Ehrenamtliche im Einsatz zur Qualitätssteigerung bei Ausbildung und Training der Rettungskräfte
Förderverein organisiert Abbrucharbeiten im Krankenhaus
Adenau. Begonnen mit der Initiative „Unser Notarzt“ im Rahmen des Fördervereins St. Josef Krankenhaus Adenau im Jahre 2014 ist viel passiert und so konnte der Vorsitzende Bernd Schiffarth immer wieder Spendengelder entgegen nehmen. Denn genau darum geht es: Spenden zu sammeln und ehrenamtlich Hilfe zu leisten um das Krankenhaus attraktiv auszustatten und am Standort in Adenau zu sichern. Nachdem der Förderverein sich intensiv um die Abdeckung der notärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gekümmert hat, steht jetzt ein weiterer Schritt zur Qualitätssicherung des Adenauer Krankenhauses auf dem Programm. Die direkte Nähe zum Nürburgring erfordert mit seinen Großveranstaltungen auch ein Umdenken im Krankenhaus. Hier nimmt die Gefahr von Terroranschlägen und Massenanfall von Verletzten zu und da müssen die Rettungsdienste, Polizei, Feuerwehr und Veranstalter bis hin zum Krankenhaus perfekt koordiniert sein. Das St. Josef Krankenhaus in Adenau gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung und benötigt zur Qualitätssteigerung bei der Ausbildung und beim Training aller Rettungskräfte zusätzliche Räumlichkeiten.
Unterstützung benötigt
Das Krankenhaus Adenau braucht daher finanzielle Unterstützung zum Ausbau eines Notversorgungszentrums im Krankenhaus. So wurde in diesem Jahr, im Zuge einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Entwicklungsplanung für das St. Josef Krankenhaus Adenau, an der auch Prof. Dr. Masanneck von der Marienhaus GmbH beratend teilnahm, in einem ersten Ausbauschritt die Schaffung von geeigneten Räumen für eine duale Nutzung beim „Massenanfall von Verletzten“ und gleichzeitiger Nutzung dieser Räume für ein „Simulationszentrum“ vorgeschlagen. Das erklärte der erste Vorsitzende vom Förderverein Bernd Schiffarth wissen. Nachdem die Raumplanung stand und die ehemalige Bäder- und Röntgenabteilung ausgemacht war, konnten die Arbeiten beginnen. Dies geschah dann auch ohne finanzielle Mittel, durch die ehrenamtlichen Hilfede „Adenauer Hammerzunft“, die mit rund 20 Helfern in mehr als 700 Arbeitsstunden die umfangreichen Abbrucharbeiten übernahm.en Da konnten die Männer der Hammerzunft zeigen, dass sie vom Fach sind und ihr Handwerk verstehen. Dass auch noch zwei Bauunternehmer der Zunft angehören, machte die Sache des Ehrenamtes perfekt, so dass ein kleiner Elektrobagger, Radlader sowie LKW bei der staubigen Arbeit zum Einsatz kamen. Denn hier wurde in kürzester Zeit, in nur rund zwei Wochen, eine ganze Abteilung entkernt, bei der auch Hilfe vom Krankenhaus kam wo Alfred Pitzen von der Kaufmännischen Leitung selbst zur Schaufel griff und die Krankenhausküche die Männer mit Speis´ und Trank bei Laune hielt. Nun können die erforderlichen Baupläne fertiggestellt werden und die Umbauarbeiten nach deren Genehmigung so bald als möglich beginnen. „Wir erwarten hier eine positive und vor allem eine zeitnahe Entscheidung der Marienhaus GmbH,“ so der Vorsitzende vom Förderverein. Inzwischen sorgt der Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau für die notwendige Ausstattung der Räume. So wurde bereits mit einer fünfzigprozentigen Förderung aus dem LEADER-Programm der EU ein „Simulations-Trainingsset“ mit drei Simulationspuppen, vom Baby, Jugendlicher und Erwachsener im Gesamtwert von 75.000 Euro beschafft, an denen computertechnisch alle denkbaren krankheits- und verletzungsbedingten Situationen extrem realistisch trainiert werden können. Darüber hinaus ist ein weiterer Förderantrag von 50.000 Euro aus dem Leader Programm vorbereitet, der eine Notfalleinheit (Spezialtragen, Versorgungszelt, Transportvorrichtung) für 30 Personen umfasst, die unter andrem bei einem Massenanfall von Verletzten in den dann neu geschaffenen Räumen eingesetzt werden kann.
Dank an die Ehrenamtler
Für den ungewöhnlichen Arbeitseinsatz zur Vorbereitung des Notversorgungszentrums hatte der Förderverein und das St. Josef Krankenhaus Adenau jetzt die ehrenamtlichen Helfer von der Hammerzunft zum Grillabend in die Cafeteria eingeladen um danke zu sagen. Für Alfred Pitzen von der Kaufmännischen Leitung des St. Josef Krankenhauses war es ein Arbeitseinsatz bei dem Hand in Hand gearbeitet wurde und das von jung bis alt, wobei der jüngste gerade mal 15 Jahre alt und der älteste mit Willi Kiesewalter einen Tag vor dem Arbeitseinsatz seinen 85. Geburtstag feierte. Da gab es dann auf der Baustelle auch noch ein Geburtstagsgeschenk vom Vorsitzenden Bernd Schiffarth. „Diese Hilfeleistung betrachten wir insbesondere auch als eine Solidaritätsbekundung von Förderverein und Hammerzunft für unser Adenauer Krankenhaus, zu dem wir alle vorbehaltlos stehen,“ so Bernd Schiffarth bei seinem Dank an die Ehrenamtlichen. UM
Verpflegung von den Küchenfrauen.
