Vorstellung des restaurierten Fürstenzimmers im historischen Rathaus
Fürstenzimmer erstrahlt wieder in altem Glanz
OB Hofmann-Göttig und Manfred Gniffke präsentieren das Fürstenzimmer in neuer Pracht
Koblenz. Am 18. Dezember 2017 konnte Oberbürgermeister Joachim Hofman-Göttig im Rahmen einer kleinen Feierstunde das Fürstenzimmer im historischen Rathaus den geladenen Gästen der an der Restaurierung mitwirkenden Unternehmen, der Stadt und Vertretern der Fraktionen des Koblenzer Rates vorstellen. „Es ist mir wirklich eine große Freude, Sie heute hier alle herzlich begrüßen zu dürfen. Für manche erfüllt sich ein Traum, mindestens für Manni Gniffke, der viele, viele Jahre gesagt hat‚ ‚das wär‘ doch was, diesen Raum wieder hinzukriegen‘“, begann Hofman-Göttig seine Begrüßungsrede.
Zu Beginn seiner Amtszeit vor acht Jahren war das Projekt schon lange in der Diskussion, aber die Kosten von 130.000 Euro waren nicht finanzierbar. Der Gedanke, mithilfe des Engagements von vielen, die mit dazu beitragen wollen, den historischen Raum wieder herzurichten, führte zu einer Reduzierung der Kosten um 100.000 Euro, so Hofmann-Göttig in seiner Ansprache. „Wir laden heute die Leute ein, die sich ganz besonders verdient gemacht haben. Dieser Raum aus dem 17. Jahrhundert ist wirklich bedeutsam, er ist einer der ältesten Räume im Rathausbereich. Und dazu beizutragen, dass hieraus wieder etwas werden konnte, ist schon etwas Besonderes“, freute er sich über das Geleistete.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten
Für die Instandsetzung der Stuckdecken dankte er herzlich Restaurator und Stuckateurmeister Werner Schieß, für die Anstricharbeiten Malermeister Horst Würzberger, für die Elektroinstallation Christoph Hansen und für die Bereitschaft und die tatkräftige Hilfe – in Eigenleistung! – den Mitarbeitern des Zentralen Gebäudemanagements. Weiterhin bedankte er sich für die Amtshilfe des Eigenbetriebs für Grünflächen und Bestattungswesen, für die Planung und Bauleitung der Mitarbeiter des ZGM Josef Mauer, Hermann Josef Högner sowie für die Gesamtbauleitung bei Architekt Albert Diehl.
Manfred Gniffke, der damals zusammen mit den Ratsmitgliedern Walter Baum und Joe Wilbert (alle FBG) die „Rettungsaktion Fürstenzimmer“ ins Leben gerufen hatte, erinnerte an den Weg von einem „Geschwür in einem intakten Haus“ bis hin zu dem in neuen Glanz erstrahlten Raum. In bester Gniffke-Manier erzählte er von Spendenaktionen, dem Benefizkonzert im Haus Metternich durch die Musikgruppe um Frau Matern und den ersten, teils abenteuerlichen Arbeiten in dem Sanierungsprojekt.
Überlegungen zur möglichen weiteren Nutzung
Um es zu verdeutlichen: Die Arbeiten am Fußboden, die Entfernung der Sockelputze aus den 50er Jahren, Ausschachtungsarbeiten usw. ergaben 32 Kubikmeter Schutt.
Für die erbrachten Leistungen dankte er allen Beteiligten ganz herzlich. Zuletzt wünschte sich Manfred Gniffke noch, dass dieses „Fürstenzimmer“ auch in Zukunft genutzt wird. Bei einem Glas Sekt, Bier oder Saft hatte man dann noch die Gelegenheit über eine weitere Nutzung zu diskutieren oder man folgte der Einladung der FBG-Fraktion, gemeinsam einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt zu genießen.
Die Stuckarbeiten im Fürstenzimmer. Foto: Thomas Frank
Durch diese Tür betritt man das Fürstenzimmer. Foto: Thomas Frank
Manfred Gniffke erinnert an die Baumaßnahmen. Foto: Thomas Frank
