Der Rheinische Verein für Denkmalpflege besucht Beuren
Führung durch einen geschichtsträchtigen Ort
Beuren. Der Regionalverband Cochem-Zell des rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz besucht am Freitag, 23. Juni den Eifelort Beuren, Kreis Cochem-Zell. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Platz vor der Pfarrkirche. Eingeladen ist Jedermann/frau, und die Teilnahme ist kostenlos. Dr. Gabriele Neumann wird durch ihren Heimatort führen.
Mit etwas mehr als 400 Einwohnern ist Beuren ein kleiner Ort am Südrand der Eifel. Wie in vielen Eifeldörfern geht die Einwohnerzahl seit Jahren zurück. Um 1970 hatte Beuren noch 550 Einwohner. Der Ort selbst wurde um 1300 gegründet. Bei Ausschachtungsarbeiten wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Tonscherben römischen Ursprungs gefunden. Ob hier lediglich ein Römerweg entlangführte oder eventuell ein römischer Wachturm stand, ist unklar. Noch um das Jahr 1744 bestand Beuren aus nur drei Höfen.
Im Jahr 1834 vernichtete ein Großbrand fast das ganze Dorf. Daher gibt es im Ort fast keine älteren Gebäude. Viele Beurener wanderten in der Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA aus. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich die Landflucht in die deutschen Industriestädte fort. Erst nach 1945 erlebte Beuren einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Ende der 1960er Jahre wurde in Beuren eine große neue Kirche gebaut, die aber nicht einen Vorgängerbau ersetzte, sondern neben der alten Kirche errichtet wurde. Die Verbindung der beiden Bauten erfolgt nicht nur durch einen gemeinsamen Eingang, sondern auch durch die künstlerische Gestaltung des Innenraums beider Kirchen durch den bekannten Trierer Künstler Jakob Schwarzkopf (1926-2001), darunter ein Großgemälde an der Rückwand der alten Kirche und ein Passions-Tryptichon in der neuen Kirche.
