Allgemeine Berichte | 28.10.2019

Gemeinsame Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehren Rieden und Volkesfeld

Fünf Patienten mussten gerettet werden

Wehrleute probten im Reha-Zentrum „Median Klinik am Waldsee“ den Ernstfall

Ein Hochleistungslüfter wurde zur taktischen Belüftung des betroffenen Bereichs positioniert. Fotos: FRE

Rieden/Volkesfeld. Die Feuerwehren Rieden und Volkesfeld bilden im realen Einsatzgeschehen gemeinsam den Ausrückebereich II der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Mendig. Grund genug, eine gemeinsame Abschlussübung, die gegen Ende eines jeden Jahres im Dienstkalender einer Freiwilligen Feuerwehr steht, zu planen. Bei einer Jahresabschlussübung wird ein größeres Szenario geschaffen, bei dem das Gelernte professionell angewendet werden kann.

Das Übungsobjekt war mit dem Reha-Zentrum „Median Klinik Am Waldsee“ schnell identifiziert und gemeinsam mit dem Brandschutzbeauftragten Peter Ippendorf wurde das Schadensereignis in enger Abstimmung ausgearbeitet.

Aufgaben wurden verteilt

Am 25. Oktober wurden um 18.58 Uhr die Feuerwehren Rieden und Volkesfeld mit dem Alarmstichwort „Brand in Median Klinik im 2. Obergeschoss – Patienten im Gebäude vermutet“ über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert. Die Gruppenführer der beiden zuerst eingetroffenen Fahrzeuge verschafften sich in der Brandmeldezentrale einen ersten Eindruck über den Brandort im Gebäude. Sogenannte Laufkarten erleichtern den Feuerwehrleuten das Zurechtfinden im Gebäude. Die weitere Erkundung wurde aufgeteilt. Der Gruppenführer der FFW Rieden erkundete im Gebäudeinneren mit einem Angriffstrupp die Lage bis zur Rauchgrenze. Der Gruppenführer der FFW Volkesfeld hatte neben der Sicherstellung der Wasserversorgung und der Sicherheit des Verkehrsraums an der Einsatzstelle zudem noch die Aufgabe, sich um die Patienten zu kümmern. Die Klinik ist aktuell mit über 60 Patienten belegt, die diensthabende Mitarbeiterin sorgte dafür, dass die Patienten nach Absetzen des Notrufs das Gebäude verließen und stellte bei der Überprüfung der Anwesenheit fest, dass fünf Personen fehlten.

Drehleiter angefordert

Somit wurde beschlossen, die Drehleiter der Verbandsgemeinde hinzuzuziehen. Während des Übungsverlaufs waren zeitweise drei Trupps im Innenangriff, und ein Trupp stand zur Sicherung vor dem Eingang bereit. Ein Hochleistungslüfter wurde zur taktischen Belüftung des betroffenen Bereichs positioniert. Rauchgase werden mit diesem Gerät aus dem Gebäude gedrückt, was den Einsatzkräften im Inneren ein schnelleres und sicheres Vorgehen durch bessere Sicht ermöglicht.

Hauben und Tragen im Einsatz

Drei Personen konnten begleitet durch jeweils einen Angriffstrupp mit Fluchthauben das Gebäude verlassen, eine Person wurde über eine Schaufeltrage gerettet und die fünfte Person musste auf einer Trage, die an die Drehleiter gehängt wurde, gerettet werden. Der gewohnte Weg der Rettung über eine eingeschobene Krankentrage auf der Drehleiter war nicht möglich. Man entschied sich für die Rettung per Schleifkorbtrage, die hängend unter der Drehleiter angebracht wurde. Die Personen wurden an einem dafür vorgesehenen Ort weiter betreut.

Parallel zur Rettung der Personen erfolgte die Brandbekämpfung. Man stellte fest, dass die Ursache ein in Brand geratenes Sofa war. Nachdem alle Patienten lebend gerettet worden waren und der Brand erfolgreich gelöscht werden konnte, gab der Einsatzleiter den Befehl: „Übungseinsatz beendet.“ Insgesamt waren ca. 35 Feuerwehrkräfte und vier Feuerwehrfahrzeuge im Übungseinsatz.

In der Nachbesprechung wurde die Übung durch Wehrleiter Stephan Schüller, die Wehrführung Rieden und Volkesfeld und die anwesenden Vertreter der Kommunalpolitik kommentiert. Die Wehrführung der beiden Züge Rieden und Volkesfeld waren sich einig, dass die freundschaftliche und enge Zusammenarbeit auch im kommenden Übungsjahr fortgesetzt werden sollte. FRE

Ein Patient musste mit Drehleiter und Schleifkorbtrage aus dem Gebäude gerettet werden.

Ein Patient musste mit Drehleiter und Schleifkorbtrage aus dem Gebäude gerettet werden.

Zugführer Thorsten Leich (v. l.), Wehrleiter Stephan Schüller und Brandschutzbeauftragter Peter Ippendorf verfolgen die Übung.

Zugführer Thorsten Leich (v. l.), Wehrleiter Stephan Schüller und Brandschutzbeauftragter Peter Ippendorf verfolgen die Übung.

Die übliche Rettung über eine eingeschobene Krankentrage auf der Drehleiter war aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich.

Die übliche Rettung über eine eingeschobene Krankentrage auf der Drehleiter war aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich.

Ein Hochleistungslüfter wurde zur taktischen Belüftung des betroffenen Bereichs positioniert. Fotos: FRE

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