Allgemeine Berichte | 04.09.2018

Informationsveranstaltung der Notinsel in Rheinbreitbach voller Erfolg

Für Probleme und Gefahren von hilfesuchenden Kindern sensibilisiert

Die Initiatoren der Notinsel (v.l.) Frau Schon Ohnesorge, Frau Ahrends, Frau Dung, Frau Stolle und Herr Napp mit den Referenten Frau Theis, Herrn Dolezich, Herrn Veit Doll und zwei Sponsoren Herrn Hoppen (Bluhm Fonds) und Herrn Martin (AWO Unkel)

Rheinbreitbach. Als Ende April der Ortsgemeinderat auf Anregung der Initiative Rheinbreitbach 2030 beschloss, das bundesweite Kinderschutzprojekt „Notinsel“ der Stiftung Hänsel und Gretel in die Gemeinde zu holen, löste dies bei der Bevölkerung große Zustimmung aus. Gleichzeitig tauchte aber auch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Netzwerk aus Geschäften und sozialen Einrichtungen auf, in welchem die Kinder bei Problemen und schwierigen Situationen Hilfe finden können. Die Grundfrage war, ob in Rheinbreitbach ein solches Kinderschutzprojekt überhaupt gebraucht wird. „Hilfe ist doch selbstverständlich!“, so die Aussage von manchem Skeptiker. Mit dieser Kernaussage startete das Organisationsteam der Notinsel Rheinbreitbach vertreten durch Frau Dung (Kindertagesstätte Sankt Maria Magdalena), Frau Stolle (Kindertagesstätte Sonnenschein), Frau Schon Ohnesorge (Grundschule Rheinbreitbach), Frau Ahrends (2. Beigeordnete Gemeinde Rheinbreitbach) und Herr Napp (Rheinbreitbach 2030) nun in der Villa von Sayn eine Informationsveranstaltung zur Notinsel in Rheinbreitbach. Unterstützung erhielten sie dabei von der Gewaltpräventionsstelle des Polizeipräsidiums Koblenz von Gabriele Theis, dem zuständigen Jugendsachbearbeiter der Polizeiinspektion Linz am Rhein, Herr Dolezich und dem ersten Polizeihauptkommissar Herr Doll. Unter Anwesenheit des Ortsbürgermeisters von Rheinbreitbach Roland Thelen erläuterten die Initiatoren des Projektes, dass Hilfe nicht immer selbstverständlich sei. Dies zeige sich auch an einer örtlichen Szene, die sich Anfang August in der Hauptstraße abgespielt habe. Dort humpelte von Passanten und Autofahrern unbemerkt ein Kind auf und ab. Erst als eine ältere Passantin die Straße hinunterkam und das Kind ansprach, warum es humpele, sagte dieses, dass es in eine Wespe getreten sei und nun nicht wisse, was es tun solle und wohin es gehen könne. Die hilfsbereite Passantin nahm sich daraufhin des Kindes an.

Für die Initiatoren der Notinsel in Rheinbreitbach ist die Zivilcourage der Passantin gegenüber dem hilfesuchenden Kind auf der einen Seite beruhigend. Auf der anderen Seite ist es jedoch erschreckend, dass das humpelnde Kind nicht bemerkt wurde. Eine Ursache liegt nach Ansicht der Initiatoren des Notinselprojektes hierbei in dem mangelnden Bewusstsein der Gesellschaft für die Probleme und Bedürfnisse von Kindern.

Probleme von Kindern ernst nehmen

Frau Theis erklärte in ihrem darauffolgenden Beitrag dazu, dass das Notinselprojekt der Stiftung Hänsel und Gretel hierzu einen entscheidenden Beitrag liefern könne. In Koblenz wird durch ein ähnliches Projekt mit dem Namen „Schängel in Sicherheit“ die Bevölkerung für die Probleme von Kindern seit Jahren sensibilisiert. Im letzten Jahr erhielt die Aktion durch die Gestaltung eines eigenen Hausaufgabenheftes, welches kostenlos an den Koblenzer Grundschulen verteilt wird, den rheinland-pfälzischen Landespräventionspreis 2017. An die anwesenden Bürger und die teilnehmenden Ladeninhaber des Notinselprojektes appellierte Frau Theis, dass es wichtig sei, die Probleme der Kinder ernst zu nehmen und diese nicht einfach zu ignorieren. Niemand brauche Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Hilfe zu leisten kann nur richtig sein.

Auf den gesunden Menschen- verstand verlassen

Der Jugendsachbearbeiter Herr Dolezich und der erste Polizeihauptkommissar Herr Doll von der Polizeiinspektion Linz am Rhein fügten hinzu, dass sich jeder hierbei getrost auf den eigenen gesunden Menschenverstand und das Bauchgefühl verlassen kann. Wenn ein Kind mit einem aufgeschlagenen Knie in das Ladengeschäft komme, bedürfe es nicht eines Anrufes bei der Polizei. Wenn hingegen einem das Verhalten oder die körperliche Verfassung eines hilfesuchenden Kindes komisch vorkomme, gelte hier ruhig der Leitsatz: Lieber einmal zu viel die Polizei anrufen, als einmal zu wenig. Die Polizei steht den Bürgern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Abschließend wiesen die beiden Polizeibeamten auch daraufhin, dass das Notinselnetzwerk nicht von der Pflicht zur (Unfall-)Hilfe entbinde. Projekte wie das Kinderschutzprojekt Notinsel der Stiftung Hänsel und Gretel dienen hier auch als bewusstseinsfördernde Maßnahmen.

Aktuell beteiligen sich an dem Notinselprojekt in Rheinbreitbach ehrenamtlich 14 Ladengeschäfte und soziale Einrichtungen. Unterstützt wurde das Projekt finanziell vom Bluhm Fonds, der AWO Unkel, der Sparkasse Neuwied, der Volksbank Rheinbreitbach und der Familie Lautenschläger.

Die Initiatoren der Notinsel (v.l.) Frau Schon Ohnesorge, Frau Ahrends, Frau Dung, Frau Stolle und Herr Napp mit den Referenten Frau Theis, Herrn Dolezich, Herrn Veit Doll und zwei Sponsoren Herrn Hoppen (Bluhm Fonds) und Herrn Martin (AWO Unkel)

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Kirmes Polch 2026
Anzeige Lagerverkauf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
132

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
35

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
106

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
66

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
32

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Kleinanzeigen
Kirmes in Polch
Rund ums Haus Daueranzeige
Dachdecker (m/w/d)
Kirmes Polch
Praxis an neuem Standort
Kirmes Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Stellenanzeige Auszubildung zum/zur Umwelttechnologen/in
Anzeige KW 16
Titelanzeige
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim