Landsturmsitzung überzeugte mit einem grandiosen Programm
Fred Paral wurde mit dem Bürgermeisterorden ausgezeichnet
Rheinbach. Was den Landsturm auszeichnet sind die Überraschungseffekte ihres Programms und das Motto „Rheembach Royal“ vor dreimal ausverkaufter Stadthalle zogen auch in diesem Jahr die Rheinbacher Landstürmer Martin Steinhauer, Thomas Spitz, Fred Paral ,Stefan Hansen, Karl-Heinz Janzen, Heiko Hecking, Achim Frank, Hans-Peter Eich, Stefan Bruna, Richard Arzdorf und Peter Arzdorf das kostümierte Publikum in ihren Bann.
Bevor sich der Vorhang öffnete, stürmte das Bürgermeister Dreigestirn Stefan Raetz, und seine Stellvertreter Claus Wehage und Kalle Kerstholt, im Frack mit Zylinder auf die Bühne. Sie hatten einen ihrer Bürgermeisterorden in Glas, von denen jedes Jahr nur drei Stück an verdiente Karnevalisten vergeben werden, im Gepäck.
Fred Paral erhielt einen Bürgermeisterorden
Fred Paral, der schon über dreißig Jahre bei den Landstürmern ist, wurde dieser Orden übergeben, Kalle Kerstholt verlass die dazu gehörige Urkunde und Claus Wehage die Laudatio. Wehage betonte in seiner Rede, das Fred Paral inzwischen ein Urgestein im Landsturm ist, und immer den Blick auf „seinen“ Landsturmgerichtet hat. „Wir freuen uns, so einen Vollblutkarnevalisten mit unserem diesjährigen Bürgermeisterorden auszeichnen zu können,“ fügte Wehage auch im Namen der Bürgermeister-Kollegen hinzu.
Er nehme den Orden, der von der Künstlerin Helga Feuser-Stasdas jährlich neu entworfen wird, für den ganzen Landsturm entgegen, erklärte Fred Paral.
Direkt vom Start weg, ging es royal mäßig in die Vollen. Auf einer Leinwand wurde ein Video eingespielt, in dem James Bond die Queen in einem Sportwagen vom Waldhotel in die Stadthalle begleitet. Und das Bond viel Ähnlichkeit mit Bürgermeister Stefan Raetz hatte, war kein Zufall. Er blieb nicht unangetastet von der Queen, die jubelnd von den mit englischen Fahnen schwenkenden Anhängern begrüßt wurde.
Begleitet wurde das Ganze von dem Royal Reporter Rolf Sägemehl-Knäckebrot.
Auf der Bühne angekommen, verkündete die Queen, dass sie ein Exit von dem Brexit bräuchte. Eine Roßkur mit ihrem Pferd Camilla wolle sie in Neuenahr machen. Sie habe auch gleich Ihre Quasimodo-Community zu Deutsch ihre bucklige Verwandtschaft mitgebracht. Die da wären unter anderem der Prinz von De Beukelaer, der König von Mallorca, Elisabeth und Franz von Österreich, Pizza und burger king. Aus Nordkorea war der König Kim jong un angereist. King Elvis war zum Song „in the Getto“ auf die Bühne gerockt. Angeblich aus einer Apfelplantage in Meckenheim geflohen, wo er sich nach seinem angeblichen Tot 1977 aufgehalten haben soll.
Neuzugang bei den Landstürmern, Thomas Spitz brillierte als Harald Glöökler mit dem Ausruf „Habemus, Habemus, haben muss ich den Fummel“ und erklärte die in Rheinbach ansässige Modebranche.
Warum sich der Landsturm zum Thema Monarchie bekannte, erklärte ein Nachtwächter mit der Anmerkung, das ja hier in Rheinbach König Raetz regiere, der schon lange die „Raetz-Autonomie“ eingeführt hätte und die Meckenheimer sich als Untertanen gut machen würden. In Erfüllung eines Gebotes von Prinzessin Astrid I., wurde den Landstürmern eine Vorstandssitzung vom Vorstand „Soziales und Erschwingliches“, inszeniert, nach dem Motto „Viel Geschwaffel und nix passiert“, was der Anstoß von der letzten Landsturmsitzung war. Mit den Songs „Junge komm bald wieder“ und „13 Mann auf des toten Mannes Kiste“ wurde als Abgesang des Ex-Fraktionsvorsitzenden Bernd Beissel gedacht.
Mit Standing Ovationen wurden Martin Steinhauer, Heiko Herking, und Achim Frank mit der Froschkönig Saga bejubelt.
Besonders Martin Steinhauer als Frosch, der mit langer Zunge die Königstochter Chantal zu umgarnen versucht, erhielt zusätzlichen tosenden Applaus.
Fred Paral überzeugte in seiner Paraderolle Graf von Zitzewitz
Die drei Mönche Peter Arzdorf, Heiko Hecking und Achim Frank waren nicht so ganz fromm, was in ihren Vortrag zum Vorschein kam. „Schwarze Röcke sind ganz fix, Mönche haben drunter nix“.
Fred Paral in einer Paraderolle als Graf von Zitzewitz hatte alle Mühe, dem begeisterten Publikum die preußischen Gepflogenheiten bei zu bringen, wobei die richtige Haltung eines Bierglases zu üben war.
Der TV Renner „Bares für Rares“ wurde von den Landstürmern Stefan Bruna, Peter Arzdorf, Heiko Hecking, Thomas Spitz, Fred Paral, Martin Steinhauer und Stefan Jansen in hervorragender Weise persifliert.
Ein Keuschheitsgürtel aus früherer Zeit spielte eine große Rolle, wobei sich dann wohl die Verhandlungen über den Preis schwierig gestalteten.
Mit einem tosenden Applaus und Standing Ovation wurde die Gesangsdarbietung von Heiko Herking, als Ritter bedacht, der Herbert Grönemeyer täuschend echt persiflierte.
Die über 500 Gäste waren auch nach vier Stunden Landsturmsitzung immer noch bereit für eine Zugabe. Mit einem tollen Abschluss auf der Bühne mit Prinzessin Astrid I. und dem Dreigestirn aus Queckenberg Prinz Johannes I., Bauer Andre I., und Jungfrau Dominika I. endete die Vorstellung. Alle Besucher waren sich einig: Es war einer der tollsten Landsturmsitzungen der letzten Jahre. Und wer hier nicht war, hatte was verpasst.
Fred Paral wurde der Bürgermeister-Oden verliehen.
Heiko Hecking und Martin Steinhauer als Prinzessin Chantal und Froschkönig.
