Allgemeine Berichte | 28.03.2025

Landrat Achim Hallerbach verlieh Auszeichnung der Johanna-Loewenherz-Stiftung an Johanna Maria Fritz und Sonja Hirschberger

Fotografin und Anwältin teilen sich Ehrenpreis

Landrat Achim Hallerbach und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, Daniela Kiefer, ehrten die Fotografin Johanna Maria Fritz und die Anwältin Sonja Hirschberger. Für ihre beruflich im Auslandseinsatz tätige Tochter nahm deren Mutter Daniele Fritz (neben Landrat Achim Hallerbach) den Preis entgegen.Foto: Thomas Herschbach

Kreis Neuwied. Das Loewenherz schlägt im Jahr 2025 gleich doppelt stark. Im Neuwieder Roentgen-Museum hat Landrat Achim Hallerbach jetzt den Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung an die Fotografin Johanna Maria Fritz und die Anwältin Sonja Hirschberger verliehen. Für ihre, beruflich im Auslandseinsatz tätige, Tochter nahm deren Mutter Daniele Fritz sichtlich stolz, gerührt und mit bewegenden Dankesworten den Preis entgegen. Die Ehrenpreisträgerin 2025 war aber zumindest über eine Video-Grußbotschaft trotzdem präsent.

Mit dem Ehrenpreis der Johanna-Loewenherz-Stiftung werden in regelmäßigen Abständen diejenigen Frauen gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die Stellung der Frau in der Gesellschaft verdient gemacht haben oder aber herausragende Leistungen in Wissenschaft, Literatur oder sonstigem Kunstschaffen für sich verbuchen können.

„Auch mehr als 40 Jahre nach ihrer Gründung ist unsere Johanna-Loewenherz-Stiftung die einzige kommunale Frauenstiftung in ganz Rheinland-Pfalz,“ erinnerte Landrat Achim Hallerbach daran, dass der Landkreis Neuwied sein Engagement für die Belange von Frauen ernst nimmt und dies auch nach außen hin dokumentiert. Insofern haben die Preisträgerinnen selbst bereits eine beachtliche Lebensleistung vorzuweisen:

So zählt Johanna Maria Fritz trotz ihrer jungen Lebensjahre sogar international zur Riege der renommiertesten Fotografinnen unserer Zeit. Vom Time Magazine wurde die 30-jährige zu einer der „34 brillanten Fotografinnen“ der Welt gekürt, Dabei konnte sie sich in einem nach wie vor von Männern dominierten Beruf als Spezialistin für „hard news“ wie Krieg, Hungersnöte, Verfolgung und politische Unruhen durchsetzen. In ihrem dokumentarischen Einsatz für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen hat sie stets auch Schicksale von Frauen im Blick.

„Johanna Maria Fritz hält der Weltöffentlichkeit den Spiegel vor: Sie lässt nicht zu, dass wir die Augen verschließen vor dem Leid, das Menschen widerfährt und angetan wird. Ihre Fotografien ziehen uns in den Bann, sie erzählen mehr als Geschichten, sie zeigen die Wahrheit“, stellt Landrat Achim Hallerbach respektvoll fest. Dem konnte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Daniela Kiefer ohne Abstriche zustimmen: „Namensgeberin und Preisträgerin eint die Leidenschaft zur eigenen Berufung und der starke Wille zu gestalten.“

Beim Blick für die Schicksale von Frauen konzentriert sich die zweite Preisträgerin Sonja Hirschberger auf das juristische Parkett. Die Fachanwältin für Familienrecht bietet auf ehrenamtlicher Ebene kostenlose Beratung für Frauen, die Gewalt erfahren haben, im Frauenzentrum Bad Honnef an. „Durch ihre Unterstützung der Opfer macht Sonja Hirschberger Frauen Mut; somit ist sie auch Wegbereiterin für ein eigenständiges und unabhängiges Leben in der Gesellschaft,“ vermerkte Daniela Kiefer, anerkennend. In diesem Sinne stellte auch die so Gelobte Parallelen zum Vermächtnis von Johanna Loewenherz auf: „Wir beide rufen zu einem selbstbestimmten Leben auf!“

Im Hinblick auf die Problematik der Gewalt gegen Frauen ist die traurige Statistik eindeutig: Jede vierte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt durch ihren Partner oder den Ex-Partner. Diese Frauen werden aufgrund ihres Geschlechts durch Machtmissbrauch Opfer von Gewalt. „Hier offenbart sich ein gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem, dem wir uns alle vehement entgegenstellen müssen. Im Landkreis Neuwied sind wir deshalb aktuell dabei, einen eigenen Frauennotruf aufzubauen, beim Land setzen wir uns ebenfalls für die Schaffung eines Frauenhauses ein. Trotz unserer Stiftung bleibt hier viel zu tun und ganz im Sinne unserer Stiftungsgeberin Johanna Loewenherz fühlen wir uns dieser Aufgabe verpflichtet,“ richtete Landrat Achim Hallerbach sein Augenmerk über die Ehrenpreis-Verleihung hinaus.

Komplettiert wurde der festliche Anlass durch einen musikalischen Reverenzrahmen. Von der Musikschule der Stadt Neuwied unter Leitung von Martin Geiger sorgten Evelyn Warjuschin und die beiden Schwestern Ariane und Carina Kirst de Pedro am Flügel für die festlich-stimmungsvolle Note.

Pressemitteilung Kreisverwaltung Neuwied

Landrat Achim Hallerbach und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, Daniela Kiefer, ehrten die Fotografin Johanna Maria Fritz und die Anwältin Sonja Hirschberger. Für ihre beruflich im Auslandseinsatz tätige Tochter nahm deren Mutter Daniele Fritz (neben Landrat Achim Hallerbach) den Preis entgegen. Foto: Thomas Herschbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
  • Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, haben wir in aktueller Sache in Neuwied gesehen. Hier wurden an einer Schule im Rahmen einer Umgestaltung 3 einhundert Jahre alte nachweislich gesunde...
  • Boomerang : Seit 2011 eine Frau durch einen herabstürzenden Ast in d Rheinanlagen ums Leben kam will keiner mehr für die Sicherheit verantwortlich sein. Mit alten Bäumen ist es wie mit alten Menschen, die können weg und machen nur Arbeit.
  • Bernd Hilger: Und wann wird sie für den Verkehr freigegeben ?
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
MAYA Azubi Messe
First Friday Anzeige Februar
Zukunft trifft Tradition KW 10
MAYA 2026
BSW-Gesamt
Thomas Scharbach
Empfohlene Artikel

Remagen. Am 27.02.2026 fand der Abschluss der Ada-Lovelace-AG am Campus Remagen der Hochschule Koblenz statt. Das Ada-Lovelace-Projekt fördert Mädchen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und bietet ihnen die Möglichkeit, technisches Wissen praktisch zu erlernen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Täter hatte Seniorin vor ihrer Wohnung abgepasst

05.03.: Raubversuch in Köln: Unbekannter Mann verletzt 89-Jährige

Köln. Nach einem Raubversuch auf eine 89 Jahre alte Kölnerin sucht die Polizei Köln nach einem etwa 1,75 Meter großen und etwa 25 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und blonden kurzen Haaren. Der Tatverdächtige hatte zum Tatzeitpunkt graue Oberbekleidung sowie ein Tuch vor Mund und Nase getragen.

Weiterlesen

Meckenheim. Eine Ermittlungsgruppe der Kripo Köln hat am Mittwochmorgen (4. März) Haftbefehle gegen zwei 36- und 27-jährige mutmaßliche Räuber in deren Wohnungen in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis) vollstreckt. Gleichzeitig durchsuchten die von Bereitschaftspolizisten und Finanzermittlern unterstützten Fahnder auf richterliche Anordnung die Wohnräume und stellten Beweismittel sicher. Bei dem Jüngeren beschlagnahmten sie einen sechsstelligen Bargeldbetrag.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Daueranzeige
Werbeplan 2026
Essen auf Rädern
Daueranzeige 2026
Start in den Frühling
Unterstützeranzeige -Theisen-
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, März 2026
+Hospimed
Innovatives rund um Andernach
Anzeige "Rund ums Haus"
Angebotsanzeige (März)
Unterstützeranzeige -Nink-
Rund ums Haus
"Zukunft trifft Tradition" KW 10