Beate Toyka gastierte in Meckenheim
Furioser Klavierabend kommt Friedenskirche zugute
Künstlerin stiftet Gage in Höhe von 1000 Euro für neuen Flügel
Meckenheim. Mit einem furiosen Klavierabend faszinierte die Pianistin Beate Toyka das Publikum in der voll besetzten Meckenheimer Friedenskirche bei der 24. Soirée des Vereins „Freunde und Förderer der Kirchenmusik in Meckenheim e.V.“
Eröffnet mit Bachs sensibel gestaltetem „Italienischen Konzert“ bildeten Variationszyklen den roten Faden des Abends. Neben Mozart und Chopin beeindruckten vor allem die Variationen über ein lettisches Volkslied von Josef Whitol mit slawischer Melancholie und gewaltiger, an Rachmaninow erinnernder Klanggewalt. Der zweite Teil des Abends war Beethoven gewidmet. Die in England lebende Pianistin, die das Publikum auch mit klugen und charmanten Worten bezauberte, titelte dessen „Die Wut über den verlorenen Groschen“ um in „Die Wut über den verlorenen Euro“.
Nach einer bewegenden „Mondscheinsonate“ beschlossen die gewaltigen „Eroica-Variationen“ den Abend. Als Zugabe erklatschten sich die begeisterten Hörer noch einen stürmisch beschwingten „Tanz der Gauchos“ von Alberto Ginastera.
Die Künstlerin stiftete ihre Gage für die Finanzierung des neuen Flügels der Friedenskirche, sodass an diesem Abend über 1000 Euro für diesen guten Zweck zusammen kamen.
