Allgemeine Berichte | 17.06.2016

Abtei Sayn/Frankfurter Städel

Frankfurt leiht sich ein Stück Sayn

Das Armreliquiar der Hl. Elisabeth verlässt Sayn zur Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ im Frankfurter Städel.

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn übergibt den wertvollen Reliquien-Behälter an den Spediteur.privat

Sayn. Das Frankfurter Städel Museum wird vom 22. Juni bis 25. September in der Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ das mittelalterliche Ensemble des „Altenberger Altars“ wieder inszenieren, eine der bedeutendsten frühgotischen Kirchenausstattungen. Erstmalig seit der Säkularisierung des bei Wetzlar an der Lahn gelegenen Klosters vor 200 Jahren wird der Retabel, bestehend aus den im Städel vorhandenen Flügeln, dem Altarschrein aus Schloss Braunfels und der zentralen Marienfigur aus Münchner Privatbesitz wieder zusammengeführt.

Hinzu kommen weitere herausragende künstlerische Ausstellungsstücke, die seit den Tagen der Äbtissin Gertrud, Tochter der Hl. Elisabeth, zur Ausstattung des Altenberger Altarraums zählten. Zu den wichtigsten Leihstücken aus dem Leben und Wirken der Heiligen zählt das unter Gertrud um 1240 entstandene Armreliquiar, ein kostbares Werk rheinischer Goldschmiedekunst. Es befindet sich seit dem 19. Jahrhundert im Besitz direkter Nachkommen Elisabeths von Thüringen, den Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Die eigentliche Reliquie, ein Unterarmknochen der großen Heiligen, bleibt während der Leihgabe im Altar der Sayner Schlosskapelle verwahrt. Eine Kopie des wertvollen Altenberger Retabels befindet sich bereits seit drei Jahrzehnten als Hochaltar in der Abteikirche von Sayn, wo auch der mittelalterliche Schrein des Apostels Simon und eine weitere Reliquie der Hl. Elisabeth zu sehen sind.

Frankfurt leiht sich ein Stück Sayn

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn übergibt den wertvollen Reliquien-Behälter an den Spediteur.Fotos: privat

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