Oh je, du fröhliche...
Frauenchor Rheinbach blickt zurück auf ein ungewöhnliches Jahr
Rheinbach. Zuerst war die Welt noch in Ordnung. Für den Herbst plante die Chorleiterin des Frauenchor Rheinbach, Kimiko Bernhöft, ein Konzert. Kurz vor dem Lockdown verbrachten die Sängerinnen deshalb ein Probenwochenende in Bollendorf an der luxemburgischen Grenze.
Zwischen intensiver Chorarbeit und lockerem abendlichen Beisammensein schlichen sich bereits Bedenken ein, wie die künftigen Proben wohl ablaufen könnten. Es kam aber nicht mehr dazu. Gerade Chören wurden ziemlich schnell die Treffen untersagt. Als im Sommer die Bedingungen etwas gelockert wurden, fand eine erste Probe im Rheinbacher Freizeitpark unter freiem Himmel, mit weitem Abstand und geringer Teilnehmerzahl statt.
Trotz der langen Pause klappte das gemeinsame Singen noch recht gut. Aber mit zunehmender Dunkelheit musste ein neuer Treffpunkt her. Der bisherige Probenort, das St. Joseph – Gymnasium in Rheinbach kam nicht mehr in Frage. Die Vorsitzende Irmgard Zeh telefonierte ausdauernd, um einen geeigneten Ort zu finden. Die Kirche in Freisheim und auch das Stadttheater in Rheinbach dienten zeitweise als Probenraum. Dann kam das nächste Aus bedingt durch die wieder ansteigenden Coronazahlen. Auch eine Weihnachtsfeier, immer ein Höhepunkt beim Frauenchor, wird es in diesem Jahr nicht geben. Bleibt die Hoffnung, dass durch die bald möglichen Impfungen allmählich wieder Normalität einkehrt und Proben wie in den „guten alten Zeiten“ stattfinden können!
