Freundeskreis veranstaltet Römertag am 31. August
Freizeitpark wird zur römischen Arena
Rheinbach. „Der ganze Rheinbacher Freizeitpark wird eine römische Arena sein“. Mit diesen Worten begrüßt Bürgermeister Stefan Raetz die geladenen Gäste und Pressevertreter, um zu erläutern, wie Rheinbach das „Römerjahr 2014“ feiert: am Sonntag, 31. August, nach dem Ende der Sommerferien, gestaltet der Freundeskreis Römerkanal den inzwischen traditionell gewordenen „Römertag“ als Fest für die ganze Familie. Die Stadt unterstützt diese Großveranstaltung mit technischer und logistischer Hilfe. „Rheinbach hat nämlich einen Schatz, um den uns viele Städte beneiden“, sagt Raetz und meint damit den 95 km langen Römerkanal, der vor ca. 2000 Jahren das kristallklare Eifelwasser von Nettersheim über Rheinbach nach Köln führte und etwa 190 Jahre lang in Betrieb war. Noch heute finden sich gerade in Rheinbach zahlreiche Fundstücke dieses technisch und ästhetisch meisterlichen Bauwerks, das im Mittelalter als Steinbruch genutzt wurde, um neue Straßen und Gebäude zu errichten. Der Bürgermeister freut sich über die zahlreichen Gäste aus den umliegenden Kommunen, die am 31. August seine Stadt besuchen, hebt aber hervor, dass „wir vor allem an die Rheinbacher Bürger und Bürgerinnen, Jung und Alt denken, um ihre Aufmerksamkeit für attraktiven Besonderheiten Rheinbachs zu schärfen und ihre Verbundenheit mit ihrer Stadt zu fördern.“
Das Jahr 2014 wurde vom Naturpark Rheinland und dem Köln-Bonn e.V. in Kooperation mit zahlreichen anderen rheinischen Vereinen und Institutionen als Erinnerung an den 2000sten Todestag des Kaisers Augustus zum „Römerjahr 2014“ erklärt. Unter dem Motto „römisches Rheinland“ werden im gesamten linksrheinischen Gebiet zwischen Bonn und Xanten über zweihundert Veranstaltungen angeboten. Der Rheinbacher Römertag im August gehört zweifellos zu den Höhepunkten dieses Römerjahrs. Lorenz Euskirchen, der Vorsitzende des Freundeskreis erläutert die Idee und Konzeption dieses Festtages. Der Freundeskreis Römerkanal hat es sich zur Aufgabe gemacht einerseits die Erinnerung an den Römerkanal zu bewahren und zugleich das Bewusstsein hochzuhalten, dass die römische Kultur das Rheinland über 500 Jahre lang geprägt hat und bis heute noch deutlich spürbar ist. „Wir wollen diese Ziele nicht mit trockenen Sachberichten und nüchternen Zahlen erreichen, sondern dadurch, dass wir das römische Leben unmittelbar erleben lassen.“ Der Freizeitpark wird für den 31. August zu einer „römischen Arena“ umgestaltet, die mehr als zwanzig „Dörfer“ beheimatet. Es gibt Gladiatoren und Legionäre in voller Kampfmontur, Mitfahrten auf römischen Reisewagen, römische Modeschauen, Streitwagenrennen für Kinder, römisches Kochen und Essen, Darstellungen römischer Badekultur, Filmvorführungen und Büchertische und vieles anderes. Herr Euskirchen freut sich besonders darüber, dass Schüler und Schülerinnen der beiden Rheinbacher Gymnasien und der Realschule den Römertag mit eigenen Ideen und Darbietungen bereichern: „Es tut gut zu sehen, dass die Beschäftigung mit der römischen Kultur und ihrer Ausstrahlung bis in unsere heutige Zeit auch bei der Jugend auf Interesse stößt.“
Alle Ausstellungen und Vorführungen beruhen auf historischen Forschungsergebnissen und sind deshalb sehr nah am römischen Original. „Dies ist einerseits lehrreich“, betont Lorenz Euskirchen, „soll andererseits vor allem aber auch ein Erlebnistag für die ganze Familie sein.“ Dies ist auch der Grund, warum die Kreissparkasse Köln den Rheinbacher Römertag 2014 mit der gewaltigen Summe von 7000 Euro sponsert. „Wir möchten sicherstellen, dass diese Großveranstaltung ohne Eintrittsgeld auskommen kann, um wirklich allen Familien die Chance der Teilnahme zu ermöglichen“, sagt Stephan Moos, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln.
Pressemitteilung
Freundeskreis Römerkanal e.V.
Die Organisatoren und Sponsoren des Römertags: v.l.n.r.: Prof. Dr.Klaus Grewe, Freundeskreis; Stephan Moos, KSK; Luana Vanessa Felline, rhein-voreifel-touristik; Miriam Sabo, Naturpark Rheinland; Lorenz Euskirchen, Freundeskreis, Stefan Raetz, Bürgermeister, Prof. Dr. Gerd Wiendieck, Freundeskreis; Rolf Greiff, Freundeskreis. Foto: Matthias Kehrein
