Rheinbach liest: Bücher sind gefährlich!
Für den diesjährigen Lesekanon werden noch Vorschläge gesucht
Vorschläge können noch bis zum 30. April eingereicht werden
Rheinbach. Rheinbach liest e.V. sucht für sein diesjähriges Lesefest Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, die verführerisch, revolutionär oder in sonst irgendeiner Weise gefährlich für den Geist oder sogar für das Leben des Lesers oder des Autoren sind.
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Herbst, heißt es auch in diesem Jahr wieder:
Rheinbach liest in den Häusern der Stadt! Am 13. Oktober werden zehn Schauspieler in zehn privaten Wohnzimmern Rheinbacher Bürger aus ausgewählten Werken lesen. Nur jeweils 15 Gäste werden an jeder dieser gleichzeitig stattfindenden Lesungen teilnehmen können, wodurch jede einzelne Lesung zu einem unvergleichlich intensiven Erlebnis wird.
Mit Blick auf den 80. Jahrestag der Bücherverbrennungen im Dritten Reich, aber gerade auch vor dem Hintergrund aktueller Literatur, und ihrem Verhältnis zu unseren heutigen Gesellschaften, steht
das diesjährige Lesefest unter dem durchaus auch leicht ironisch zu verstehenden Motto „Bücher sind gefährlich“. „Denkbar sind unter diesem Motto z.B. Lesungen aus Werken von bei uns sehr bekannten Autoren wie Alexander Solschenizyn, Ray Bradbury oder Salman Rushdie“, erläutert Robert Hucho, Vorstandsmitglied des Veranstalters Rheinbach liest e.V., das Konzept. „Interessant wäre es aber auch Autoren wie Yiwu Liao oder Ken Saro Wiwa oder andere Autoren, die aktuell mit den Büchern etwas bewegen, vorstellen zu können.“
Aus diesem Grund ruft Rheinbach liest e.V. alle Bücherfreunde auf, Vorschläge für den diesjährigen Lesekanon einzureichen. „Senden Sie uns Autor, den Titel und eine kurze Inhaltsangabe Ihres Lieblingsbuches, von dem Sie glauben, daß es nicht nur unterhalten, sondern etwas bewegen kann“, beschreibt Corinna Schulze-Quabis von Rheinbach liest e.V. die Anforderungen. Die Vorschläge werden erbeten bis zum 30. April, per eMail an info@rheinbach-liest.de. Unter dieser Adresse kann man sich auch für weitere Informationen über die Veranstaltung vormerken lassen oder sein Wohnzimmer in Rheinbach für eine Lesung zur Verfügung stellen.
Über Rheinbach liest e.V.: Rheinbach liest ist ein junger, schnell wachsender gemeinnütziger Verein, der sich die Leseförderung und die Förderung der Lesekultur auf die Fahne geschrieben hat.
Als Veranstalter der „Lesewiesen“, des Rheinhexenslam, von Lesungen und zahlreichen weiteren
Veranstaltungen für Menschen aller Altersklassen, hat der Verein weit über die Stadtgrenzen hinaus
Rheinbach als Ort literarischer Aktivitäten bekannt gemacht. Internet: www.rheinbach-liest.de
