Neuer Kirchplatz in Meckenheim eingeweiht
Freitreppe und Brunnen laden zum Verweilen ein
Neu gestaltetes Areal wird bereits gut angenommen - Hauptstraße soll zum „Zintemaat“ fertig sein
Meckenheim. Etwas sperrig war die Überschrift für die Einweihung des neuen Kirchplatzes am vergangenen Freitag, denn dort war von der offiziellen Freigabe des 4. und 5. Bauabschnitts der Hauptstraße die Rede. Das ist zwar zutreffend, weil natürlich weit mehr als nur der Kirchplatz fertig geworden war, aber dieser steht und stand nun einmal im Mittelpunkt.
„Internationale“ Vorbilder
Und wie der dann idealerweise angenommen werden soll, davon hat die Verwaltung im Sinne von „Best Practice“ auch direkt die richtige Vorstellung. Spricht man doch von der Spanischen Treppe in Rom, der Szenetreppe am Düsseldorfer Rheinufer oder der Freitreppe in Köln-Deutz. Was auf den ersten Blick doch eher wie Größenwahn anmutet, entpuppt sich auf den zweiten Blick als gar nicht so weit hergeholt. Denn am vergangenen Freitag war der Platz gut gefüllt, auf der Bühne sorgte die Band „Bulle Wuh“ mit kölscher Livemusik für gute Stimmung, und bei strahlendem Sonnenwetter saß so mancher auf den Treppen und genoss sein Eis oder Kölsch.
Bürgermeister Bert Spilles erinnerte in seiner Eröffnungsrede dann auch an den Beginn der Baumaßnahmen am 2. Mai 2014 und zeigte sich mehr als zuversichtlich, dass die Freigabe der Hauptstraße bis zum „Zintemaat“ Anfang Dezember erfolgen könne.
Beeindruckende Zahlen
Denn bereits Mitte Juli wurde mit den Arbeiten zwischen Kölnstraße und Obertorkreisel begonnen, und rund 110 Meter Hauptkanal sind bereits verlegt. Aber auch für die jetzt freigegebenen Abschnitte konnte der Verwaltungschef imposante Zahlen präsentieren, so wurden etwa 300 Meter Hauptkanal verlegt und 500 Kanalhausanschlüsse hergestellt, 270 Meter Wasserleitung verlegt und rund 3800 Quadratmeter Pflaster zwischen Adolf-Kolping-Straße und Kölnstraße. Dazu kommen noch einmal rund 2000 Quadratmeter Pflaster auf dem Kirchplatz, der zusätzlich mit einer attraktiven Brunnenanlage ausgestattet worden ist. Diese war zur Culinaria eröffnet worden und ist längst zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Gerade an heißen Sommertagen wird die Anlage von den Kindern auch gern als Wasserspielfläche genutzt, die aufgestellten Bänke laden zum Verweilen ein.
So gab es denn auch nur zufriedene Gesichter, und die spannende Frage war dann bei den Besuchern nur noch, wie viele Hammerschläge Bert Spilles benötigen würde, um das Fass anzuschlagen. Doch hier war Vorarbeit geleistet worden, und das Kölsch floss schnell, und gemeinsam mit Blütenkönigin Sarah Wiegershaus verteilte Spilles Freibier an die Besucher. Aber auch die anliegenden Gastronomen hatten sich nicht lumpen lassen, so gab es vom Ristorante „La Grappa“ leckere Lasagne und Tiramisu, Otto Stangl spendierte Weißwürste, und die passenden Brezeln gab es von der Bäckerei Mauel. Da war es dann auch kein Wunder, dass die Besucher sich nur schweren Herzens auf den Weg Richtung Marktplatz machten, denn dort wartete bereits die Eröffnung des Altstadtfestes. STF
Kölsche Tön mit der Band „Bulle Wuh“
