workshop trafen. Dank der Aktivitäten der Stadt und der aktiven Ehrenamtlichen in Remagen und Umgebung, stecken die Flüchtlinge schon mitten im Integrationsprozess in Deutschland und viele sprechen schon nach wenigen Monaten Aufenthalt erstaunlich gut Deutsch. Dr. Laurent Borgmann, Leiter des Bereichs Sprachen/Internationales am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz, organisierte jetzt zusammen mit Studierenden der Hochschule einen Workshop mit dem Ziel, Perspektiven für ein erfolgreiches Jahr für die Geflüchteten zu formulieren. So kamen 26 Teilnehmer aus sieben verschiedenen Ländern unter anderem aus Somalia, Syrien und Eritrea zusammen. Die Studierenden hatten Kleinigkeiten wie Saft und Kekse vorbereitet, während die Flüchtlinge ihr hausgemachtes traditionelles Essen, wie zum Beispiel eine Art „Samosa“ aus Somalia, mitbrachten. Nach einer Vorstellungsrunde fing das Programm an: Zunächst fragte Dr. Borgmann die Teilnehmenden, welche konkreten Ziele sie für ihr Leben in Deutschland im Jahr 2016 haben. Die Antworten waren sehr unterschiedlich: Ein graduierter Student aus Syrien würde gern in einer Apotheke arbeiten können, eine Frau aus Somalia wäre froh, wenn sie anderen Geflüchteten bei den ersten Schwierigkeiten nach der Ankunft in Remagen helfen könnte und wieder ein anderer Teilnehmer wünschte sich gleich Frieden auf der ganzen Welt. Unter der Anleitung von Dr. Laurent Borgmann und Dr. Rashimah Rajah lernten die Teilnehmer, ihre Ziele in Zwischenziele zu unterteilen und diese dann relevant und realistisch als konkrete Aufgaben für die nächsten Wochen zu formulieren. So wurde die „SMART“-Methode als Erfolgsstrategie an die Flüchtlinge weiter gegeben. „SMART“, steht für „Specific, Measurable, Achievable, Relevant, Timely“ (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden) und ist eine beliebte Strategie, praktisch in jedem Bereich Ziele so konkret zu beschreiben und zu formulieren, dass man sie tatsächlich erreichen kann. Angewendet werden kann die Methode überall, ob im akademischen Kontext, im Beruf oder im Alltagsleben. In dem Workshop arbeiteten die Teilnehmer mit vorbereiteten Tabellen daran, ein persönliches Ziel für 2016 im Detail zu definieren und konkrete Schritte zu benennen mit denen sie sich erfolgreich in die Gesellschaft in Deutschland integrieren können. Im Vordergrund stand der Gedanke, dass das Jahr 2016 durch eigene Anstrengung und Selbstorganisation zum erfolgreichsten Jahr der Geflüchteten wird. Nacima Mohamed Iman strahlte am Ende des Abends: „Ich habe von dieser Erfahrung viel profitiert und ich finde es sehr nett, dass solche Seminare hier an der Hochschule für uns organisiert werden. Ich kann es nur weiter empfehlen, wenn man sich schnell weiter entwickeln möchte in Deutschland“. Dr. Borgmann betont: „Die Flüchtlinge in Remagen sind zum Teil hoch motiviert und möchten sich entwickeln und wir sind froh, dass wir ihnen eine Gelegenheit bieten können, der Erfüllung ihrer Träume näher zu kommen“. In seiner Veranstaltung „International Business Simulations“ organisiert er seit November auch andere Treffpunkte, wie internationale „Waffel-Tage“ für internationale Studierende und Geflüchtete, ein Internationales Café und ein Tisch-Fußball-Turnier um Flüchtlinge, Studierende und Ehrenamtliche einander näher zu bringen.

Pressemitteilung

RheinAhrCampus

Alle Teilnehmer profitierten von den gemeinsamen Erfahrungen und starten motiviert ins neue Jahr. Foto: privat

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