Allgemeine Berichte | 26.06.2024, 10:37 Uhr

MVZ Nahe gGmbH sowie Franziskanerbrüder Betriebs- und Beschäftigungs gGmbH und die Curare Wied GmbH ziehen in Eigenverwaltungsverfahren nach

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. geht mit weiterer Einrichtung und zwei Tochtergesellschaften in Eigenverwaltungsverfahren

Symbolbild  Quelle: pixabay.com
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Hausen/Wied. Nach Berücksichtigung jüngster Zahlungsflüsse reichten die MVZ Nahe gGmbH, die Franziskanerbrüder Betriebs- und Beschäftigungs gGmbH und die Curare Wied GmbH als Tochtergesellschaften des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. am 24. Juni 2024 Anträge auf Durchführung eines Eigenverwaltungsverfahrens vor dem zuständigen Amtsgericht Neuwied ein. Die medizinische Versorgungseinrichtung MVZ Nahe gGmbH ist am Standort des Krankenhauses St. Marienwörth in Bad Kreuznach angesiedelt, die dortige Versorgung läuft während des Verfahrens uneingeschränkt weiter. Die Franziskanerbrüder Betriebs- und Beschäftigungs gGmbH und die Curare Wied GmbH sind als weitere Tochtergesellschaften mit dem Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. verknüpft. Aufgrund ihrer Geschäftsbereiche sind die Leistungen der beiden Unternehmen eng mit den Gesundheits-, Pflege, und Sozialeinrichtungen des Vereins verflochten. Der Geschäftsbetrieb der beiden Gesellschaften ist auf die Infrastruktur der Einrichtungen und Dienste der Franziskanerbrüder ausgerichtet und wird, wie bei allen im Eigenverwaltungsverfahren des Vereins befindlichen Gesellschaften, vollumfänglich fortgeführt – sämtliche Verpflegungs-, Reinigungs- und weitere Betriebsleistungen werden wie gewohnt ausgeführt.

Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind im Rahmen des Verfahrens gesichert – es gelten die gleichen Regelungen wie bei den Vereins-Einrichtungen, die bereits am 10. Juni 2024 einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Abrechnungsmodalitäten und zeitliche Abläufe der Zahlungsflüsse zwischen den Gesellschaften und dem Verein machen es notwendig, auch die drei Tochtergesellschaften im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens zu sanieren.

Weiterhin ausdrücklich nicht von dem Verfahren umfasst sind und bleiben die auf die Förderung der Kinder-, Jugend-, und Altenhilfe ausgerichtete Stiftung Hospital St. Wendel gGmbH sowie die Behindertenwerkstatt Mosellandwerkstätten Ebernach-Kühr gGmbH. Bruder Michael Ruedin, Vorstandsvorsitzender des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V., sagt: „Ziel ist und bleibt es, den Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. unter Beibehaltung der Trägerschaft zu sanieren, um ihn mit allen zugehörigen Einrichtungen und seinen Tochtergesellschaften wirtschaftlich tragfähig aufzustellen.“ Dr. Mark Boddenberg, Partner bei ECKERT Rechtsanwälte und Generalhandlungsbevollmächtigter, sagt: „Um die Restrukturierung nachhaltig tragfähig aufzustellen, ist es sinnvoll, alle für den Versorgungsbetrieb relevanten Einheiten als Gesamtheit zu betrachten. Nach umfangreicher Prüfung haben wir uns dazu entschieden, den Umfang der Eigenverwaltung in diesem Verfahren zu erweitern, um allen Einrichtungen und Diensten die bestmögliche Sanierungsperspektive zu geben.“

Um die Entwicklung des Sanierungskonzeptes kümmert sich das auf Restrukturierung und Sanierung von Gesundheitseinrichtungen spezialisierte Team von WMC Healthcare um Partner Tibor Tinschmann. Daneben wird das Verfahren von einem vorläufigen Sachwalter begleitet, den das Amtsgericht Neuwied kurzfristig bestellen wird. Pressemitteilung Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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