Allgemeine Berichte | 22.06.2020

Buch über Einwohner im Amt Montabaur von 1545 bis 1702

Forschungsmaterial für Familien- und Heimatforscher

Umfangreiches Werk mit Informationen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert

Heinz-Kurt Rompel u. Thomas Keul (v. li.). Foto: Thomas Keul

Montabaur. Thomas Keul (53) aus Breitenau und Heinz-Kurt Rompel (79) aus Netzbach, die sich vor einigen Jahren zufällig bei der Suche nach Vorfahren aus dem Raum Wirges in ihren eigenen Familien im Limburger Diözesan-Archiv kennenlernten, haben es sich zur Aufgabe gemacht, Einwohner-, Steuer- und Untertanenlisten aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu übertragen.

Diese Listen werden durch die Veröffentlichung in einem umfangreichen Buch damit auch solchen Personen zugänglich gemacht, die mit der alten Schrift (genauer: den vielen individuell verschiedenen Schriften) nicht so zurechtkommen, oder nicht die Möglichkeit haben, die Archive selbst zu besuchen. In erster Linie dürfte dies für Familien- und Heimatforscher von Interesse sein. Die Übertragungen werden aber auch in Form von Dateien den fünf beteiligten Archiven (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Landesarchiv Koblenz, Stadtarchiv Trier, Fürstlich Wiedisches Archiv Neuwied und Archiv Graf von Walderdorff Molsberg) zur Verfügung gestellt.

Das Gebiet, das in diesem Buch bearbeitet ist, besteht im Wesentlichen aus dem Amt Montabaur, das neben der heutigen Verbandsgemeinde auch die Kirchspiele Helferskirchen, Holler, Hundsangen, Kirchähr, Meudt, Nentershausen, Salz und Wirges umfasste. Dieser relativ kleine Raum war damals unter verschiedene Landesherren aufgeteilt, dieses kommt besonders zum Ausdruck, wenn man die vielfältigen Leibeigenschaften sieht. Dabei ist die nachfolgende Übersicht noch längst nicht vollständig: Arnsteinisch, Trierisch, Nassauisch (mit verschiedenen Untergruppen), Königsteinisch, Reiffenbergisch, Molsbergisch (Walderdorff), Irmtraudisch, Steinisch, Isenburgisch, Saynisch, Wiedisch, Westerburgisch, Hiltges (Hilchen von Lorch).

Die älteste der insgesamt 26 Listen ist eine Türkensteuerliste der Grafschaft Diez aus dem Jahr 1545, als ihr Gebiet, noch vor dem Diezer Teilungsvertrag von 1564, bis weit in den Westerwald hinein reichte. Die jüngste im Buch enthaltene Liste ist die Steuerliste des Amts Montabaur von 1702.

Für die Familienforschung von herausragender Bedeutung ist vielmehr, dass in den unzähligen Nachträgen aus jeweils späteren Jahren berichtet wird, was aus einzelnen Personen geworden ist, vor allem in Bezug auf Heiraten, noch vor Beginn der Kirchenbücher.

Abgerundet wird das Buch durch einen Anhang mit Karten des Gebiets um Montabaur, einem alphabetischen Verzeichnis der rund 125 vorkommenden Orte (von denen manche in bis zu 15 verschiedenen Listen erscheinen), einer Erklärung von Vornamen sowie einer Übersicht über Währung, Gewichte und Maße. Das Buch (DIN A 4-Format) im Festeinband umfasst fast 570 Seiten und ist bei den Autoren zu beziehen unter bannmontabaur@gmail.com.

Heinz-Kurt Rompel u. Thomas Keul (v. li.). Foto: Thomas Keul

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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