Stadtrat bei Waldbegehung
Freude über Zertifizierung für Stadtwald
Zahlreiche Stadtratsmitglieder ließen sich über Waldbewirtschaftung unterrichten
Remagen. Über die Fragen zur Waldbewirtschaftung ließen sich die zahlreich erschienenen Mitglieder des Remagener Stadtrates von Forstamtsleiter Bolko Haase und Revierförster Guido Ebach unterrichten. Ein herausragendes Thema war neben Fragen zur Holzernte und -vermarktung die kürzlich erfolgte Zertifizierung des Stadtwaldes durch ein unabhängiges Institut. „Wir sind schon ein wenig stolz, dass der Stadtwald Remagen zum wiederholten Male den hohen Anforderungen an naturgemäße Bewirtschaftung gerecht werden konnte“, so Guido Ebach, Leiter des Forstreviers Bad Neuenahr-Grafschaft, zu dem auch der Stadtwald Remagen gehört.
Sorgen macht den Forstleuten die Witterungsentwicklung der letzten Jahre. Das Ausbleiben der winterlichen Minusgrade hat viele negative Auswirkungen auf die Waldbewirtschaftung. Die bodenschonende Ernte des Holzes wird hierdurch immer schwieriger, die Waldwege werden zwangsläufig immer stärker beansprucht. „Wir sind bemüht den Wegezustand nach Abschluss der Arbeiten zügig wieder herzustellen, bitten aber auch um Verständnis, dass während der Arbeiten gewisse Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen“, so Guido Ebach.
Abschließend erläuterte Forstamtsleiter Bolko Hasse die derzeitig zu beobachtende Pilzerkrankung bei der Esche, die mittelfristig zum Absterben des Baumes führt: „Neben der Gefährdung durch Astabbrüche ist mit einem drastischen Rückgang dieser Baumart zu rechnen. Dennoch gibt es offenbar resistente Exemplare, die die Existenz der Baumart langfristig erhalten könnten.“
