Allgemeine Berichte | 22.06.2020

Deichwelle: Eingeschränkter Schwimmbetrieb im Freibad

Fünf Zeitfenster für je 72 Gäste

Krose: Mehr ist nicht zu verantworten – Wasserpark öffnet für Familien

Neuwied. Die Deichwelle wird ab dem 1. Juli im Freibad einen eingeschränkten Schwimmbetrieb ermöglichen. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln können auf täglich fünf Zeitfenster verteilt jeweils maximal 72 Gäste das Bad nutzen. „Im Rahmen der Pandemie ist nur ein stark eingeschränkter Freibadbetrieb möglich“, erklärt Geschäftsführer Michael Krose. Jedes Bad habe andere Voraussetzungen und ein anderes Umfeld. „Die Vorgaben des Landes waren wenig hilfreich“, sagt Krose. „Wir mussten sehr genau abwägen, welches Verhältnis von Schwimmern im Becken und auf den Liegewiesen vertretbar ist.“

Nach der reinen Größe der Liegewiese dürften rund 1000 Gäste ins Bad. „Diese Größe hilft uns aber nicht weiter. Denn bezogen auf die Wasserfläche können coronabedingt lediglich 72 Gäste ins Becken.“ Nur das große Schwimmbecken könne als verfügbare Fläche gerechnet werden. Es wird in drei Schwimmbahnen unterteilt, wo jeweils im Einbahnbetrieb und mit 1,5 Metern Abstand geschwommen werden darf. Hinzu kommt: Der eine schwimmt langsamer, der andere sportlicher: „Wir werden versuchen, das bei der Verteilung der Bahnen zu berücksichtigen.“

Ein Missverhältnis von 1000 Gästen zu 72 Schwimmern hielten die Verantwortlichen jedoch nicht für tragbar: „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren leider die Erfahrung gemacht, dass selbst unter normalen Bedingungen ein geregelter Freibadbetrieb nur mit zusätzlich zum Badeaufsichtspersonal beigestelltem Security-Personal durchführbar ist.“ Unter den jetzigen Bedingungen befürchtete man noch deutlich mehr Streitereien und Unruhe: „Ich kann ja niemandem die Vorschrift machen, nur fünf Minuten zu schwimmen, damit der nächste ins Wasser kann. Das lässt sich nicht kontrollieren oder gar regeln.“ Man wolle auf jeden Fall vermeiden, dass Gäste im Bad nicht ins Wasser können, weil die ersten stundenlang die Wasserfläche blockieren.

Außerdem wollte man gewährleisten, dass die Gäste zügig das Bad betreten können und nicht in ewig langen Schlangen davor auf Einlass warten: „Aus diesem Grund wird es keinen ´normalen´ Freibadbetrieb geben, sondern einen gezielten Schwimmbetrieb im Freien.“ Dazu wird die Deichwelle in fünf Zeitfenstern zu je 90 Minuten bis zu 72 Personen ins Freibad lassen. Dies stellt die maximale Anzahl derer dar, die zeitgleich im Schwimmerbecken aktiv sein können. Rutschen, Sprungturm und Kleinkindbereich bleiben geschlossen. Eine Online-Voranmeldung ist Bedingung für den Besuch des Bades. Es gelten trotz der Einschränkungen die regulären Eintrittspreise. „Anders ist es nicht vertretbar. Wir erwarten bei dieser Regelung einen Umsatzausfall von 80 bis 90 Prozent – bei einem deutlich erhöhten Aufwand.“ Denn aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus werde man jetzt das Bad mit erhöhtem Personal- und Sicherheitsaufwand betreiben.

Wenn ab dem 1. Juli geöffnet wird, können Gäste um 9, 11, 13, 15 und 17 Uhr für jeweils 90 Minuten ins Bad. Die restlichen 30 Minuten werden für eine Zwischendesinfektion benötigt. Dazu gehören auch Sanitäranlagen und Umkleiden. „Wir wissen, dass das für alle Seiten keine sehr befriedigende Lösung ist, aber wir sind froh, dass wir überhaupt eine schaffen konnten, die einen Schwimmbetrieb ermöglicht.“ Da mit dem Schwimmbetrieb im Freibad für Familien mit kleinen Kindern die Nutzung kaum sinnvoll möglich ist, wird mit dem Freibadbetrieb in der Deichwelle der Wasserpark Feldkirchen geöffnet. „Der Wasserpark kann zeitgleich bis zu 100 Gäste im Rahmen der Corona-Regeln bewältigen. Im Wasserpark wird keine Online-Reservierung erforderlich sein, dort werden wir mit den in der Gastronomie verbreiteten Zetteln zum Erfassen der Besucher arbeiten. Ab 100 Gästen besteht dann ein Einlassstopp.“

Pressemitteilung

Deichwelle Neuwied

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Rückseite
Empfohlene Artikel
Kitty wurde von unbekannten Tätern erschossen. Foto: privat
701

Bad Bodendorf. Ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei sorgt derzeit für große Bestürzung in Bad Bodendorf. Am Montag, 30. März 2026, wurde im Bereich Naheweg, Ahrweg, Gartenstraße und Saarstraße eine Katze mutwillig mit einer Schusswaffe verletzt. Das Tier erlag wenig später seinen schweren Verletzungen. Nach Angaben der Halter wurde ihre Tigerkatze „Kitty“ im Zeitraum zwischen etwa 13:30 Uhr und 15:50 Uhr angeschossen.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
75

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Mark Geimer Foto: privat
637

Parteiloser Bewerber setzte sich gegen Volker Risse (CDU) durch

Bürgermeisterwahl in Bad Hönningen: Mark Geimer (parteilos) macht das Rennen

Bad Hönningen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Hönningen haben gewählt: Mark Geimer ist neuer Stadtchef. Der parteilose Kandidat setzte sich mit 62,5 Prozent der Stimmen gegen seinen christdemokratischen Konkurrenten Volker Risse (37,5 Prozent) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,6 Prozent. BA

Weiterlesen

Die Koblenzer Innenstadt bietet an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Foto: SCH
52

Koblenz. Der Koblenzer Frühling ist zurück! Am zweiten April-Wochenende hat die Stadt am Deutschen Eck ihre Besucher ganz im Zeichen der wärmeren Jahreszeit begrüßt. Der Winter ist Schnee von gestern und überall grünt und blüht es. Die Blumenbeete sind neu bepflanzt, Tulpen und Narzissen blühen auf großen Flächen und es duftet nach frisch gemähtem Rasen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Kleinanzeigen
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter (m/w/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Rückseite
Stellenausschreibung: Betriebshof
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26