Eifelverein Sinzig
Frühlingswanderung im Kempenicher Ländchen
Sinzig. Die reizvolle Strecke mit Wanderführer Hartmut Peterson und das schöne Frühlingswetter hatten 28 Wanderinnen und Wanderer motiviert, an der Samstagstour des Sinziger Eifelvereins teilzunehmen. In Pkw-Fahrgemeinschaften ging es von Sinzig zum Bahnhof Engeln. Dieser kleine Bahnhof ist die Endstation des Vulkan-Expresses, der von Brohl bis Engeln durch die herrliche Eifellandschaft fährt. Die Bauarbeiten für diese Schmalspurbahn, die ursprünglich von Brohl bis nach Kempenich fuhr, wurden 1898 begonnen. Die Gesamtlänge der Strecke betrug damals 25 Kilometer, heute bis Engeln sind es noch gut 17 Kilometer. Dort wanderten die Eifelfreunde dann los und passierten den Engelner Kopf. Dieser Bergkegel erhebt sich mit einer Höhe von 569 Metern markant aus der Landschaft. Nicht nur die Menschen erfreuten sich an der Sonne und den warmen Temperaturen, sondern auch eine kleine Herde junger Rinder auf einer Weide am Weg zeigte mit fröhlichem Hin-und Herrennen und kleinen Luftsprüngen, wie wohl es ihnen war. Der Pfad führte nun durch Wiesen und Gehölze in Richtung Kempenich, das bald erreicht wurde. Wanderführer Peterson zeigte der Gruppe dann die sehenswerte Pfarrkirche St. Philippus und Jakobus. In dieser vierschiffigen Hallenkirche ist das außergewöhnliche Taufbecken von besonderem Interesse.
Das steinerne, massive Gefäß stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. In seinem Innern ist in einem modernen Einsatz aus Bronze eine Szene aus dem Alten Testament dargestellt. Sie zeigt den kleinen Moses in einem Körbchen auf dem Nil.
Die künstlerische Gestaltung verdient besondere Beachtung. Nach einer Weile ging es mit einer kleinen Steigung weiter zum Waldgebiet Steinrausch. In diesem Forst war der Naturerlebnispfad für Kinder und Erwachsene mit Spiel- und Informationsstationen einen Besuch wert.
Man kann hier eine Menge über das Ökosystem Wald erfahren. Bei einer Sitzgruppe im Freien gönnten sich die Tourengänger eine wohlverdiente Rast und verpflegten sich aus den Rucksäcken. Der Weg führte noch ein Stück durch Wald, wo das blaue Immergrün blühte, und dann über eine Straße bis Spessart. Diese Gemeinde verfügt über ein recht großes Gewerbegebiet. Bereits über 40 Betriebe der unterschiedlichsten Branchen haben sich hier angesiedelt. Auf dem Rückweg Richtung Engeln durchwanderte die Gruppe jetzt freies, offenes Wiesengelände, wo sich ein Blick über die Eifelberge und bis zur Burg Olbrück bot. In der Ferne war schon der Engelner Bahnhof zu sehen. Dort endete diese abwechslungsreiche Tour aber noch nicht. Nach einer kleinen Autofahrt schloss sich eine gesellige Einkehr in einer Gaststätte am Riedener Waldsee an, ehe man glücklich und zufrieden die Heimfahrt antrat.
Die gut gelaunten Eifelfreunde unweit von Kempenich.Foto: privat
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