Allgemeine Berichte | 17.02.2026, 09:39 Uhr

Zum Wohl der Honigbienen

Fusion aller Imkervereine im Westerwald

Seit dem 25. Januar 2026 vertritt der neue Kreisvorstand die Interessen der Imker und Imkerinnen im Westerwaldkreis: Dr. Christoph Zimmermann-Wolf (1. Vorsitzender), Dr. Ine Schmale (2. Vorsitzende), Christina Kokot (Schriftführerin) und Willi Welters (Kassierer).
258

Region. Ende Januar haben in Montabaur die Vertreter der beiden bisherigen Kreisimkerverbände Unter- und Oberwesterwald die Fusion zu einem gemeinsamen Kreisimkerverband Westerwald beschlossen. Dieser vertritt damit die 428 im Deutschen Imkerbund organisierten Imker und Imkerinnen auf Kreisebene.

Diese neue Struktur entspricht nun der bereits 1974 in Rheinland-Pfalz erfolgten Verwaltungsreform zum Landkreis Westerwald und bündelt die Aufgaben in einem einzigen Kreisverband. Darüber hinaus ermöglicht die Fusion die Konzentration der vorhandenen Ressourcen für die Vorstandsarbeit, denn auch unter den Imkerinnen und Imkern gibt es nur noch wenige Menschen, die sich in der Verbandsarbeit ehrenamtlich engagieren und übergeordnete Aufgaben wie die Leitung eines Kreisvorstandes übernehmen.

„Die bereits seit langem bestehende intensive Zusammenarbeit der beiden bisherigen Kreisimkerverbände wird durch die heutige Zusammenlegung gestärkt.“, erklärt Dr. Christoph Zimmermann-Wolf, den die Vertreterversammlung anlässlich der Fusion zum 1. Vorsitzenden des Kreisimkerverbands Westerwald gewählt hat. „Auch wenn der Fokus der Imkervereine primär auf dem Wohl der Bienenvölker liegt, benötigt die imkerliche Arbeit von politischer Seite Unterstützung. Der neue Kreisimkerverband sieht sich als Schnittstelle zur Politik und Öffentlichkeit auf Kreisebene und der Interessensvertretung der Imker und Imkerinnen.“

Für die Imker und Imkerinnen im Westerwald ergeben sich darüber hinaus u. a. Vorteile im Hinblick auf die Bienenzucht (Resistenz der Bienen gegen die Varroamilbe, Sanftmut, Sammeleifer), die Weiterbildung in allen imkerlichen Fragestellungen und die Schulung von Neu-Imkern.

Auch für die Region Westerwald hat die Imkerei eine besondere politisch-wirtschaftliche Bedeutung. Für eine Vielzahl von Nahrungspflanzen ist die Bestäubungsarbeit der Bienen nahezu unerlässlich. In der ökonomischen Relevanz rangieren Bienen nach Rindern und Schweinen auf dem dritten Platz der für die menschliche Ernährung wichtigen Tiere – noch vor Schafen, Ziegen, Hühnern etc. Im Fokus der Imkerinnen und Imker steht das konkrete Bienenvolk, das es sachgerecht zu pflegen und vor Krankheiten zu schützen gilt. Dazu kommt die Sensibilität für eine lebenswerte Umwelt, die artenreiche Naturräume entwickelt und sichert.

Der neue Kreisvorstrand besteht aus folgenden Personen:

  • 1. Vorsitzender:Dr. Christoph Zimmermann-Wolf, Imkerverein Kannenbäckerland
  • 2. Vorsitzende:Dr. Ine Schmale, Imkerverein Westerburg-Wallmerod
  • Kassierer: Willi Welters, Imkerverein Hachenburg
  • Schriftführerin: Christina Kokot, Imkerverein Montabaur

Die Aufgaben des Kreisimkerverbandes: Organisationsstruktur der Imkervereine im Westerwald

  • Informationsaustausch der Imker und ihrer Ortsvereine
  • Interessen der Imkerinnen und Imker gegenüber der Politik vertreten
  • Engagement für eine artenreiche Umwelt
  • Ausbildung und Begleitung von Jung- oder Neu-ImkerInnen
  • Fortbildung für eine sachkundige Arbeit mit Bienen
  • Fortbildungen zur Honigernte und Honigqualität
  • Unterstützen der züchterischen Arbeit für sanfte, gesunde und fleißige Bienen
  • Beratung bei Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten

Im Unterwesterwald gibt es drei Ortsvereine:

  • Kannenbäckerland (38 Mitglieder/225 Bienenvölker),
  • Montabaur (80 Mitglieder/658 Bienenvölker) und
  • Selters (39 Mitglieder/159 Bienenvölker).

Im Oberwesterwald gibt es sechs Ortsvereine:

  • Am Stöffel (66 Mitglieder/ 428 Bienenvölker).
  • Bad Marienberg (27 Mitglieder/ 138 Bienenvölker).
  • Hachenburg (68 Mitglieder/ 362 Bienenvölker).
  • Kroppacher Schweiz (47 Mitglieder/ 360 Bienenvölker).
  • Rennerod (22 Mitglieder/ 128 Bienenvölker) und
  • Westerburg-Wallmerod (41 Mitglieder/ 172 Bienenvölker).

Der Kreisverband Westerwald hat 428 Mitglieder, die 1588 Bienenvölker betreuen. Der Landesverband Nassau hat aktuell 667 Mitglieder, die 4.515 Bienenvölker betreuen.

Zur Information: Auch in diesem Jahr wird wieder ein Anfängerkurs in Theorie und Praxis fürs Imkern vom neuen Kreisverband angeboten. Die Theorie wird über ZOOM stattfinden, also zuhause am Computer, die Praxis draußen am Bienenvolk. Insgesamt besteht der Kurs aus sechs theoretischen und drei praktischen Einheiten.

Geschichte

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es lokale Vereine für Imkerei. Auch heute noch sind die Imker primär in Ortsvereinen organisiert, in denen man sich gegenseitig informiert und in denen Neuimker Unterstützung finden. Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit Entwicklung der Landwirtschaft auch im Westerwald eine in Vereinen organisierte Bienenzucht, kurz vor dem Ende des Herzogtums Nassau (1866). Daran erinnert immer noch der Name des Landesverbandes Nassau. Pressemitteilung Kreisimkerverband Westerwald

Seit dem 25. Januar 2026 vertritt der neue Kreisvorstand die Interessen der Imker und Imkerinnen im Westerwaldkreis: Dr. Christoph Zimmermann-Wolf (1. Vorsitzender), Dr. Ine Schmale (2. Vorsitzende), Christina Kokot (Schriftführerin) und Willi Welters (Kassierer). Foto: D.Wolf

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Innovatives aus Andernach
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
13. Koblenzer Patiententag 2026
Innovatives aus Andernach
Brautmodenschau am 8. November 2026
Anzeige Aktionstage 03.11. - 10.11.26
Imageanzeige Spezialisten für Ihr Lächeln
Weitere Artikel
Die Mittelahr präsentierte sich an den fünf Veranstaltungswochenenden von ihrer besten Seite
913

Mittelahr. Mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und bestem Herbstwetter ist der Weinherbst Mittelahr 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 26. September bis zum 25. Oktober fand das beliebte Wein- und Wanderevent an fünf Wochenenden auf dem Rotweinwanderweg und in den Weinorten Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr statt. Das bewährte Zusammenspiel aus Wein- und Gastronomieständen entlang der Strecke sowie ergänzenden Angeboten in den Orten sorgte erneut für großen Zuspruch.

Von Nicolas Bäcker aus Dernau

Weiterlesen

Symbolbild
347

Schleiden-Gemünd. In Schleiden-Gemünd ist es am Montag, 2. November 2026, zu einer Verunreinigung des Flusses Olef durch ausgelaufenen Kraftstoff gekommen. Gegen 10.20 Uhr wurde im Bereich des Parkplatzes an der Straße „Am Plan“ beziehungsweise der Dreiborner Straße eine entsprechende Verschmutzung festgestellt.

Weiterlesen