Allgemeine Berichte | 07.03.2016

Für die Zukunft vorsorgen

Der genossenschaftliche Gedanke „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist in der Eifel heute noch aktuell

Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft am Pulvermaar – Eine sorgende Gemeinschaft eG freuen sich:Binnen eines Jahres ist die Genossenschaft auf 70 Mitglieder (Stand 31.12.2015) angewachsen.Volksbank RheinAhrEifel

2015 sicherte sich die „Genossenschaft am Pulvermaar, eine sorgende Gemeinschaft eG“ unter rund 100 Bewerbern den Sieg beim Zukunftspreis Heimat der Volksbank RheinAhrEifel eG und zeigt in der Praxis eindrucksvoll, wie zeitgemäß die Unternehmensform Genossenschaft ist.

Gillenfeld. Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam, dieses Ziel verfolgt auch die „Genossenschaft am Pulvermaar – Eine sorgende Gemeinschaft“ mit ihrem ambitionierten Projekt „Florinshof am Pulvermaar“. Am 15. Oktober 2014 haben sich die 39 Gründungsmitglieder in der Eifelgemeinde Gillenfeld zusammengeschlossen, um dem demografischen Wandel in der ländlichen Region mit einem völlig neuen Konzept des Miteinanders die Stirn zu bieten. „In den Dörfern gibt es immer weniger Familien mit Kindern, dafür steigt die Zahl der Senioren. Auch in Gillenfeld sind vorhandene und drohende Leerstände, Alterungstendenzen im Ortskern und der Verlust von Versorgungseinrichtungen eine reale Bedrohung“, erläutert Kurt Becker, stellvertretender Vorsitzender der Genossenschaft die Hintergründe. „Daraus erwächst für die Gesellschaft die Aufgabe, sich verstärkt um die sich verändernden Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen zu kümmern.“ Die sorgende Gemeinschaft soll Aufgaben übernehmen, die in der Vergangenheit von den Familien, Nachbarn oder der Öffentlichkeit geleistet wurden, aber durch die Veränderung der Bevölkerungsstruktur in Zukunft nicht mehr erbracht werden können. Dazu gehört auch ein Wohnkonzept, das im „Florinshof“ seinen Anfang nehmen soll: eine barrierefreie Wohnanlage, um eigenständig und doch gemeinschaftlich in Gillenfeld zu wohnen. „Darüber hinaus möchte die Genossenschaft, Ortsinnenentwicklungen für die veränderten Wohnsituationen mit entwickeln und gestalten“, betont Becker.

Gute Gründe für die

Rechtsform Genossenschaft

„Mit der Rechtsform der Genossenschaft hat der ‚Arbeitskreis Innen-Entwicklung‘, der das Projekt mit beeindruckendem ehrenamtlichen Engagement und fachlichem Wissen vorangetrieben hat, die richtige Entscheidung getroffen“, betont Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel eG. So sind die Wohnungsnutzer gleichzeitig Mitglieder der Genossenschaft, das heißt zu einem Teil Miteigentümer des Florinshofs am Pulvermaar. Mieten können also nicht willkürlich erhöht werden. Jedes Genossenschaftsmitglied hat eine Stimme – unabhängig von der Höhe des eingebrachten Kapitals. Der Eintritt in die Genossenschaft ist attraktiv für Menschen, die sofort oder später im Florinshof wohnen wollen oder die Ziele der Genossenschaft einfach gut finden und sie im Bewusstsein eines „Gewinns für alle“ finanziell unterstützen möchten.

Eröffnung Ende 2017/Anfang 2018 geplant

Insgesamt beläuft sich die Investitionssumme für den Neubau auf rund zwei Millionen Euro. Experten der Baubranche und der Volksbank RheinAhrEifel eG sind in die laufenden Arbeiten ebenso eingebunden wie private und kirchliche Pflegedienste, mit denen die Genossenschaft am Pulvermaar eine enge Zusammenarbeit anstrebt. „Mit dem Bau haben hoffen wir 2016 beginnen zu können und im Idealfall Ende 2017/Anfang 2018 die Einweihung zu feiern“, so Becker. Die Volksbank RheinAhrEifel eG freut sich, dass der genossenschaftliche Gedanke „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der Eifel heute noch so aktuell ist, wie vor 150 Jahren. Mehr Infos zu der Genossenschaft am Pulvermaar unter www.florinshof.gillenfeld.de.

Für die Zukunft vorsorgen

Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft am Pulvermaar – Eine sorgende Gemeinschaft eG freuen sich: Binnen eines Jahres ist die Genossenschaft auf 70 Mitglieder (Stand 31.12.2015) angewachsen.Foto: Volksbank RheinAhrEifel

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