- Anzeige - Neue Ausstellungsfläche im Geysir-Zentrum eröffnet
Foyer zum Steinbruch weiterentwickelt
Andernach. Das Geysir-Zentrum ist um eine weitere Attraktion reicher. Am vergangenen Freitag war es so weit – es wurde Eröffnung im Beisein zahlreicher politischer Vertreter, den Handwerkern, Sponsoren und Mitarbeitern gefeiert. Im Erdgeschoss ist die Kulisse eines ehemals industriell genutzten und offengelassenen Steinbruchs entstanden, in dem jetzt Forscher dem Vulkanismus und den mit ihm verbundenen Phänomenen auf der Spur sind. Die Besucherinnen und Besucher beginnen, ihre Entdeckerreise zum Thema Vulkanismus und Geysir also nicht mehr „nur“ in einem Foyer, sondern sie tauchen direkt in eine andere Welt ein. Dafür wurden die aufwendigen Kulissen extra entworfen, hergestellt und eingebaut. Ob Felswände, Forscherzelt oder Reste der ehemals industriellen Nutzung wie Armaturen, Anzeigen und Stahlträger – die Gäste sind direkt im Thema und werden zum Vulkanschlot geleitet, durch den sie mit dem Aufzug hinunter in die unterirdischen Stollen und zu den Geheimnissen des Erdinneren gelangen. Dort treffen die Besucherinnen und Besucher dann auch das Kohlenstoffdioxid – den Antrieb für den Geysir. Die Reise des Kohlenstoffdioxids durch die Erdschichten hindurch bis hin zum Ausbruch des weltgrößten Kaltwasser-Geysirs kann hier hautnah miterlebt werden. Neu ist übrigens auch die Kaue, ein Überbau über einem Bergwerksschacht, der von den Arbeitern als Aufenthalts- oder Umkleidemöglichkeit (Waschkaue) genutzt wird. Dieser einer Kaue nachempfundene Bereich im Erdgeschoss kann als Ausstellungsfläche, Workshop-, Schulungs- oder Filmvorführungsraum genutzt werden. Oberbürgermeister Achim Hütten zeigte sich begeistert von der neuen Attraktion. „Wir dürfen trotz der nach wie vor sehr hohen Besucherzahlen keinen Stillstand zulassen. Eine Ausstellung muss kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Das ist mit der Steinbruch-Idee hervorragend gelungen. Die rund 400.000 Euro sind sehr gut investiert“, so Hütten. Christian Heller, Geschäftsführer der „Geysir.Info“, betont: „Uns war es wichtig, dass wir eine Trennung zwischen dem Kassenbereich und dem Ausstellungsbeginn schaffen. Die Besucherinnen und Besucher sollen, nachdem sie ihr Ticket gelöst haben, nicht zunächst in einer Wartesituation verharren, sondern sofort das Erlebnis Geysir starten können.“ Rolf Schäfer, der in Vertretung für Landrat Dr. Alexander Saftig nach Andernach gekommen war, wies auf die gesamte touristische Region hin. „Unsere Region ist gesegnet mit einer einzigartigen Kulturlandschaft. Die vulkanologischen und kulturhistorischen Zeugnisse des Vulkanparks bereichern die Attraktivität unserer Region. Der höchste Kaltwasser-Geysir der Welt ist ein Alleinstellungsmerkmal. Die positive Entwicklung des Geysir-Erlebnisses ist kein Selbstläufer, so hat sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises an der neuen Ausstellungsebene mit rund 200.000 Euro beteiligt. Um die Attraktivität sicher zu stellen, muss man sich den veränderten Kundenanforderungen und Trends stellen,“ so Schäfer. Ehe der Weg zur neuen Fläche mit einer „Sprengung“ geebnet wurde, dankte Christian Heller allen Handwerkern und Mitarbeitern für das persönliche Engagement. WAM
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