KG Grün-Gelb Fritzdorf feierte 50-jähriges Jubiläum
Fritzdorf lässt den Boden beben
Rauschendes Fest zum halben Jahrhundert
Wachtberg. Spaß, Spiel, Tanz und Partystimmung ein ganzes Wochenende lang war Mitte August in Fritzdorf bei der Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb Fritzdorf angesagt. Dazu war am Freitagabend alles gekommen, was Rang und Namen hatte. Es gratulierten Bürgermeisterin Renate Offergeld, Landrätin Notburga Kuhnert in Vertretung für Landrat Sebastian Schuster, die Mitglieder des Kreistags Christoph Fiévet und Joachim Kühlwetter, der Beigeordnete Swen Christian, Ratsmitglied Klaus Schönenberg, die Rheinische Karnevals-Kooperation (RKK) und der Bund Deutscher Karneval (BDK). Mit Gardetänzen und bester Laune feierten die Aktiven bis in den späten Abend.
Mit bestem Sommerwetter hatten die Karnevalisten ursprünglich nicht gerechnet und hatten die Bühnenauftritte in der Halle vorbereitet. Nachdem die Vorhersage keinen Zweifel mehr ließ, packten gut zwei Dutzend Händepaare einen Abend und den Vormittag lang an, um Bühne, Tische und Bänke draußen zu platzieren, weil es in der Halle unter Umständen zu stickig geworden wäre. Besonders die übermanngroßen Sturmverankerungen für die Bühne hatten Schweiß gekostet. Schließlich war alles an Ort und Stelle, das Menschenkickerfeld aufgebaut und der Spaß konnte losgehen.
Bei bester Verpflegung mit Imbissstand, Getränken, Kaffee und Kuchen sorgte das Kickervergnügen für ungeahnten Spaß bei Spielern und Publikum. Die meisten hatten das Event wegen des Miniaturfelds unterschätzt und mussten schon in den ersten Minuten wider Erwarten feststellen: „Das ist ja wirklich anstrengend!“ Acht Mannschaften waren mit je fünf Spielern an den Start gegangen und hielten jeweils zwei Ersatzspieler vor. Um Unfälle mit Brillen zu vermeiden, hatte man sich für einen Softball entschieden, anstatt einen Lederball ins Feld zu werfen. Wie beim normalen Kicker sind nämlich die Hände an – hier allerdings gepolsterten – Stangen befestigt, sodass man Brille und Augen im Falle eines Falles nicht hätte schützen können. Davon ließen sich die Sportler nicht den Spaß nicht verderben.
Am Abend ließ die bekannte Coverband „Handmade“ mit Rock-, Pop- und Classic-Hits der 60er bis 90er Jahre den Boden beben. Ein Blick ins Publikum zeigte das Besondere an dieser Feier wie bei manch anderen Festen im Dorf des Goldbechers. „Hier findet man noch echten Dorfzusammenhalt“, fand Christiane Koreny, Systemtherapeutin, die sich extra aus Meckenheim hierher auf den Weg gemacht hatte. Tatsächlich hatte die KG, die vor 50 Jahren mit einer Handvoll Menschen angefangen hatte, das ganze Dorf eingeladen, um mit ihnen ein ganz besonderes Jubiläumsjahr zu feiern. Denn nicht nur die KG wurde 50 Jahre alt, auch die amtierende Prinzessin hatte ein im Frühjahr ein halbes Jahrhundert Erdendasein gefeiert. Zudem ist Elisabeth Hüllen, bescheidene, aber treibende Kraft im Hintergrund, seit 20 Jahren Präsidentin der Jecken.
Der Sonntag wurde blau-weiß mit einem bayrischen Frühschoppen, passender Musik, einem Dirndlwettbewerb, einer Kinderolympiade und einer Tombola in Lederhosen. Alles in allem können die Karnevalisten auf ein rundum gelungenes Wochenende zurückblicken.
Die Tanzgruppe „Friends“ hatte am Abend zuvor auf der Bühne gestanden. Foto: Petra Reuter
„Handmade“ sorgte für fetzige Stimmung am Abend. Foto: Petra Reuter
Elisabeth Hüllen (li.), hier mit Doris Wachendorf, ist seit 20 Jahren Präsidentin der KG. Foto: Petra Reuter
