Allgemeine Berichte | 04.07.2018

Taugesausflug des Frauentreffs Meckenheim e.V.

Freilichtmuseum besichtigt

20 Frauen nahmen an dem Tagesausflug teil. privat

Meckenheim/Kommern. Der diesjährige Tagesausflug führte 20 Frauen des Frauentreffs Meckenheim e.V. ins Freilichtmusum nach Kommern. Nachdem es anfänglich bedeckt war, kam pünktlich zur Führung mit Schwerpunktthema „Altes Handwerk“ die Sonne hervor und erfreute alle mit ihrer Wärme und Helligkeit. In der ersten Baugruppe Westerwald/Mittelrhein erfuhren die Frauen, dass das Handwerk nicht als individueller Beruf ausgeübt wurde, sondern der Allgemeinheit diente. So brauchte jedes Dorf einen Schmied, der die Pferde beschlug und mit dem Wagner zusammenarbeitete, der Wagenräder herstellte. Zu jedem Haus gehörte ein Garten, der die Familie mit Gemüse und Kräutern versorgte. Dafür waren die Frauen zuständig, ebenso wie für Zubereitung und Haltbarmachung der Speisen und die Herstellung der Kleidung aus Wolle, Flachs und Leinen. Die Brote wurden selbst geknetet und dann im Backhaus gebacken, das Tag und Nacht in Betrieb war. Über dem Backkeller war das Schulhaus, das auf diese Weise immer gut geheizt war. In der Baugruppe Eifel/ Eifeler Vorland bestaunten die Frauen das alte Handwerk des Mausefallenherstellens. Diese Handwerkskunst wurde aus Ungarn „importiert“ und verhalf armen Hausierern zu einem kleinen Einkommen. Man passierte einen Eckhof, eine kleine Kapelle und sah dann in einem Vierkanthof eine Maschine, die dazu diente, die Spreu vom Weizen zu trennen. Diese Maschine wurde von Kindern bedient. Es war üblich, dass Kinder auf den Höfen mithelfen mussten, denn jede Hand wurde gebraucht. Damit die Kinder dazu in der Lage waren, gab es auch extra kleine Wagen, die sie selbst beladen konnten. Sehr gut gefiel den Frauen auch die wasserbetriebene Sägemühle. Hier wurde das Holz zersägt, aus dem dann die Häuser gebaut wurden. Dann ging es zu einer ganz besonders interessanten hochgebauten Scheune, die von einem Wassergraben umgeben war. Sie wurde am Ende des 30-jährigen Krieges gebaut, als marodierende Soldaten plündernd durchs Land zogen. Damals war der Graben breiter und drei Meter tief, sodass man ihn nur per Boot überqueren konnte.

Aus der Baugruppe Niederrhein wurden die Kappenwindmühle (das Dach war drehbar, um die Flügel richtig zum Wind zu stellen) und die Bockwindmühle (das ganze Mühlenhaus wurde gedreht) vorgestellt. Nach einem draußen eingenommenen Mittagessen streiften die Frauen die kleinen Gruppen durch die Ausstellung „Wir Rheinländer“, die Sonderausstellung „Von Puppn, Bären und Elefanten“ und sahen sich den Bungalow und das Fertighaus von Quelle an.

Nachdem noch Kleinigkeiten im Museumsladen gekauft waren, ging es fröhlich wieder nach Meckenheim. Alle waren sich einig: auch wenn man schon mal im Museum war, ein Besuch dort lohnt sich immer, denn jedes Mal kann man etwas Neues entdecken!

20 Frauen nahmen an dem Tagesausflug teil. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Maikirmes Franken
10 Jahre NoWi
Zukunft trifft Tradition KW 18
Titelanzeige
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
65

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
38

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
35

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dachdecker (m/w/d)
Anzeige Uhren Vintage
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Aktionstage 5.-7. Mai
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
Innovatives rund um Andernach
Anzeige KW 18
Imageanzeige Löhr Meckenheim