Allgemeine Berichte | 15.05.2026, 12:08 Uhr

Weder sei die Finanzierung sichergestellt, noch sei die Einreichung notwendiger Genehmigungsanträge nachgewiesen worden.

Flutopfer-Denkmal: Laut Stadt hält Verein Zusagen nicht ein

So soll das Flut-Denkmal in Bad Neuenahr-Ahrweiler aussehen. Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Irritiert reagiert die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler auf jüngste Presseberichte zum Projekt „DenkAHR“, das als Anlauf- und Gedenkstelle für Flutbetroffene durch den Verein DenkAHR e.V. umgesetzt werden soll. In der Presse ließ sich der Initiator des Projektes Jochen E. Diedenhofen mit der Aussage zitieren, er erwarte von Seiten der Verwaltung die Freigabe und die für die Realisierung des Projektes erforderlichen Unterlagen. Diese Erwartungshaltung überrascht deshalb, weil der Verein bereits seit mehreren Wochen und trotz wiederholter Erinnerung seinerseits wesentliche Informationen und Nachweise zu dem Projekt schuldig bleibt.

Konkret geht es um die Vorbereitung einer Nutzungsvereinbarung über den vorgesehenen Standort im städtischen Kaiser-Wilhelm-Park. Die Stadt hat sich bereits frühzeitig zur Unterstützung dieses Projektes bereit erklärt, dem Verein die Fläche kostenfrei zu überlassen. Hierzu hat auch der Stadtrat im März 2025 seine Zustimmung erteilt und den konkreten Standort im Januar 2026 beschlossen. Die Umsetzung des Projektes, wozu auch die Finanzierung, das Baurecht, etwaige Ausgleichsverpflichtungen sowie Verkehrssicherungs- und Unterhaltungsverpflichtungen gehören, obliegt jedoch unzweifelhaft dem Verein DenkAHR e.V.

Voraussetzung für die Bereitstellung der Fläche ist daher nach gemeinsamer Absprache, dass der Verein die Erledigung der ihm obliegenden Aufgaben nachweist. In der letzten gemeinsamen Abstimmung Anfang März 2026 hat der Verein deutlich gemacht, dass die Voraussetzungen für die Erarbeitung einer Nutzungsvereinbarung für die avisierte Fläche noch nicht erfüllt sind. Weder ist die Finanzierung sichergestellt, noch wurde die Einreichung notwendiger Genehmigungsanträge nachgewiesen. Und hierbei handelt es sich nur um die wesentlichsten Punkte, da auch weitere Fragen weiterhin offen sind.

Da der Verein seine der Stadt gegenüber getätigten Zusagen bis zum heutigen Tage nicht eingehalten hat, können die jüngsten Aussagen des Initiators des Projektes im Rathaus nicht nachvollzogen werden. Im Interesse des aus Sicht der Stadt auch weiterhin unterstützenswerten und für die Gedenkkultur nach der Flutkatastrophe wertvollen Projektes, bittet die Stadtverwaltung die Mitglieder des Vereins darum, die für den Fortgang des Projektes wesentlichen Zusagen einzuhalten. Eine weitere öffentliche und in der Sache nicht gerechtfertigte Zuweisung von Verantwortung an die Stadt, ist hingegen für den Fortschritt des Projektes „DenkAHR“ sicherlich nicht hilfreich.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

So soll das Flut-Denkmal in Bad Neuenahr-Ahrweiler aussehen. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Auftrag, Nr. AF2026.000438.0, September 2026
Pellenzer Lehrstellenbörse
50 Jahre Jugendfeuerwehr Weißenthurm
Jobmesse am Nürburgring 2026
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
1132

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Bald geht es wieder los und Bad Neuenahr wird zum Rummelplatz.  Foto:DU
354

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vom Freitag, 2., bis Dienstag, 6. Oktober, verwandelt sich Bad Neuenahr wieder in eine große Kirmes- und Flaniermeile. Mehr als 50 Schaustellerinnen und Schausteller bringen mit Fahrgeschäften, Spielbuden, Imbiss- und Süßwarenständen jede Menge Unterhaltung und Kirmesstimmung mitten in die Innenstadt. Auch in diesem Jahr wird das Veranstaltungsgelände erweitert, denn die Fläche am Alten Markt wird in die Kirmes einbezogen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Daniel Ramershoven dankt den Kunden und seinen Mitarbeitern*innen für die Jahrzehntelange Treue.
2194

- Anzeige -Traditionsunternehmen Ramershoven schließt seine Geschäfte am Marktplatz

Ein Stück Mayen sagt leise „Auf Wiedersehen“

Mayen. Es ist eine Nachricht, die viele Menschen in Mayen mit Wehmut aufgenommen haben: Das traditionsreiche Unternehmen Ramershoven wird seine beiden Geschäfte am Mayener Marktplatz zum 31. Oktober 2026 schließen. Damit endet eine lange und prägende Geschichte des stationären Einzelhandels in der Innenstadt.

Weiterlesen