DGB Kreisverband Mayen-Koblenz zum Equal Pay Day 2018
Frauen haben ein Recht auf dieselbe Bezahlung
Mit dem Entgelttransparenzgesetz werden Arbeitgeber in die Pflicht genommen
Mayen-Koblenz. „Es ist ein Skandal, dass in Deutschland Frauen immer noch 21 Prozent weniger verdienen als Männer“, stellt Karin Fahrenholz-Krämer, die Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Ma-yen-Koblenz, fest, als sie sieht, dass der Equal Pay Day 2018 am 18. März ist. Erst an diesem Tag in 2018 haben Frauen so viel verdient wie Männer bis zum 31. Dezember 2017. Die Gewerkschafterin, die seit über 30 Jahren als examinierte Krankenschwester arbeitet, fordert zusammen mit ihren Kollegen im Vorstand, dass diese Ungleichbehandlung ein Ende findet.
Ein erster kleiner Schritt in diese Richtung ist in ihren Augen das sogenannte Entgelttransparenzgesetz, mit dem Arbeitgeber in Betrieben über 200 Beschäftigte in die Pflicht genommen werden, auf Anfrage Gehälter offenzulegen. „Gleichwohl kann das erst ein Anfang sein“, unterstützt ihr Vorstandskollege Uli Greßler die Forderung von Fahrenholz-Krämer. „Es hilft zu wissen, was der Kollege, der die gleiche Arbeit tut, verdient, um sich für eine Gleichbehandlung in Form gleicher Bezahlung einzusetzen. Und genau diese Offenlegung zu erreichen, ist Aufgabe jedes Betriebsrates und sollte es für jede Interessenvertretung sein“.
Der Equal Pay Day 2018 steht unter dem Motto: „Transparenz gewinnt“. Langfristig gehe es jedoch um etwas anderes: Fahrenholz-Krämer verweist auf Island, wo es gesetzlich verankert ist, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit gleich viel verdienen. „Das muss unser Ziel sein“, fordert sie, „damit es nicht mehr jede Frau einzeln für sich erstreiten muss, sondern es selbstverständlich ist, dass wir gleich behandelt werden. Artikel Drei des Grundgesetzes gilt immerhin seit 1949 und ist hier immer noch nicht umgesetzt.“
Pressemitteiling
DGB Kreisverband
Mayen-Koblenz

Nichts dazugelernt – Equal Pay Day weiter falsch (Quelle: http://www.rwi-essen.de/unstatistik/53/)