Allgemeine Berichte | 12.03.2021

BUND gedenkt mit Mahnwache der Katastrophe

Fukushima auch nach zehn Jahren noch hochgefährlich

Atomkraft braucht eine sichere und klimafreundliche Alternative

Die Mahnwache des BUND am Löhrrondell.Foto: privat

Koblenz. Am 11. März um 17 Uhr hat der BUND Koblenz am Löhrrondell eine Mahnwache zum Jahrestag von Fukushima veranstaltet. Zehn Jahre ist es bereits her, dass es zu einem verheerenden Erdbeben mit anschließendem Tsunami kam. Mehrere Atomreaktoren im japanischen Fukushima wurden dadurch so massiv beschädigt, dass es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze kam. Weite Teile des Landes wurden radioaktiv verseucht, fast 20. 000 Menschen verloren durch das Erdbeben und den Tsunami ihr Leben. Knapp eine halbe Millionen Menschen mussten wegen des sogenannten Super-GAUs, der Reaktorkatastrophe mit Kernschmelze, ihre Heimat verlassen. Die Zahl der Krebstoten und Erkrankungen durch die radioaktive Strahlung, selbst bei Kindern, wird nicht bekannt gegeben.

Um den Opfern und Betroffenen zu gedenken und solidarische Grüße nach Japan zu senden, hat der BUND Koblenz am 11. März um 17 Uhr zu einer Mahnwache aufgerufen. Zusammen mit den Koblenzer Bürger*innen wurde einem Bericht gelauscht, der die Ausmaße von Atomkraft damals wie heute deutlich machte: „Nach Tschernobyl und Fukushima wurden in Deutschland die meisten Atomkraftwerke nach und nach stillgelegt, aber in Japan, den USA und Frankreich sind noch viele Atomkraftwerke am Netz – ein unverantwortliches Risiko“, verkündet Egbert Bialk, Vorsitzender des BUND Koblenz bei der Mahnwache. Zudem las er auch einen Brief von Kazuhiko Kobayashi vor, einem japanischen Rentner, der ein Hilfsprojekt für Kinder aus Fukushima organisiert. Anschließend konnte der BUND eine stattliche Summe an Spenden für die Kinder aus Fukushima sammeln.

Spätestens durch Fukushima ist eines klar geworden: Atomenergie ist keinesfalls klimafreundlich und obendrein noch eine große Gefahr für die Gesundheit. Vor diesem Hintergrund fordert der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz die Landespolitik auf, die Energiewende beherzt voranzubringen. „Wir brauchen einen schnellen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien“, betont BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub. „Dies erreichen wir nur, wenn wir Wind- und Solarenergie zügigausbauen und außerdem unseren Energieverbrauch deutlich senken. Eine neue Landesregierung muss sich daran messen lassen, wie sie entsprechende Maßnahmen voranbringt.“

Der Atomausstieg in Deutschland soll zwar 2022 im Wesentlichen vollzogen sein, doch auch in dieser Zeit kann es noch zu gefährlichen Unfällen kommen. Außerdem werden in Lingen und Gronau Atomfabriken zur Brennstoffherstellung weiter betrieben. Auch diese müssten stillgelegt werden, fordert der BUND. Völlig ungelöst bleibt das Problem der Endlagerung. Pressemitteilung des

BUND Regionalbüro Koblenz

Die Mahnwache des BUND am Löhrrondell.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Stellenanzeige Reinigungskraft
Rund ums Auto
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
541

Region. Aufgrund der anhaltenden extremen Hitze stellt National Express am Samstag, 27. Juni 2026, den Betrieb der Rhein-Ruhr-Express-Linien RE 1, RE 4, RE 5, RE 6 und RE 11 im Zeitraum von 13:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr vorübergehend ein. Die Maßnahme dient dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und soll verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen auf freier Strecke kommt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
1192

Am heutigen Vormittag war es zu Stromausfällen in den Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim gekommen

27.06.: Nach Stromausfall in Koblenz: Energieversorgung in allen betroffenen Stadtteilen wiederhergestellt

Koblenz. Nachdem am heutigen Vormittag der Strom in den Koblenzer Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim ausgefallen war, konnte die Energieversorgung nach Angaben der Feuerwehr Koblenz zwischenzeitlich in allen Gebieten durch den zuständigen Energieversorger wiederhergestellt werden. Eine Ursache für den Stromausfall ist bislang nicht bekannt. BA

Weiterlesen