Forstamtes Adenau errichtet Hinweistafel und Ruhebank
Förster wird für weitsichtiges Handeln geehrt
Adenau/Altenahr. Als Dank für eine weitsichtige und vorbildliche Waldbewirtschaftung ehrte das Forstamt Adenau den pensionierten Revierförster Wolfgang Erdmenger mit einer Hinweistafel und einer Ruhebank für seine Verdienste um die Wacholderheiden bei Beilstein. Wolfgang Erdmenger bewirtschaftete von 1968 bis 1992 das Forstrevier Weidenbach und erkannte frühzeitig den besonderen ökologischen Wert der ehemaligen Wacholderheiden, die im 18. und 19. Jahrhundert durch die Beweidung mit Ziegen und Schafen entstanden.
Heute sind sie Heimat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten und ein echtes Relikt dieser speziellen Landnutzungsform, die in der Eifel sehr weit verbreitet war. „Statt die Wacholderheiden in Nadelholzbestände umzuwandeln, wie es andernorts noch häufig üblich war, begann Förster Erdmenger durch vorsichtige Entnahme der über dem Wacholder wachsenden Kiefern und Fichten, die absterbende Wacholderheide zu pflegen“, berichtet Jürgen Wagner vom Forstrevier Heckenbach.
„Der Wacholder reagierte mit einer ungeahnten Naturverjüngung im Halbschatten der Kiefern und entwickelte sich zu einem einmaligen, in Teilbereichen bürstendichten und undurchdringlichen Wacholderwald.“
Das Forstamt Adenau organisierte für den Forstverein Rheinland-Pfalz/Saarland eine Exkursion zu diesem Thema.
Die Teilnehmer waren begeistert von dem Ergebnis der Wacholderpflege und dem dazu notwendigen geringen finanziellen Aufwand. Seit 1992 organisiert nun Jürgen Wagner, als Nachfolger von Wolfgang Erdmenger die Wacholderpflege bei Beilstein und am Wiwwelsberg, die sich im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz und des Eifelvereins Bonn befinden. Obwohl die Flächen nie als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden, erfolgt ihre Bewirtschaftung in diesem Sinne. Anlässlich eines Besuchs freute sich der inzwischen 88-jährige Pensionär Erdmenger sehr über das Ergebnis „seiner Wacholderpflege“ und über die ihm zu Ehren errichtete Schautafel.
Der stolze Pensionär Wolfgang Erdmenger (rechts) und Förster Jürgen Wagner vor der neu errichteten Informationstafel auf der Wacholderheide Beilstein.
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