Allgemeine Berichte | 20.06.2025

Fronleichnam in Kesseling

Kesseling. Seit je her gehört es zur Tradition, dass Fronleichnam mit feierlichem Gottesdienst, Sakramentssegen, Prozession und den Kommunionkindern der Pfarrei Kesseling, bestehend aus den Orten der Gemeinden Kesseling und Ahrbrück, in Kesseling gefeiert wird. Die Fronleichnamgruppe aus Kesseling hatte in diesem Jahr das unwiderrufliche Ende der Filialkirche St. Andreas in Ahrbrück aufgegriffen, um in dem Altarbild noch einmal zu erinnern und zu gedenken. Es war ein schlicht gelegtes Kreuz mit zwei Rosen, die Aufblühende für den Aufbau der Kirche ab 1962 und die verwelkte für den endgültigen Abriss im Jahr 2025. Bei der aufblühenden Rose lag ein geschnitzter Christuskopf vom Hergottschnitzer Heinrich Lorenz aus (Brück) Ahrbrück, der auch etwa zeitgleich das grosse Holzkreuz mit dem Christuscorpus am Altar der St. Andreas Kirche geschaffen hatte. Am Fuße der welkenden Rose erinnerte ein Steinhaufen an das traurige Ende, so das sich jeder Gottesdienstbesucher seine eigenen Gedanken machen konnte. Im Jahre 1962 begann mit der feierlichen Grundsteinlegung am 8.August die Realisierung der Filialkirche der Pfarrei Kesseling, St. Andreas in Ahrbrück. Die Bauzeit erstreckte sich über rund fünf Jahre, bis zur offiziellen Einweihung am 29.Oktober 1967, immer mit der tatkräftigen Unterstützung der freiwilligen Dienste der Bürger, an ihrem Gotteshaus. Auf das Glockengeläut mussten alle dann noch mal über zehn Jahre warten. Am 27.Mai 1979 war es soweit als die vier Glocken, mit der Namensgebung der vier Schutzheiligen St. Andreas für die Filialkirche, St. Katharina für die St. Katharinen Kapelle oberhalb des Ortsteils Brück, St. Maria für die Wallfahrtskapelle zu Pützfeld und St. Rochus für die St. Rochus Kapelle in Ahrbrück, früher Denn läuteten. Heute, nach gut 45 Jahren ist der Glockenklang leider wieder für immer verstummt. Schuld war die verheerende und zerstörerische Ahrflut im Juli 2021, die das vorliegende Pfarrhaus und die Filialkirche St. Andreas unwiederbringlich zerstörte. Der letzte Gottesdienst mit der Profanierung der St. Andreas Kirche fand am 16.September 2022 statt. Im Mai diesen Jahres begann dann der Abriss zunächst mit dem Pfarrhaus und dann mit der Filialkirche. Der Zufall wollte es, dass zwischenzeitlich ein Turmfalken Paar, wie der Name schon sagt, im Turm sein zuhause gefunden hat. Dies führte zum Abrissstopp, so das der Turm vorerst so lange stehen bleibt, bis die Jungfalken ausgezogen sind. Dann wird die St. Andreas Kirche in Ahrbrück endgültig zur traurigen Geschichte der Pfarrei Kesseling zählen. Die Gestaltung des zweiten Altarbildes am Ehrenmal zum Aufgang der Pfarrkirche, hatte in diesem Jahr die Fronleichnamgruppe aus Ahrbrück übernommen, die sich im jährlichen Wechsel mit Staffel befindet. Die Messfeier wurde von Professor Dr. Frederik Simon von der Theologischen Universität Trier und dem ständigen Diakon Oliver Kirchner aus Lantershofen zelebriert. Pfarrer Simon zeigte sich beeindruckt von dem dargestellten Altarbild und freute sich über die zahlreichen Gottesdienstbesucher aus der gesamten Pfarrei, mit den Kommunionkindern und Messdienern. Musikalisch wurde das Festamt von der Blaskapelle Kesseling gestaltet, wobei die Junggesellen aus Kesseling traditionell den Himmel, in der Prozession bis zur Pfarrkirche trugen. Darunter Diakon Kirchner mit der Monstranz, wobei die Sakramentssegen bis zum Abschluss in der Pfarrkirche jeweils mit drei Böllerschüssen von Peter Bläser laut tönend begleitet wurden. Im Anschluss hatte die Blaskapelle Kesseling zum Mittagessen und Feier mit einer prall gefüllten Tombola im Ortskern eingeladen.

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